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Das Start-up der Solarbranche

23 Jahre ist es her, da tüftelten zwei Studenten in einer Garage herum: Karl-Heinz Remmers und Kay Neubert. Die technikbegeisterten, jungen Männer entwickelten und installierten Solaranlagen. Schnell hatten Sie damit so großen Erfolg, dass sie nur 6 Jahre später die Solarpraxis AG gründeten - zunächst mit nur einer Mitarbeiterin. Heute beschäftigt das Unternehmen 50 Angestellte und gehört zu den führenden Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen in der Branche der erneuerbaren Energien.

In den 1990er Jahren steckte der Einsatz von Photovoltaikanlagen noch in den Kinderschuhen, denn ursprünglich wurden die Anlagen, die Lichtenergie direkt in elektrische Energie umwandeln, hauptsächlich außerirdisch in der Satellitentechnik genutzt. Unternehmen, die sich mit dieser Technologie befassten, waren auf lokale Förderprogramme angewiesen. Zu ineffizient und teuer waren die PV-Anlagen im Vergleich zu Kohle- und Atomenergie. Nur wenige glaubten an die Zukunft dieser Technik. Die Energiewende galt in den 90ern ohnehin nur als grüne Träumerei. Dipl.-Ing. Karl-Heinz Remmers erkannte schon damals das Potenzial von Solarstrom und verfolgte fortan das Ziel, Solartechnik in großen Stückzahlen zu produzieren und für jeden erschwinglich zu machen. Damit setzte er sich nicht nur für ein gesundes Klima ein, sondern sorgte auch für die Ablösung der Atomkraft.

Die Erfolgsgeschichte von Karl-Heinz Remmers begann im eigenen Kinderzimmer: Als 15-Jähriger entwickelte er ein Computerprogramm für die Verwaltung von Schallplatten und verdiente damit sein erstes Geld. Schon damals träumte er davon, Ingenieur zu werden und studierte Energietechnik an der TU Berlin. Hier traf er Kay Neubert, der den Enthusiasmus für Klimaschutz, erneuerbare Energien und Technik mit ihm teilte. Wenn die Beiden nicht an Solaranlagen bastelten, schrieb Remmers Fachartikel für die Zeitschrift „Sonne, Wind und Wärme“, die in der Rubrik „Solarpraxis“ veröffentlicht wurden. Unter gleichem Namen gründeten die beiden Studenten 1998 die Solarpraxis AG. Die Regierung machte der Unternehmung den Anfang nicht leicht, immer wieder wurde die gesetzliche Unterstützung für Solarenergie und PV-Anlagen infrage gestellt. Man glaubte nicht daran, dass diese Technologie mit wachsenden Stückzahlen günstiger würde. Eine bedeutende Wende für die Branche brachte das Erneuerbare- Energien- Gesetz im Jahr 2000: Eine Vergütung von 99 Pfennig für 1 kWh Solarstrom wurde darin festgelegt. Die Kosten für Solarstrom wurden niedriger und der Weg zum weltweiten Massenmarkt geebnet. Ohne das EEG, so Remmers, wäre Solarenergie ein Nischenprodukt geblieben. Aber auch nach fast 25 Jahren bleibt es spannend: "Viele vergleichen den heutigen Stand der PV-Technik mit dem Ford T Modell der Autoindustrie vor fast 100 Jahren. Die Technik verändert sich rasant", erklärt Remmers. Heute ist sich der Diplomingenieur sicher, dass die Kosten für 1 kWh elektrischen Strom aus PV in den kommenden 5 bis 10 Jahren nochmals um 50 Prozent sinken werden. Mit der Unternehmensphilosophie „Wir investieren in Innovation“ agieren Dipl.-Ing. Karl-Heinz Remmers und sein buntes Team aus Ingenieuren, Redakteuren, Veranstaltungsmanagern, Vertrieblern und Organisationstalenten heute weltweit. Es ist spannend zu sehen, wie aus einer Garagenfirma zweier Studenten ein weltmarktprägendes Unternehmen wurde. Wir sind gespannt auf die nächsten Meilensteine der Solarenergie.

“Die Unterstützung der DKB hat deutlich dazu beigetragen, in Deutschland umweltfreundlichen Strom zu niedrigeren Kosten zu produzieren. Durch die Bereitstellung der Finanzierung konnten wir die Entwicklung der Photovoltaik massiv voranbringen und viele unserer Visionen zum Schutz des Klimas schneller umsetzen als zu Beginn erträumt.”

Dipl.-Ing. Karl-Heinz Remmers, Vorstand der Solarpraxis AG

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