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Erneuerbare Energien zum Anfassen im Landeszentrum

Das Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern (Leea) ist ein einzigartiger Bildungsort. „Wir setzen komplett auf Interaktion“, erklärt Geschäftsleiter Falk Roloff-Ahrend. Denn schon von Kindesbeinen an begeistern sich Menschen für die Windmühle im Wind, für die Kraft von Wellen am Meer oder für die Wärme von Sonnenstrahlen. „Von hier aus eine Brücke zum Lernen über Energie zu schlagen, ist ein viel versprechendes Konzept“, sagt Frank Schmetzke. Als Geschäftsführer der Stadtwerke Neustrelitz war er einer der Initiatoren des Leea. Jährlich kommen mehr als 11.000 Besucher hierher.​

Ein Knüller ist die riesige Carrera-Bahn. Wo sonst Strom aus der Steckdose und ein Handregler die Autos in Schwung bringen, ist im Leea reine Muskelkraft gefragt. Nur, wer auf dem Fahrrad mit großem Einsatz in die Pedale tritt, bringt die Flitzer um die vielen Kurven. Seit 2015 ist das Leea ein schulischer Lernort. Schüler, die hier ankommen, staunen zunächst über die Farbillusionen an der Außenfassade. Die, die gehen, sind begeistert und müde zugleich. Sie haben sich an der Carrera-Bahn verausgabt. Haben darüber gebrütet, wie sie ihr Planspiel "Mission Bioenergiedorf" am besten mit Energie versorgen können. Haben viele Technologien selbst getestet und spätestens auf dem Abenteuer-Spielplatz verstanden, wie erneuerbare Energien funktionieren und wie sie deren Wirkung beeinflussen können. Die wichtigste Zielgruppe sind Familien mit Kindern und insbesondere Schüler. Sind sie es doch, die die Energienutzung von morgen bestimmen. Das Leea will aber auch Erwachsene erreichen und Verbraucher mit Unternehmen, Verwaltung und Politik vernetzen. Das geschieht durch regelmäßige Hausmessen, Schulungs-Angebote, Stammtische und durch eine umfangreiche Leistungsschau. Viele Unternehmen, die in Mecklenburg-Vorpommern Produkte rund um die erneuerbare Energien anbieten, sind hier vertreten. Institutionen zeigen Fördermöglichkeiten für Neubauten und Sanierungen auf. Über moderne Touchscreen-Terminals ist sogar der direkte Kontakt zu den Ausstellern kein Problem.

Inzwischen sind auch die Energieberatungstage gut besucht. Viele Bauherren und Immobilienbesitzer beschäftigen sich mit der Frage, wie sie ihre Heizsysteme effizienter aufstellen können und welche Rolle Dämm-Materialien dabei spielen. Im Leea finden sie gebündelt Antworten auf all ihre Fragen. Doch zurück zu den Schülern. Von ihnen wird einmal der Energiemix abhängen. Und deshalb sollen sie ruhig schon mal lernen, wie aus einem Dorf ein Bioenergiedorf werden kann und mit welchen Materialien ein Windrad am besten funktioniert. Dazu nutzen sie das EnergieLab. Schulklassen in den Jahrgangsstufen 3 bis 13 finden hier interaktive Bildungsprojekte, bei denen garantiert etwas hängen bleibt. Denn etwas selbst auszuprobieren, mit einer Idee auch mal zu scheitern und daraus zu lernen, bringt Zusammenhänge besser auf den Punkt als jedes Lehrbuch. Ganz nebenbei ist auch noch Teamarbeit gefragt. So ein Bioenergiedorf funktioniert ja schließlich auch nur im Team.

“Der größte Dank gilt unseren Gästen, die uns jeden Tag zeigen, dass Interaktion der richtige Weg ist, um Akzeptanz für erneuerbare Energien zu schaffen. Genauso wichtig sind die vielen Partner, die das Leea möglich gemacht haben: das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Stadtwerke Neustrelitz GmbH und der Verein Leea, zu dem übrigens auch die DKB in Neubrandenburg gehört. Vielen Dank an Dr. Till Backhaus, unseren Landesminister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, der einst die Idee zu diesem einzigartigen Landeszentrum hatte.”

Falk Roloff-Ahrend, Geschäftsleiter Leea GmbH

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