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DKB-Landwirtschaftspreis 2011 verliehen
Sieger und Platzierte überzeugten im Wettbewerb
Berlin, 27.10.2011: Im Rahmen des DKB-Eliteforums Landwirtschaft wurde heute, am 27.10.2011, der DKB-Landwirtschaftspreis 2011 verliehen. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautete „Fundamente für eine nachhaltige Entwicklung“. Der DKB-Landwirtschaftspreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. In Anwesenheit des Schirmherrn Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, wurden die drei überzeugendsten Konzepte ausgezeichnet. Sieger und Platzierte haben es verstanden, durch wirtschaftlich nachhaltiges Handeln, nachhaltige Sicherung des Human Capitals sowie durch ökologische Nachhaltigkeit ihre Unternehmensentwicklung positiv zu beeinflussen. Eine unabhängige Jury unter er Leitung von Dr. Thomas Tanneberger, Chefredakteur der BauernZeitung, wählte den Sieger und die Platzierten aus.
Die Preisträger
Sieger: Obstland Dürrweitzschen AG (Grimma-Dürrweitzschen, Sachsen)
Sieger des Wettbewerbs um den DKB-Landwirtschaftspreis 2011 wurde die Obstland Dürrweitzschen AG. Das sächsische Unternehmen beweist für die Jury als außerordentlich stabiler, wirtschaftlich und sozial vorbildlicher Betrieb seit über 20 Jahren unternehmerische Nachhaltigkeit in der Praxis. Das Unternehmen punktete damit, die ökonomische Nachhaltigkeit in den Vordergrund der Bewerbung gerückt zu haben. „Obstland hat von Beginn an konsequent Nachhaltigkeit durch höchste Professionalisierung angestrebt“. Ein außerordentlich gut durchdachtes Investitionsprogramm, das für den Erwerb modernster Produktionsmittel aufgewendet wurde, sowie die beharrliche Arbeit der Dürrweitzscher Landwirte ermöglichte die laut Jury beachtliche Verdopplung der Obstproduktion innerhalb von 20 Jahren bei sinkender Anbaufläche. Weitere Garanten einer nachhaltig positiven Zukunftsentwicklung sah die Jury im hohen Innovationsgrad des Unternehmens, der außerordentlich langfristigen Personalplanung und dem aktiven Bemühen um frühzeitige Nachwuchsgewinnung genauso wie der im Sinne der Vermögenserhaltung und Unternehmensstabilität sinnvollen Diversifizierung.
2. Platz: Unternehmensverbund Ökodorf Brodowin (Chorin OT Brodowin, Brandenburg)
Den 2. Platz belegte der Unternehmensverbund Ökodorf Brodowin in Brandenburg. Der Unternehmensverbund überzeugte die Jury mit seiner Strategie der ökologischen Nachhaltigkeit. Sie wählte ein Unternehmen aus, „das sich in beispielgebender Art um die Erhaltung der natürlichen Lebens- und Produktionsgrundlagen kümmert und in erheblichem Maße sogar aktiven Naturschutz betreibt“. Seit der Gründung im Jahr 1991 ist die gesamte Unternehmensstrategie bewusst auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die Jury beeindruckte, dass das Unternehmen als einziges unter den Bewerbern auch aktiven Umweltschutz betreibt und in insgesamt zehn eigenen Naturschutzprojekten sensible Biotope in der eigenen Gemarkung schützt. Ebenfalls punkten konnte Brodowin mit seinem sehr bedachten und nachhaltigen Umgang mit den Mitarbeitern des Unternehmens. „Der Kooperationsgedanke ist in der Unternehmensphilosophie fest verankert.“ Beachtlich und angesichts der Beschäftigungsmisere in den Landkreisen nördlich Berlins besonders lobenswert fand die Jury, dass das Ökodorf Brodowin innerhalb der letzten fünf Jahre mehr als 20 neue Arbeitsplätze geschaffen hat.
3. Platz: ERVEMA agrar Gesellschaft Wöhlsdorf mbH (Wiebelsdorf, Thüringen)
Auch das von der ERVEMA agrar Gesellschaft mbH eingereichte Konzept fand hohe Anerkennung. Die Jury würdigte die nachhaltige Sicherung des Human Capitals und der sozialen Unternehmensgrundlage. „Lobenswert ist die regelmäßige und intensive Weiterqualifizierung der Mitarbeiter, besonders das Engagement des Betriebes in der Lehrausbildung“. Neben dem nachhaltigen Personalmanagement würdigte die Jury das besondere Engagement in der frühpädagogischen Landwirtschaftsausbildung. Im Rahmen von Schulkooperationen werden die Schüler in Form von Projekten an landwirtschaftliche Themen herangeführt. Positiver Effekt dieser Kooperation ist neben der Gewinnung von Lehrlingen für die Jury auch die Bildung eines positiven und von Sachkunde geprägten Landwirtschaftsbildes. „Das Engagement der ERVEMA in der schulischen Ausbildung dient damit der nachhaltigen Verbesserung der Kommunikation in der gesamten Gesellschaft und verdient deshalb die höchste Anerkennung.“
Das DKB-Eliteforum Landwirtschaft
Beim DKB-Eliteforum Landwirtschaft erhalten Landwirte und Vertreter von Verbänden und Ministerien bei Podiumsdiskussionen und Vorträgen die Gelegenheit, sich über aktuelle Themen sowie neue Entwicklungen in der Landwirtschaft zu informieren und sich mit den Referenten dazu auszutauschen. Traditionell ist die Verleihung des DKB-Landwirtschaftspreises der Höhepunkt der Veranstaltung.
Das 6. DKB-Eliteforum Landwirtschaft, das noch bis morgen auf Schloss & Gut Liebenberg bei Berlin stattfindet, ist auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. An den insgesamt vier Veranstaltungstagen (25. bis 28.10.2011) nehmen rund 800 Landwirte und Vertreter von Verbänden und Ministerien teil.
Mit der 8. Ausgabe des DKB-Landwirtschaftspreises setzt die DKB ihre im Jahr 2004 begonnene Tradition fort, Landwirtschaftsbetriebe für ihre Praxis- und Zukunftsorientierung zu jeweils wechselnden Themengebieten auszuzeichnen. Ziel dieses Wettbewerbs ist die Förderung herausragender Leistungen praktizierender Landwirte bzw. landwirtschaftlicher Unternehmen.
Ansprechpartner Presse:
Frauke Plaß
Deutsche Kreditbank AG
stellv. Bereichsleiterin Unternehmensentwicklung
Pressesprecherin
Tel.: (030) 20155-657
E-Mail: frauke.plass@dkb.ag
