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Was ist eigentlich dein Job?

7 Fragen an Susanne Leiding, Business Development Managerin Retail Banking

Autor*in: Susanne Leiding
Datum: 09.07.2021
Lesedauer: 6 Minuten

Bank ist nur was für Finanzfachleute und BWLer*innen? Ganz und gar nicht! Bei der DKB findest du Menschen aus (fast) allen Disziplinen. Mit spannenden Aufgaben – und nicht selten mit überraschenden Lebensläufen. Wir laden diese Kolleg*innen zum Interview mit DKB Backstage ein und fragen sie für euch: „Was ist eigentlich dein Job?“

 

In welchem Bereich arbeitest du?

Ich arbeite im Bereich Privatkunden und bin dort direkt für die Bereichsleitung tätig. Als Business Development Managerin unterstütze ich bei allen Anliegen und Themen zur strategischen Ausrichtung, Konzeption von (Zukunfts-)Themen und im Change. Ich arbeite - wenn nicht wie aktuell von zu Hause aus – am Hauptsitz der DKB in Berlin-Mitte.

Portraitfoto von Susanne

Was ist deine Aufgabe?

Ich glaube, da muss ich ein wenig ausholen. Das gesamte Bankenumfeld unterliegt ja einem rasanten Wandel. Und auch wenn die DKB im Privatkund*innengeschäft schon seit dem Jahr 2000 eine reine Online-Bank ist, können auch wir noch digitaler werden. Deshalb schaue ich mir, gemeinsam mit anderen Kolleg*innen aus den Facheinheiten, regelmäßig die strategische Ausrichtung an. Aktuelle und künftige Kund*innenbedürfnisse zu betrachten, spielt in meinem Job eine genauso große Rolle, wie Markt- und Trendentwicklungen kontinuierlich im Auge zu behalten. Aus diesen Faktoren werden dann Ableitungen für den Privatkundenbereich getroffen und neue, strategische Richtungen angestoßen – die DKB ist schließlich auf dem Weg zur TechBank.

 

Welche Ausbildung bzw. Berufserfahrung hast du?

Man glaubt es kaum, aber: Angefangen habe ich vor 10 Jahren ganz klassisch mit einer Bankausbildung. Allerdings war das nur bedingt etwas für mich. Danach hat es mich nach London und Frankfurt verschlagen, ich habe im Fernstudium meinen Bachelor in Business (BWL) gemacht und bin in dieser Zeit unter anderem als „Summer Intern“ bei der Deutschen Bank gelandet. Dort bin ich zu meinem Leidenschaftsthema Innovation gekommen: Mit unternehmerischer Weitsicht denken können, an Zukunftsthemen arbeiten und dabei die Kund*innen immer im Blick behalten – das wollte ich beruflich gerne weiterverfolgen. Und so bin ich 2017 dann zunächst als Innovationsmanagerin bei der DKB in Berlin gelandet.

Erzähle uns ein wenig von Aufgaben oder Projekten, an denen du arbeitest.

Ich arbeite sehr nah an unserer Unternehmensstrategie. Aktuell unterstütze ich vor allem die Steuerung und Umsetzung der strategischen Ziele im Bereich Privatkunden. Dabei arbeite ich über mein Team hinaus eng mit Kolleg*innen unterschiedlicher Disziplinen zusammen. Im Detail heißt das: Ich schaue mir gemeinsam mit den jeweils Verantwortlichen diejenigen Themen genauer an, die großes Wachstumspotenzial versprechen. Gerade ist das zum Beispiel unser Kund*innen-werben-Kund*innen Programm. Da steckt echt Musik drin und wir können Prozess und Angebot definitiv noch optimieren.

Ich nehme aber auch Themen, Kanäle oder Partner*innen unter die Lupe, mit denen die DKB in Zukunft ganz neue Richtungen einschlagen könnte. Aktuelles Beispiel: Der Social-Media-Kanal TikTok, für dessen Einführung ich mit einem kleinen Team verantwortlich bin. Wir wollen auch in Zukunft – abseits der klassischen Kanäle – viel Neues ausprobieren und andere Kommunikationswege gehen, darum testen wir Themen und Plattformen, die auf den ersten Blick für eine Bank vielleicht etwas unüblich scheinen. Auf TikTok wollen wir genau das erreichen, was ich schon beschrieben habe: Verstehen, welche Bedürfnisse die junge Zielgruppe im Detail hat. Und wir wollen zeigen, dass Finanzthemen echt Spaß machen können. Aktuell probieren wir noch viel aus, setzen unsere Ideen um und gehen unkonventionelle Wege. Dank unserer Führungskräfte (die übrigens von TikTok total begeistert sind) haben wir großen Gestaltungsspielraum in der Umsetzung auf unserem Kanal dkb_whatthecash.

Das Tolle ist für mich, dass dieses Projekt einfach total gut zu einer meiner großen Leidenschaften passt: Menschen zu ermöglichen, sich – unabhängig vom Stand ihres Bankenwissens – spielerisch und erfolgreich mit relevanten Finanzthemen auseinanderzusetzen. Finanzen sind ein Thema, das uns alle ein Leben lang begleitet. Deshalb macht es mir Spaß, gemeinsam mit meinen Kolleg*innen an verschiedensten Stellen daran zu arbeiten, unseren Kund*innen immer bessere und individuelle Lösungen anzubieten.

Der Anspruch der DKB, #geldverbesserer zu sein, zieht sich dabei durch meinen Arbeitsalltag. So unterstützen wir beispielsweise gemeinsam mit unseren Tech-Teams und in toller Zusammenarbeit mit Ratepay (einem FinTech aus Berlin) regelmäßig die Hacker-School. Diese leistet in Deutschland einen wichtigen Beitrag, um Kinder und Jugendliche für das Programmieren zu begeistern. Das wollen wir natürlich mit vorantreiben und den Tech-Nachwuchs von morgen aktiv fördern. Auch das gehört zur TechBank dazu.

Screenshot eines TikTok- Videos der DKB

Arbeiten oder doch Tanzen? Susanne Leiding in einem TikTok-Video auf dkb_whatthecash

Welche persönlichen Eigenschaften kommen dir bei deinem Job zugute?

Neben meiner Leidenschaft, Menschen für Finanzen begeistern zu wollen? Was meine Persönlichkeit betrifft, würden mich viele wohl als Freigeist und Ideengeberin bezeichnen. Das kommt wohl daher, dass ich eine Person bin, die vieles kontinuierlich hinter- bzw. nachfragt. Das gehört auf der einen Seite natürlich zu meiner Rolle, zeichnet mich als Person aber auch einfach aus.

Ich möchte verstehen und nachvollziehen können, wie Prozesse aktuell laufen oder Produkte angenommen werden. Im 2. Schritt überlege ich dann, wie man diese am besten verändern und vereinfachen kann, um noch besser zu werden und gleichzeitig stets nah an unseren Kund*innen zu bleiben. Das heißt natürlich oft, den Status Quo bewusst zu challengen. Dabei kann ich sehr beharrlich und durchsetzungsstark sein, denn ein erstes „Nein, geht nicht“ oder „Nein, das muss so bleiben“ hinterfrage ich gerne konstruktiv.

Natürlich stößt man damit nicht immer nur auf spontane Begeisterung. Aber auch wenn ich mit Kolleg*innen auf höherer Hierarchiestufe arbeite, spielt das zum Glück erstmal keine große Rolle. Wir kommunizieren alle auf Augenhöhe – und das ist gut so. Der digitale Wandel passiert jetzt. Da sollte einfach jede*r mitmachen können und kontinuierlich den bestehenden Status hinterfragen und verändern wollen und dürfen, wenn es Mehrwerte schafft. In unserem Bereich haben wir z.B. auch eine Art Leitzitat von Adam Grant, welches wir uns immer wieder ins Bewusstsein rufen: „Practice makes perfect, but it doesn’t make new.“ Es geht also immer wieder darum, bewusst und mutig neue Wege zu gehen.

Bei dir hat man oft das Gefühl, dein Tag hat nicht nur 24, sondern 48 Stunden. Du bist z.B. nicht nur bei der DKB tätig, sondern hast nebenbei auch noch dein eigenes Start-Up. Wie bekommst du das übereinander?

Ich kann absolut versichern, dass auch mein Tag nur 24 Stunden hat. Ich weiß auch gar nicht, ob ich 48 Stunden so gut fände. Aber stimmt, ich arbeite parallel an meinem eigenen Herzensprojekt Sondermoment. Für die Möglichkeit, das neben meiner Tätigkeit bei der DKB voranbringen zu können, bin ich sehr dankbar.

Wie bekomme ich das unter einen Hut? Im Grunde geht es letztlich immer um 4 Aspekte: Passion, People & Planning & „do the (hard) work“, also Leidenschaft, Menschen, Planung und harte Arbeit.

Wie oben schon erwähnt, ist Leidenschaft ein großes persönliches Plus in meiner Arbeit. Ohne die Leidenschaft für beide Themen, die Arbeit bei der DKB und mein Start-Up, ginge rein gar nichts.

Definitiv ein großer Faktor sind aber auch die Menschen in beiden Unternehmen. In der DKB sind das zahlreiche Kolleg*innen in unterschiedlichen Teams. Und allen vorweg auch meine Führungskraft, die mich unterstützt – wir sind gut eingespielt und haben neben festen Jour-Fixe-Terminen klare und direkte Kommunikationswege vereinbart. Danke an dieser Stelle! Und in meinem Start-Up ist das vor allem mein Mitgründer (der gleichzeitig auch mein Freund ist) und unser kleines Team.

Und: Bei mir geht nichts ohne gute Planung. Ich starte nie ohne genauen Plan in die Woche. Mein Kalender ist sehr strukturiert und in verschiedene Blöcke aufgeteilt. Alles, wirklich alles, was da nicht reinpasst, wird in Erinnerungen gepackt. Im privaten Umfeld wirkt das vielleicht manchmal etwas freaky, hilft mir aber total, alle Themen auf dem Schirm zu haben. Ich bin einer der Menschen, die ohne Laptop und Smartphone leider komplett aufgeschmissen sind. :)

Was am Ende aber immer steht: Harte Arbeit, denn ohne die geht es halt nicht. Wenn das Ergebnis dann trotzdem so leicht und luftig ausfällt wie unsere TikTok-Videos, freut mich das umso mehr.

Auf welche Erfahrung, Geschichte, welches Projekt, Erlebnis oder welche Aufgabe bei der DKB bist du besonders stolz?

Du bist immer nur so erfolgreich, wie die Menschen um dich herum. Dabei ist es egal, ob du dein direktes Umfeld, die Kolleg*innen in deinem Team oder dein eigenes Netzwerk betrachtest. Ich werde in allen drei Bereichen unterstützt und davon profitiere ich. Stolz ist in diesem Falle vielleicht nicht das richtige Wort, es ist vielmehr eine Erkenntnis. Ich schätze das einfach sehr.

Susanne widmet sich mittlerweile voll und ganz ihrem eigenen Start-Up. Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit, liebe Susanne - schade, dass deine Zeit bei der DKB schon vorbei ist. Alles Gute und viel Erfolg auf deinen neuen, alten Wegen. :)


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