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Reinhard Mascher ist ein waschechter Herbslebener. Hier ist er aufgewachsen. Hier ist er zur Schule gegangen. Sein ganzes Leben hat er hier verbracht. Es ist vermutlich diese tiefe Verwurzelung, die ihn antreibt, seine Gemeinde jung, modern und attraktiv zu gestalten. Das glaubten ihm die Bürger schon vor seinem Amtsantritt. Mehr als 60 Prozent wählten ihn 2012 zu ihrem Bürgermeister. Reinhard Mascher hatte viel vor: den Schulstandort retten, gute Lebensbedingungen für alle schaffen und die Abwanderung stoppen. Das eine hängt für ihn untrennbar mit dem anderen zusammen.

Wer die Schule schließt, verliert junge Familien. Wer keine ärztliche Versorgung vorhalten kann, überlässt die Älteren ihrem Schicksal. Ein trauriger Ausblick, mit dem sich viele Gemeinden in ländlichen Regionen konfrontiert sehen. Reinhard Mascher wollte das nicht zulassen. Infrastruktur abzubauen, weil die Einwohnerzahlen sinken, kam ihm nicht in den Sinn. Er wollte lieber Anreize bieten, damit die Menschen hier bleiben und neue kommen.

Dass das nicht ohne die Bürger geht, wusste Reinhard Mascher und suchte nach Möglichkeiten, die Einwohner frühzeitig in die Entwicklungsprozesse des Ortes einzubeziehen. 2013 gründete er die Energiegenossenschaft Herbsleben. Auf öffentlichen Gebäuden produzieren inzwischen 4 Photovoltaik-Anlagen echten Herbslebener Strom. An der Energiegenossenschaft beteiligt sind sowohl Bürger als auch ortsansässige Unternehmen. Sie profitieren von den Erträgen der Anlagen und ermöglichen den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien im Ort. Reinhard Mascher ist ihr ehrenamtlicher Vorsitzender. Das gleiche Amt füllt er auch bei der 2014 gegründeten Zukunftsstiftung Herbsleben mit viel Enthusiasmus und Heimatliebe aus. Reinhard Mascher wünscht sich, dass der Ort auch in Zukunft für Menschen jeden Alters lebenswert bleibt.

Die Stiftung kümmert sich deshalb um den Erhalt und die Sanierung alter Bausubstanz. Davon profitieren sowohl die ältesten als auch die jüngsten Herbslebener: Erstere, weil sie auch ihren Lebensabend in Herbsleben genießen können. Denn in sanierten Gebäuden schafft die Zukunftsstiftung unter anderem Einrichtungen für betreutes Wohnen. Und die Kinder freuen sich, weil es auch Stiftungszweck ist, ihre Schule zu unterstützen.

Ach ja, die Schule – auch so ein mutiges Projekt von Bürgermeister Mascher. 2013 übernahm die Gemeinde Herbsleben die Schulträgerschaft für die Gemeinschaftsschule Herbsleben und rettete sie so vor der Schließung. Die Grundschule wurde von der Gemeinde für ca. 1,3 Mio. Euro saniert. Gemeinsam mit dem Förderverein und der Zukunftsstiftung lassen sich die vielen Herausforderungen, die eine Schule mit sich bringt, gut meistern. Geplant ist u.a. der Neubau einer Sporthalle für die Schüler und ansässigen Sportvereine. Ein Gewinn für den Ort ist es in jedem Fall. Da ist sich Reinhard Mascher sicher.

“Die vielen Projekte in unserer Gemeinde waren und sind ohne das Engagement der Bürger nicht machbar. Tausend Dank dafür. Ich bin froh, dass wir einen guten Weg gefunden haben, die Zukunft in Herbsleben positiv zu gestalten. Ausdrücklicher Dank geht auch an das Thüringer Bildungsministerium für die Unterstützung beim Erhalt unserer Schule. Für die Gründung unserer Energiegenossenschaft standen die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur, die Thüringer Aufbaubank sowie der Städte- und Gemeindebund mit viel Rat zur Seite. Im Jenaer Abbe-Institut für Stiftungswesen konnten wir uns über den Rat von Prof. Dr. Olaf Werner freuen. Bei beiden Vorhaben möchte ich die besondere Unterstützung der DKB, hier im Besonderen von Klaus-Peter Uth in Erfurt, ausdrücklich hervorheben.”

Reinhard Mascher, Bürgermeister der Gemeinde Herbsleben

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