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Finanz-News im September

Im September gibt es einige Änderungen, die für deinen Alltag und dein Geld wichtig sein können. Neue Regeln sollen für mehr Klarheit beim Einkaufen sorgen. Beschäftigte in der Zeitarbeit bekommen einen höheren Mindestlohn. Und für viele junge Menschen beginnt mit der Ausbildung ein neuer finanzieller Lebensabschnitt.

August 2026

Das Wichtigste in Kürze:

  • Strengere Regeln für Umweltwerbung: Ab dem 27. September gelten neue Vorgaben für Begriffe wie „grün“, „umweltfreundlich“ oder „öko“. Unternehmen dürfen solche Aussagen nicht einfach ohne ausreichenden Nachweis verwenden.

  • Neue Hinweise zu Garantie und Gewährleistung: Ab dem 27. September gibt es neue Hinweise beim Einkaufen. Sie sollen dir zeigen, welche Rechte du hast, wenn ein Produkt einen Mangel hat – und welche zusätzliche Garantie der Hersteller bietet.

  • Mehr Geld in der Zeitarbeit: Ab dem 1. September steigt die Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit von 14,96 Euro auf 15,33 Euro brutto pro Stunde.

  • Neue Möglichkeiten bei der Steuerberatung: Ab dem 1. September gelten neue Regeln. Sie sollen es in einigen Fällen einfacher machen, Hilfe bei Steuerfragen zu bekommen.

  • Start ins Berufsleben: Für viele junge Menschen beginnt im September die Ausbildung oder ein duales Studium. Mit dem ersten regelmäßigen Gehalt lohnt es sich, die eigenen Finanzen von Anfang an gut zu organisieren.

Strengere Regeln gegen Greenwashing

„Grün“, „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“: Solche Begriffe findest du auf vielen Produkten und in der Werbung. Doch oft ist nicht klar, was genau dahintersteckt.
Ab dem 27. September gelten deshalb strengere Regeln. Unternehmen dürfen allgemeine Aussagen wie „umweltfreundlich“ oder „öko“ nicht einfach verwenden. Sie müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen und ihre Aussagen belegen können.
Auch irreführende Aussagen werden stärker eingeschränkt. Ein Unternehmen darf zum Beispiel nicht den Eindruck erwecken, dass ein ganzes Produkt besonders umweltfreundlich ist, wenn das nur für einen Teil des Produkts gilt.
Für Nachhaltigkeitssiegel gelten ebenfalls strengere Regeln. Eigene Siegel von Unternehmen ohne ausreichende Prüfung sollen dadurch verschwinden.

Was bedeutet das für dich?

Umweltversprechen sollen verlässlicher werden. Trotzdem lohnt es sich, beim Einkaufen genau hinzusehen. Achte darauf, was ein Unternehmen konkret verspricht und ob es dafür einen nachvollziehbaren Nachweis gibt. Bekannte Kennzeichnungen wie der Blaue Engel oder das EU Ecolabel können dir bei der Orientierung helfen.

Neue Kennzeichnungen beim Einkaufen

Was ist der Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie? Das ist nicht immer leicht zu erkennen. Neue EU-Kennzeichnungen sollen hier für mehr Klarheit sorgen.
Ab dem 27. September gibt es einen einheitlichen Hinweis auf die gesetzliche Gewährleistung. Er soll dir beim Einkauf besser zeigen, welche Rechte du hast, wenn ein Produkt mangelhaft ist.
Zusätzlich kann dir das neue GARAN-Label begegnen. Es zeigt dir, wenn der Hersteller für das gesamte Produkt eine kostenlose Haltbarkeitsgarantie von mehr als zwei Jahren anbietet.

Gut zu wissen:

Gewährleistung und Garantie sind nicht dasselbe. Wenn ein Produkt einen Mangel hat, hast du gesetzliche Rechte gegenüber dem Verkäufer. Bei Waren gilt die gesetzliche Gewährleistung in Deutschland grundsätzlich zwei Jahre.

Eine Garantie ist dagegen eine zusätzliche, freiwillige Leistung. Was sie genau abdeckt und wie lange sie gilt, steht in den Garantiebedingungen.

Die neuen Hinweise sollen dir helfen, beides leichter auseinanderzuhalten. Sie gelten beim Einkauf im Geschäft und online.

Mehr Geld in der Zeitarbeit

Arbeitest du in der Zeitarbeit? Dann kann sich ab September etwas auf deinem Gehaltszettel ändern.
Ab dem 1. September steigt die Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit. Sie erhöht sich von 14,96 Euro auf 15,33 Euro brutto pro Stunde. Die Lohnuntergrenze gilt bundesweit.

Was bedeutet das für dich?

Wirst du bisher nach der niedrigeren Lohnuntergrenze bezahlt, muss dein Stundenlohn ab September steigen. Du musst die Erhöhung nicht selbst beantragen.

Einfachere Hilfe bei Steuerfragen

Ab dem 1. September gelten neue Regeln für die Steuerberatung. Sie sollen es in einigen Fällen einfacher machen, Unterstützung bei Steuerfragen zu bekommen.
Neu ist zum Beispiel: Studierende dürfen an Hochschulen unter Anleitung kostenlose Hilfe bei Steuerfragen anbieten. Dabei werden sie von qualifizierten Fachleuten begleitet.
Auch Lohnsteuerhilfevereine dürfen künftig in weiteren Fällen beraten.

Was bedeutet das für dich?

An deinen Steuern selbst ändert sich dadurch nichts. Die neuen Regeln können aber dafür sorgen, dass du leichter Hilfe bei Steuerfragen bekommst.

Ausbildungsstart: So planst du dein erstes Gehalt

Für viele junge Menschen beginnt im September die Ausbildung oder ein duales Studium. Damit kommt oft auch das erste regelmäßige eigene Gehalt.
Für deine Planung ist zunächst wichtig, wie viel Geld tatsächlich auf deinem Konto ankommt. Denn von deinem Bruttogehalt werden zum Beispiel Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung abgezogen. Was danach übrig bleibt, ist dein Nettogehalt.
Schau dir dann an, welche festen Kosten du jeden Monat hast. Dazu können zum Beispiel Miete, Fahrtkosten oder dein Handyvertrag gehören. Wenn es für dich möglich ist, kannst du außerdem regelmäßig einen kleinen Betrag zurücklegen. So baust du nach und nach eine Rücklage für unerwartete Ausgaben auf.
Es lohnt sich auch, bei deinem Ausbildungsbetrieb nach zusätzlichen Leistungen zu fragen. Manche Arbeitgeber bieten zum Beispiel Fahrtkostenzuschüsse oder vermögenswirksame Leistungen an.

Gut zu wissen:

Mit dem Ausbildungsstart können sich auch bei anderen Geldthemen Fragen ergeben: Bekommst du weiterhin Kindergeld? Wie bist du krankenversichert? Welche Versicherungen brauchst du wirklich? Und lohnt sich eine Steuererklärung?

Es lohnt sich, diese Fragen einmal in Ruhe zu prüfen. So weißt du, was dir zusteht und welche Ausgaben wirklich nötig sind.

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