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Mit Fremdgeldern richtig umgehen

Autor: Isabel Nies
Erschienen: 01.10.2015
Medium: Hamburger Anwaltsblatt

Im Arbeitsalltag kommen Rechtsanwälte, Notare und Insolvenzverwalter in Ihrer Funktion als Treuhänder regelmäßig mit der Verwaltung von Fremdgeldern in Berührung. Sie tragen hierbei die Verantwortung für die zweckmäßige Verwendung der Gelder.

Das anwaltliche Berufsrecht setzt hohe Maßstäbe an die Handhabung von Fremdgeldern. Grundsätzlich sind die Berufsträger dazu verpflichtet, Gelder nach eigener und fremder Rechnung zu separieren. Deshalb ist eine getrennte Kontoführung für Mandantengelder unabhängig von laufenden Geschäftskonten für den eigenen Kanzleibetrieb zwingend erforderlich. Hier ist eine klare Strukturierung gefragt.

Ausschließlich Rechtsanwälte dürfen Sammelanderkonten führen. Verwendet werden diese zur Verwaltung von Fremdgeldern verschiedener Mandanten, sofern das Geld innerhalb eines Monats an den Berechtigten ausgekehrt wird. Wenn die Geschäftsabwicklung den Betrag von 15.000 Euro und die Frist von 4 Wochen überschreitet, ist ein separates Konto zu eröffnen und der wirtschaftlich Berechtigte zu benennen (vgl. hierzu § 43a Bundesrechtsanwaltsordnung Abs. 5 i.V.m. § 4 Berufsordnung für Rechtsanwälte). Dies ist auch in den besonderen Geschäftsbedingungen der Banken entsprechend vermerkt. Zudem darf der Kontoinhaber (Treuhänder) Gelder, die dem eigenen Zweck dienen, nicht auf ein Anderkonto übertragen oder dort belassen. Diese Guthaben müssen auf ein separates Konto übertragen werden.

Diese rechtlichen Rahmenbedingungen können sich ändern. Hervorzuheben ist das Verbot der doppelten Treuhand seit dem 1. Januar 2015 gem. § 3 Abs. 1 BORA. Demzufolge ist es dem Berufsträger im laufenden Mandat nicht mehr erlaubt, Vermögenswerte vom Mandanten oder dem Anspruchsgegner zum Zweck der treuhänderischen Verwaltung für beide Parteien entgegenzunehmen. Eine Bank, die auf rechts- und steuerberatende Berufe spezialisiert ist, muss rechtliche Anforderungen adäquat abbilden können. Optimale Voraussetzungen bieten Institute, die neben der Branchenexpertise über Serviceangebote verfügen, die eine einfache und flexible Handhabung der Kontenverwaltung ermöglichen. Die DKB hat für diese Anforderung die eigene Treuhänderplattform entwickelt, mit der Treuhandkonten online eröffnet und verwaltet werden können. Voraussetzung ist lediglich ein abgeschlossener Rahmenvertrag.

DKB – Die Hausbank der Freiberufler

Ob Rechtsanwalt, Patentanwalt, Notar oder Insolvenzverwalter, Einzelkanzlei, Sozietät oder Partnergesellschaft – die DKB bietet für diese Berufsgruppen bereits seit dem Jahr 1999 Konten, Anlageprodukte sowie maßgeschneiderte Finanzierungslösungen. Für ihren täglichen Zahlungsverkehr können rechtsberatende Unternehmen und Freiberufler beispielsweise das kostenfreie DKB-Business nutzen, das neben einer attraktiven Guthabenverzinsung auch die Möglichkeit zur Schaffung von Liquiditätsfreiräumen bietet. Des Weiteren können über die DKB-Treuhänderplattform bequem und sicher Konten online eröffnet und verwaltet werden.

von Isabel Nies, Deutschen Kreditbank AG