• Ergebnis vor Steuern steigt im Vergleich zum Vorjahreswert um knapp 19 Prozent auf rund 667 Mio. EUR

  • Zinsüberschuss wächst um rund 25 Prozent auf erstmals 1.077,2 Mio. EUR im Halbjahr (Vorjahreshalbjahr: 863,3 Mio. EUR)

  • Profitabilität weiter verbessert: Cost Income Ratio sinkt auf 33,8 Prozent, Return on Equity steigt auf 23,6 Prozent

  • Wertpapiergeschäft mit starkem Push: 929.000 Depots und 44,6 Mrd. EUR Depotvolumen – provisionspflichtige Trades steigen um 13,6 Prozent

  • Baufinanzierungsabschlüsse steigen um 22,4 Prozent, Kartenzahlungsvolumen im Privatkundengeschäft um 10 Prozent erhöht, steigende Neukreditvergabe bei Geschäftskunden

  • Jahresprognose bestätigt: DKB erwartet weiterhin Ergebnis vor Steuern von 1 Mrd. EUR

Berlin, 20.08. 2026 – Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) setzt ihren profitablen Wachstumskurs fort. Trotz anhaltend schwacher Konjunkturlage, geopolitischer Spannungen und volatiler Finanzmärkte erzielte die DKB im ersten Halbjahr 2026 ein Ergebnis vor Steuern von 666,9 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 562,1 Mio. EUR entspricht das einem Plus von knapp 19 Prozent.

Wachstumstreiber war insbesondere der Zinsüberschuss: Er erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens und des wieder anziehenden Zinsniveaus um rund 25 Prozent auf 1,077 Mrd. EUR.

Gleichzeitig verbesserte sich die Cost Income Ratio von 37,2 auf 33,8 Prozent. Der Return on Equity stieg von 21,2 auf 23,6 Prozent. Auch das Kundengeschäft legte weiter zu. Die Forderungen gegenüber Privat- und Geschäftskund*innen stiegen seit Jahresende 2025 um 2,2 Mrd. EUR auf 111,6 Mrd. EUR. Die Kundeneinlagen erhöhten sich ebenfalls um 2,2 Mrd. EUR auf 100,1 Mrd. EUR.

Dr. Sven Deglow, CEO der DKB: „Unser Halbjahresergebnis zeigt, dass wir auch in einem anspruchsvollen Umfeld profitabel wachsen und gleichzeitig die DKB konsequent weiterentwickeln. Die DKB agiert aus einer Position der Stärke heraus. Wir wollen den Markt aktiv mitgestalten – mit einem deutlich stärkeren Wertpapiergeschäft, konsequentem KI-Einsatz und unserer führenden Finanzierungskompetenz in zentralen Zukunftsbranchen. Unsere Strategie wird gelebt – unsere Wachstumsagenda zeigt sich in unseren Ergebnissen. Wir wollen für unsere Kund*innen als Hausbank noch relevanter bei ihren Finanzentscheidungen werden, schneller skalieren und unsere Expertise konsequent in neues Geschäft übersetzen.“

Jan Walther, CFO der DKB: „Wir zeigen, dass Wachstum, Effizienz und Risikodisziplin gleichzeitig möglich sind. Die DKB hat sich finanziell in eine Position gebracht, in der wir nicht zwischen Wachstum und Effizienz wählen müssen. Mit 666,9 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern, einem Zinsüberschuss von mehr als einer Milliarde Euro und einer Cost Income Ratio von 33,8 Prozent zeigt die DKB eine sehr starke operative Entwicklung. Gleichzeitig tragen wir den erhöhten Risiken des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes durch eine risikobewusst dimensionierte Risikovorsorge Rechnung. Diese Kombination aus Ertragsstärke, Wachstum und konservativem Risikomanagement gibt uns eine robuste Basis für das Gesamtjahr. Unsere Prognose eines Vorsteuerergebnisses von einer Milliarde Euro bestätigen wir.“

Starke Ertragsbasis bei weiterhin konservativer Risikopolitik

Das Risikoergebnis lag angesichts des herausfordernden konjunkturellen Umfelds bei -83,1 Mio. EUR nach -53,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Wesentlicher Treiber war eine höhere Risikovorsorge im Geschäftskundensegment, unter anderem für Einzelengagements. Mit einem Post Model Adjustment von insgesamt 165,3 Mio. EUR trägt die DKB möglichen Kreditausfällen aus dem unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfeld zusätzlich Rechnung.

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich planmäßig auf 387,9 Mio. EUR. Ausschlaggebend waren vor allem Investitionen in das weitere Geschäftswachstum sowie Tarifanpassungen.

Privatkunden: Wertpapiergeschäft wird ab 2027 zum zweiten Ankerprodukt

Im Privatkundengeschäft setzt die DKB stärker auf Hauptbankbeziehungen, Wertpapiergeschäft und eine höhere Nutzung ihrer Produkte und Services. Zur Jahresmitte betreut die Bank rund 5,5 Millionen Privatkund*innen. Der erwartete Rückgang gegenüber Jahresende 2025 resultiert aus den beendeten Co-Branding-Kreditkartenpartnerschaften; bereinigt um diese Portfolios verzeichnete die DKB ein leichtes Kundenwachstum.

Besonders dynamisch entwickelte sich das Wertpapiergeschäft. Die Zahl der Depots stieg auf 929.000, das Depotvolumen erreichte 44,6 Mrd. EUR. Die Zahl der provisionspflichtigen Trades erhöhte sich um 13,6 Prozent.

Beim Junior-Depot verzeichneten wir 8,7 Prozent Wachstum im Vergleich zum Halbjahr zuvor. Die Anzahl der Sparplanausführungen lag im ersten Halbjahr 2026 8,9 Prozent über dem Niveau des zweiten Halbjahres 2025. Bei ETF-Sparplänen betrug das Plus 9,3 Prozent. Mit einer neuen Brokerage-Infrastruktur, die im Jahr 2027 für alle Kund*innen bereitgestellt wird, schafft die DKB die Basis für Echtzeitverarbeitung, Bruchstückhandel, neue Depotlogiken und attraktive Preismodelle.

Ziel ist es, die Zahl der Depots von heute rund 929.000 perspektivisch auf über zwei Millionen zu steigern. Das Wertpapiergeschäft wird damit zum strukturellen Wachstumstreiber und zweiten Ankerprodukt neben dem Girokonto.

Gleichzeitig entwickelt die DKB im Rahmen der Unternehmensstrategie „DKB 2030“ ein modulares Konto- und Kartenangebot, das Produkte flexibel kombinierbar macht und neue Zielgruppen erschließen soll. Durch datenbasierte Personalisierung, KI-gestützte Services und gezieltes Cross-Selling soll der Wert pro Kunde nachhaltig gesteigert werden.

Seit Jahresbeginn 2026 hat die DKB die App in mehreren Bereichen gezielt verbessert: Kund*innen erhalten mehr Transparenz bei Echtzeitüberweisungen und können terminierte Sofortüberweisungen flexibler verwalten. Im Kreditbereich sorgen zusätzliche Hinweise für mehr Orientierung, zum Beispiel bei überfälligen Beträgen oder fehlenden Lastschriftmandaten. Auch im Wertpapiergeschäft stärken wir Transparenz und Risikobewusstsein, u. a. durch ergänzende Hinweise bei besonders risikobehafteten Produkten wie Turbo-Zertifikaten.

Parallel baut die Bank den Einsatz künstlicher Intelligenz weiter aus. Der bereits breit eingesetzte Digital Agent automatisiert standardisierte Serviceanliegen; KI-basierte Dokumentenerkennung beschleunigt zudem Kreditprozesse. Im Rahmen von „DKB 2030“ soll KI verstärkt in Produkte, Services und interne Abläufe integriert werden.

Die Leistungsfähigkeit des Digital Agents wurde sowohl durch interne Kennzahlen als auch extern durch einen unabhängigen Vergleich mit anderen Banken bestätigt: Seit der Vollskalierung sind die Kontaktzahlen signifikant gesunken und die Kundenzufriedenheitswerte mit der neuen Architektur des KI-Supports gestiegen. In einem im März 2026 veröffentlichten Vergleich von KI-Chatbots im Bankenumfeld erreichte die DKB den geteilten ersten Platz. Besonders positiv hervorgehoben wurden die Qualität der Antworten bei konkreten Kundenanliegen, die verständliche Orientierung im Prozess sowie die direkte Nutzbarkeit ohne Login-Pflicht. Zugleich zeigt der Vergleich, dass KI-gestützter Support im Bankensektor insgesamt noch ein hohes Entwicklungspotenzial hat. Die erreichte Position wird die DKB weiter ausbauen, ohne dabei Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und regulatorische Konformität aus dem Blick zu verlieren. Anspruch ist es, KI dort einzusetzen, wo sie für Kund*innen, Mitarbeitende und die Bank einen klaren Mehrwert schafft.

Auch im Zahlungsverkehr steigt die Nutzung: Im ersten Halbjahr 2026 legte das Volumen der Kartenzahlungen insgesamt um 10 Prozent zu. Besonders dynamisch entwickelt sich die Debitkarte mit 13 Prozent mehr Einsätzen, während die Kreditkartenzahlungen um 8 Prozent zugenommen haben. Trotz geopolitischer Herausforderungen sind die Auslandstransaktionen beider Karten um 13 Prozent gestiegen.

Das Aktivgeschäft mit den Hauptprodukten Baufinanzierung und Privatdarlehen entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 trotz eines herausfordernden Marktumfelds solide und weitgehend stabil. Mit einem Neugeschäftsvolumen von 2,9 Mrd. EUR bewegen wir uns auf dem Niveau des Vorhalbjahreszeitraums (2,9 Mrd. EUR) und bestätigen damit die kontinuierliche Nachfrage im Kreditgeschäft. Dennoch blieb das Marktumfeld anspruchsvoll. Im ersten Halbjahr konnten wir eine zurückhaltendere Nachfrage bei Privatdarlehen verzeichnen. Das Neugeschäft bei der Vergabe von Privatdarlehen lag daher unter dem des Vorjahresniveaus.

Die Abschlüsse neuer Baufinanzierungen entwickelten sich positiv (22,4 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr). Erfreulich ist hierbei vor allem die stabile Entwicklung der Grünen Baufinanzierung. Mit langfristiger Zinssicherheit von bis zu 30 Jahren und einem klaren Fokus auf Energieeffizienz und Klimaschutz leistet die DKB nicht nur einen substanziellen Beitrag zur Erreichung unserer Umwelt-Sozial-und-Governance-(ESG-) Ziele, sondern verzeichnen weiterhin einen konstant hohen Anteil am Neugeschäft.

Geschäftskunden: Energiewende und Infrastruktur treiben Kreditwachstum

Die Reform des Gebäudeenergiegesetzes, die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die Umsetzung der Krankenhausreform und die Initiativen zur Stabilisierung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung haben spürbaren Einfluss auf die Geschäftskonzepte zentraler DKB-Kundengruppen. Die laufenden Diskussionen oder ausstehende politische Entscheidungen führten in einigen unserer Kundengruppen tendenziell zu Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen.

Unabhängig davon ist die Neukreditvergabe im Segment Geschäftskunden im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gestiegen. Wesentlichen Anteil am Neugeschäft hatten Finanzierungen von Windenergieanlagen und Energie-Infrastrukturvorhaben.

Das Forderungsvolumen im Segment erhöhte sich seit Jahresende von 83,0 (Vorjahreswert) auf 84,4 Mrd. EUR.

Wesentliche Treiber der Entwicklung waren die Kundengruppen New Energies sowie Energie und Versorgung. Die Kundeneinlagen sind mit 23,1 Mrd. EUR nahezu konstant (31. Dezember 2025: 23,2 Mrd. EUR).

Besonders dynamisch entwickelten sich die Kundengruppen New Energies sowie Energie und Versorgung. Allein bei New Energies stieg das Forderungsvolumen von 14,6 (Vorjahreswert) auf 15,4 Mrd. EUR. Die DKB sieht auch im zweiten Halbjahr erheblichen Finanzierungsbedarf für erneuerbare Energieerzeugung, Netzinfrastruktur sowie Wohnungsbau und -sanierung. Eine spezifische Ergebnisentwicklungen aller Kundengruppen ist im Geschäftsbericht enthalten.

Die Digitalisierung des Geschäftskundengeschäfts schreitet ebenfalls voran. Im ersten Halbjahr startete unter anderem eine vollständig digitale Antragsstrecke für Anlageprodukte. Zudem wurden erste Funktionalitäten der neuen Verwalterplattform ausgerollt und Prozesse in der Kreditüberwachung weiter automatisiert. Zur Erweiterung der Ertragsbasis plant die DKB einen signifikanten Ausbau ihrer Position im Zahlungsverkehr und bei der Geldanlage der Geschäftskund*innen an. Zudem wird eine neue Kundengruppe mit Klein- und Kleinstunternehmen durch digitale und skalierbare Konto- und Kreditprodukte erschlossen.

Refinanzierung breit aufgestellt – hohe Liquiditäts- und Kapitalausstattung

Auch am Kapitalmarkt stärkte die DKB ihre Refinanzierungsbasis. Im Januar platzierte sie ihren ersten Jumbo-Pfandbrief seit 20 Jahren mit einem Volumen von 1 Mrd. EUR. Das finale Orderbuch erreichte 4,4 Mrd. EUR. Zusätzlich nahm die Bank im zweiten Quartal 200 Mio. EUR AT1-Kapital auf. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag zum Halbjahresende bei 19,88 Prozent. Auch die Liquiditätskennziffern blieben mit einer LCR von 190 Prozent und einer NSFR von 138 Prozent deutlich oberhalb der regulatorischen Mindestanforderungen.

Ausblick: Ergebnisprognose bestätigt

Für das Gesamtjahr hält die DKB an ihrer Ergebnisprognose fest und erwartet weiterhin ein Ergebnis vor Steuern von 1 Mrd. EUR. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und des wieder ansteigenden Zinsniveaus wird der Zinsüberschuss nun mindestens moderat über dem Vorjahreswert erwartet. Gleichzeitig sieht die Bank Chancen, ihre Ergebnisprognosen im weiteren Jahresverlauf zu übertreffen. Im zweiten Halbjahr soll das Kreditvolumen insbesondere durch Investitionen in erneuerbare Energien, Netzinfrastruktur sowie Wohnungsbau und -sanierung weiter wachsen. Im Privatkundengeschäft stehen der Ausbau des Wertpapierangebots, die stärkere Verzahnung von Konto, Karte und Depot sowie der weitere Einsatz von KI und datenbasierter Personalisierung im Fokus.

Der Halbjahresfinanzbericht 2026 ist abrufbar unter: https://dok.dkb.de/pdf/gb_2026_halbjahr.pdf

Über die DKB

Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) mit Hauptsitz in Berlin gehört zu den großen Kreditinstituten Deutschlands und ist eine hundertprozentige Tochter der BayernLB. Die DKB betreut rund 5,5 Millionen Privatkund*innen und ist als Finanzierungspartnerin auf ausgewählte Zukunftsbranchen wie Wohnen, Gesundheit, Pflege, Bildung, Landwirtschaft, Energie und Versorgung sowie erneuerbare Energien spezialisiert. Zum 30. Juni 2026 betrug die Bilanzsumme des DKB-Konzerns rund 139,5 Mrd. EUR.

Pressekontakt Deutsche Kreditbank AG (DKB)

Tobias Campino-Spaeing - Pressesprecher E-Mail: presse@dkb.de