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Tipps zum Jahreswechsel

Schon wieder ist ein Jahr rum. Das Jahr 2018 steht bereits vor der Tür. Es treten viele Gesetzesänderungen in Kraft, die Auswirkungen auf uns Banken und unsere Kunden haben. Wir haben für Sie einige interessante Themen zusammengestellt, die Sie in den nächsten Monaten erwarten.

Was ändert sich beim Zahlungsverkehr?

Unter dem sperrigen Begriff "PSD2" haben wir Sie bereits im Oktober über die notwendigen Änderungen in unseren Geschäftsbedingungen informiert. Die Zahlungsdiensterichtlinie 2 (auch Payment Service Directive 2, kurz PSD 2) soll unter anderem die Sicherheit im Zahlungsverkehr erhöhen. Sie tritt zum 13. Januar 2018 in Kraft. Für Ihre Kreditkarte entstehen Ihnen daraus zwei Vorteile.

Geringere Haftungsgrenze bei nicht autorisierten Kartenzahlungen

Für Schäden, die in der Zeit zwischen Kartenverlust und Kartensperre auftreten können, gilt eine Selbstbeteiligung. Diese sinkt auf 50 Euro. Für unsere Aktivkunden verzichten wir auch weiterhin auf diese Selbstbeteiligung. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz ist die Haftung jedoch auch künftig nicht beschränkt.

Keine Zusatzgebühr für das Bezahlen mit der Kreditkarte

Viele unsere Kunden haben sich darüber geärgert, dass sie für das Bezahlen mit Kreditkarte eine weitere Gebühr (OPC) an den Händler zahlen sollten. Dies ist insbesondere bei Fluggesellschaften und Reiseportalen verbreitet. Ab 13. Januar ist diese Gebühr nicht mehr gestattet.

Das Ende der iTAN-Liste im Januar 2018?

Auch wenn es oft schon in der Presse zu lesen ist – so ganz stimmt das nicht. Richtig ist, dass das iTAN-Verfahren in die Jahre gekommen ist. Anders als bei unseren Sicherheitsverfahren TAN2go und chipTAN, die wir vor ca. 3 Jahren eingeführt haben, werden hier die TAN noch "vorproduziert" und nicht erst bei Bedarf im Zusammenhang mit Ihrem Auftrag erzeugt. Ihre aktuelle iTAN-Liste werden Sie also wahrscheinlich nicht mehr für immer und ewig, aber auf jeden Fall auch noch über den Januar hinaus nutzen können. Dennoch – vielleicht wollen Sie jetzt schon einmal TAN2go oder chipTAN ausprobieren?

Was ändert sich bei den Steuern?

Steuer-ID wird wichtiger

Kennen Sie schon Ihre Steuer-ID (auch Id-Nummer oder TIN)? Dieser 11-stelligen Nummer werden Sie in Zukunft häufiger begegnen. Grund dafür ist das Steuerumgehungs-Bekämpfungsgesetz (StUmgBG). Banken sind zukünftig verpflichtet, die steuerlichen Identifikationsmarkmale des Kontoinhabers zu erfassen. Unabhängig davon, ob es sich um ein Girokonto, Sparkonto oder Darlehen handelt.

Bei der Steuer-ID handelt es sich um eine persönliche lebenslang gültige Identifikationsnummer. Sie finden sie u.a. auf Ihrem Steuerbescheid oder auf Ihrer Lohnabrechnung.

Der Grundfreibetrag der Einkommensteuer steigt

Der Grundfreibetrag, bis zu dem der Staat keine Steuern auf Einkommen wie Arbeitslohn, Gehalt, Pension oder Mieteinkünfte verlangt, steigt auf 9.000 Euro für Ledige und 18.000 Euro für Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartner.

Kinderfreibetrag erhöht sich

Der Kinderfreibetrag steigt von derzeit 7.356 Euro auf 7.428 Euro – das Kindergeld wird um zwei Euro pro Kind angehoben.

Weniger Papier bei Steuererklärungen

Ab der Steuererklärung für 2017 müssen keine Belege mehr eingereicht werden. Diese können vom Finanzamt nach Bedarf aber angefordert werden. Bereits mit der Steuererklärung eingereichte Belege werden ggf. sogar ungeprüft zurückgesandt und bei Bedarf erneut angefordert.

Sofern Sie in Deutschland unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig sind und im entsprechenden Kalenderjahr Kapitalerträge erwirtschaftet haben, stellen wir Ihnen im ersten Quartal eine Steuerbescheinigung aus. Sie finden Sie in Ihrem Internet-Banking im Postfach im Ordner "Steuerinformationen".

Was sollte ich noch prüfen?

Ist Ihr Freistellungsauftrag noch aktuell?

Mit einem Freistellungsauftrag können Sie Ihre Einkünfte aus Kapitalvermögen vom automatischen Steuerabzug freistellen. Liegt uns kein Freistellungsauftrag vor, ziehen wir automatisch 25% Abgeltungsteuer, 5,5% Solidaritätszuschlag und ggfs. Kirchensteuer von Ihren Kapitalerträgen ab. So einfach richten Sie ihn ein.

Haben Sie Ihre wichtigen Dokumente archiviert?

Übertragen Sie jetzt Ihre Kontoauszüge und Abrechnungen aus 2017 in Ihr Archiv. Dort stehen sie Ihnen unbefristet zur Verfügung. Aus dem  Postfach selbst werden die meisten Dokumente nach 12 Monaten gelöscht.

Unser Tipp für Aktivkunden: Kennen Sie schon den "Tresor"? Dort können Sie persönliche Dokumente wie z. B. wichtige Verträge oder Zeugnisse speichern. Zugriff haben nur Sie - einfach, schnell und von überall.

Stand: 20.12.2017

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