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Ordertypen erklärt: Market, Limit, Stop & mehr

Beim Kauf und Verkauf von Aktien oder ETFs entscheidet der richtige Ordertyp darüber, zu welchem Preis und unter welchen Bedingungen dein Auftrag ausgeführt wird. Ob du schnell handeln, einen bestimmten Preis sichern oder Verluste begrenzen möchtest: Für jedes Ziel gibt es den passenden Ordertyp. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Orderarten es gibt und wann du sie am besten einsetzt.

September 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Der richtige Ordertyp beeinflusst, unter welchen Bedingungen dein Auftrag ausgeführt wird.

  • Es gibt Ordertypen für Anfänger*innen wie Market-Order, Limit-Order und Stop-Order, aber auch komplexere, die sich an Fortgeschrittene richten.

  • Neben dem Ordertyp ist auch die Gültigkeit einer Order entscheidend. Diese kann je nach Handelsplatz und Broker von tagesgültig über ein bestimmtes Datum bis hin zu einer Gültigkeit bis zur Ausführung oder Stornierung reichen.

Was sind Ordertypen und warum sind sie wichtig?

Ordertypen sind verschiedene Auftragsarten, mit denen du festlegst, wie deine Kauf- oder Verkaufsorder an der Börse ausgeführt werden soll. Das ist unabhängig davon, ob es sich dabei um eine Einzelaktie oder einen ETF handelt. Die Ordertypen bestimmen, ob du sofort zum aktuellen Kurs handelst oder erst bei einem bestimmten Preisniveau.
Mit den passenden Ordertypen kannst du Preisgrenzen festlegen, Verlustrisiken steuern oder Gewinnmitnahmen vorbereiten. Eine Ausführung oder ein bestimmter Kurs kann jedoch nicht immer sichergestellt werden.
Für Einsteiger*innen reichen oft die drei Basis-Ordertypen: Market, Limit und Stop. Fortgeschrittene Anleger*innen nutzen zusätzlich intelligente Ordertypen wie Stop-Limit, Trailing-Stop oder OCO-Orders für komplexere Handelsstrategien.

Welche Ordertypen gibt es für den Einstieg?

Die drei grundlegenden Ordertypen – Market, Limit und Stop – decken die wichtigsten Handelssituationen ab. Diese Orderarten stehen dir auch im DKB-Depot zur Verfügung und bilden die Basis für dein Trading – perfekt für Einsteiger*innen.

1. Market-Order (unlimitiert)

Eine Market-Order ist ein Kauf- oder Verkaufsauftrag ohne Preislimit, der sofort zum nächsten verfügbaren Marktpreis ausgeführt wird. Die Market-Order zielt auf eine möglichst schnelle Ausführung mit hoher Ausführungswahrscheinlichkeit – nicht auf einen bestimmten Preis.
Der Ordertyp ist ein Ausführungsinstrument, entscheidet aber nicht direkt über Anlageerfolg. Der hängt primär von Wertpapierauswahl, Anlagestrategie, Kosten, Risiko, Timing und Marktentwicklung ab. Kritischer Punkt: „garantierte Ausführung“ ist fachlich falsch bzw. zu stark. Fachlich besser: Die Market-Order zielt auf eine möglichst schnelle Ausführung mit hoher Ausführungswahrscheinlichkeit – nicht auf einen bestimmten Preis.

Market-Order: „Billigst“ vs. „Bestens“

Die Namen beschreiben jeweils das Beste – aus deiner Sicht:
  • Billigst (beim Kauf):

Du sagst der Börse: „Ich will diese Aktie jetzt kaufen – zum niedrigsten Preis, den gerade jemand verlangt.“ Du nimmst also das günstigste Verkaufsangebot an, das im Moment verfügbar ist.
  • Bestens (beim Verkauf):

Du sagst der Börse: „Ich will diese Aktie jetzt verkaufen – an denjenigen, der am meisten dafür zahlt.“ Du nimmst also das höchste Kaufangebot an, das gerade vorliegt.
Wichtig: „Billigst“ bedeutet nicht, dass du einen besonders günstigen Preis bekommst. Es bedeutet nur, dass du den günstigsten gerade verfügbaren Preis akzeptierst – der kann in volatilen Märkten auch deutlich höher liegen als erwartet.

Wann setzt du eine Market-Order ein?

Eine Market-Order eignet sich besonders für drei typische Szenarien:
1. Es handelt sich um liquide Wertpapiere mit engen Spreads
Liquide Wertpapiere werden ständig in großen Mengen gehandelt. Dazu zählen etwa DAX-Aktien großer Unternehmen. Bei diesen Titeln liegen Kauf- und Verkaufskurs (der sogenannte Spread oder die Geld-Brief-Spanne) oft nur wenige Cent auseinander. Das bedeutet für dich: Der Preis, den du bei einer Market-Order erhältst, weicht kaum vom angezeigten Kurs ab. Du gehst also nur ein geringes Risiko ein, deutlich mehr zu zahlen oder weniger zu erhalten als erwartet. Als Faustregel kannst du dir merken: Je höher das Handelsvolumen eines Wertpapiers, desto unbedenklicher ist eine Market-Order.
2. Dir ist Schnelligkeit wichtiger als der exakte Preis
Manchmal zählt vor allem, dass du überhaupt in den Markt kommst – oder schnell wieder raus. Das gilt etwa, wenn du eine Chance nutzen willst, bevor sie verstreicht. Oder wenn du eine Aktie oder einen ETF auflösen möchtest, weil sich deine Einschätzung dazu geändert hat. Mit einer Market-Order sorgst du dafür, dass dein Auftrag so schnell wie möglich ausgeführt wird. Frag dich also: Ist es mir wichtig, die Gelegenheit nicht zu verpassen – auch, wenn ich dafür einen schlechteren Preis bekomme? Wenn das auf dich zutrifft, ist die Market-Order die richtige Wahl.
3. Die Nachrichtenlage erfordert sofortiges Handeln
Unternehmensnachrichten, Quartalszahlen oder politische Ereignisse bewegen Kurse oft innerhalb von Minuten. Wenn du auf solche Entwicklungen schnell reagieren willst, bleibt keine Zeit für ein ausgeklügeltes Limit. Auch hier ist eine Market-Order der richtige Ordertyp für dich. Aber Achtung: Vor allem bei Nachrichten schwanken Kurse stark. Der Ausführungspreis deiner Market-Order weicht dann möglicherweise deutlich vom zuletzt gesehenen Kurs ab. Wäge ab, ob dir die Schnelligkeit dieses Risiko wert ist.

Vorteile & Risiken der Market-Order

Pro

  • Schnelle Ausführung: Dein Auftrag wird in der Regel sofort ausgeführt, sobald er die Börse erreicht. So kannst du sicher sein, dass dein Kauf oder Verkauf tatsächlich erfolgt.
  • Einfache Handhabung: Du gibst einfach die gewünschte Stückzahl ein und bestätigst den Auftrag. Es sind keine weiteren Überlegungen zu Limits oder Stop-Kursen nötig.
  • Zuverlässigkeit: Bei liquiden Titeln wie DAX-Aktien gibt es meist genügend Kauf- und Verkaufsangebote. Dadurch liegt dein Ausführungspreis in der Regel nah am angezeigten Kurs.

Contra

  • Keine Preisgarantie: Der tatsächliche Ausführungspreis kann vom angezeigten Kurs abweichen, da sich Kurse innerhalb von Sekunden verändern können. Der Ausführungspreis kann dadurch im Voraus unbekannt sein.
  • Risiko bei starken Kursschwankungen: In volatilen Märkten können die Abweichungen größer ausfallen. Du kaufst dann möglicherweise teurer oder verkaufst günstiger als erwartet.
  • Risiko bei illiquiden Wertpapieren: Bei selten gehandelten Wertpapieren gibt es wenige Kauf- und Verkaufsangebote. Deine Market-Order greift auf das nächste verfügbare Angebot zurück, wodurch du eventuell einen höheren Preis zahlst oder unter Wert verkaufst.
Tipp: Eine Market-Order ist ein zuverlässiges Werkzeug für schnelle Transaktionen bei gängigen Wertpapieren. Bei volatilen oder wenig gehandelten Titeln solltest du jedoch vorsichtig sein und eine Limit-Order in Betracht ziehen.

2. Limit-Order

Eine Limit-Order ist ein Auftrag mit festgelegtem Höchst- oder Mindestpreis. Der Ordertyp „Limit“ stellt sicher, dass du nie mehr zahlst oder weniger erhältst als festgelegt. Die Ausführung erfolgt also nur, wenn der Markt deinen Limitpreis erreicht oder unterschreitet (beim Kauf) bzw. erreicht oder überschreitet (beim Verkauf).

Limit-Order-Kauf vs. Limit-Order-Verkauf

Die Limit-Order lässt sich für den Aktienkauf sowie für den -verkauf nutzen:
  • Aktien im Limit-Order beim Kauf: Du legst einen Höchstpreis fest. Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Kurs auf oder unter dein Limit fällt. Entscheidend ist, ob am Handelsplatz ein ausführbarer Gegenkurs bzw. ausreichend Volumen zum Limit oder besser vorhanden ist. Ansonsten sind auch Teilausführungen möglich. Was bedeutet Limit beim Aktienkauf konkret? Du bestimmst den maximalen Preis, den du bereit bist zu zahlen.

  • Aktien im Limit-Order-Verkauf: Du legst einen Mindestpreis fest. Die Limit-Verkaufsorder wird nur ausgeführt, wenn der Kurs auf oder über dein Limit steigt.

Wann setzt du eine Limit-Order ein?

Eine Limit-Order gibt dir die Kontrolle über den Preis. Du legst fest, wie viel du maximal zahlen oder mindestens erhalten willst. Das macht sie in bestimmten Situationen zur besseren Wahl gegenüber einer Market-Order:

Vorteile & Risiken einer Limit-Order

Pro

  • Volle Preiskontrolle: Du entscheidest selbst, wie viel du maximal für eine Aktie zahlen oder mindestens beim Verkauf erhalten willst. Die Börse führt deinen Auftrag nur aus, wenn dein Wunschpreis erreicht wird.
  • Schutz vor ungünstigen Kursen: Gerade bei weniger liquiden Aktien oder starken Schwankungen stellst du mit einem Limit sicher, dass du nicht zu teuer kaufst oder zu günstig verkaufst.
  • Automatische Ausführung: Erreicht der Markt dein Limit, wird die Order automatisch ausgeführt, sofern genug Volumen verfügbar ist. So sparst du Zeit und musst den Markt nicht ständig beobachten.

Contra

  • Fehlende Ausführungsgarantie: Anders als bei einer Market-Order kann es passieren, dass dein Auftrag gar nicht ausgeführt wird. Das geschieht immer dann, wenn der Kurs dein Limit nicht erreicht.
  • Risiko verpasster Chancen: Wird dein Kauflimit nicht erreicht und der Kurs steigt weiter, bleibt deine Order unausgeführt. In diesem Fall verpasst du möglicherweise eine Kaufchance.
Tipp: Setze dein Limit realistisch. Ein Kauflimit weit unter dem aktuellen Kurs wird möglicherweise nie erreicht. Mögliche Orientierung können die Kurs- und Umsatzhistorie oder historische Tiefstände bieten.

3. Stop-Order (Stop-Loss & Stop-Buy)

Eine Stop-Order wird erst aktiv, wenn der Kurs ein bestimmtes Niveau (den Stop-Preis) erreicht. Dann verwandelt sie sich in eine Market-Order und wird zum nächsten verfügbaren Preis ausgeführt. Stop-Orders dienen der Verlustbegrenzung oder dem Einstieg bei Trendbestätigung.

Stop-Loss vs. Stop-Buy

Die Ordertypen für Aktien lassen sich zur Begrenzung von Verlusten einsetzen oder sind der richtige Ordertyp für dich, wenn du Aktientrends folgen möchtest:
  • Der Stop-Loss ist das wichtigste Werkzeug zur Risikobegrenzung: Du legst einen Kurs unterhalb des aktuellen Niveaus fest. Fällt die Aktie auf diesen Wert, wird automatisch verkauft, sodass sich dein Verlust bei weiterer Verschlechterung der Aktienwerte beschränkt.

  • Stop-Buy für Trendfolge: Mit einer Stop-Buy-Order kaufst du erst, wenn der Kurs ein bestimmtes Niveau überschreitet. Das ist sinnvoll, wenn du auf einen Ausbruch nach oben spekulierst.

Wann setzt du den Ordertypen der Stop-Order ein?

Eine Stop-Order machst du zum idealen Werkzeug für drei typische Situationen:
Du besitzt bereits Aktien und willst verhindern, dass ein Kursrutsch dein Depot zu stark belastet. Mit einem Stop-Loss legst du fest, bei welchem Kurs automatisch verkauft werden soll. Ein Beispiel: Du hast eine Aktie für 80 Euro gekauft. Du bist bereit, einen Verlust von bis zu 10 Prozent zu akzeptieren. Also setzt du einen Stop-Loss bei 72 Euro. Fällt der Kurs auf dieses Niveau, wird deine Aktie automatisch verkauft. Dein Verlust bleibt dadurch (im Normalfall) begrenzt, auch wenn der Kurs danach weiter einbricht. Hinweis: Bei Gaps oder schnellen Kursbewegungen kann die Aktie für deutlich unter 72 Euro verkauft werden und der Verkaufskurs somit unterhalb der Preisgrenze liegen. Du triffst deine Entscheidung also in einem ruhigen Moment – nicht erst, wenn die Kurse fallen und Emotionen hochkochen. Der Stop-Loss handelt rational, auch wenn du es in der Situation vielleicht nicht tun würdest.
Bei einem Stop-Buy kaufst du nicht sofort, sondern erst, wenn der Kurs ein bestimmtes Niveau überschreitet. Das klingt zunächst unlogisch – warum solltest du mehr zahlen wollen als den aktuellen Preis? Die Antwort liegt in der sogenannten Charttechnik. Viele Anleger beobachten sogenannte Widerstandsmarken. Das sind Kursniveaus, an denen eine Aktie in der Vergangenheit mehrfach gescheitert ist. Durchbricht der Kurs diese Marke, gilt das als Signal für weiteres Aufwärtspotenzial. Ein Stop-Buy hilft dir, genau diesen Moment zu nutzen.
Mit einer Stop-Order gibst du der Börse eine klare Anweisung: „Wenn dieser Kurs erreicht wird, handle für mich.“ Das gibt dir Freiheit und Sicherheit zugleich. Stop-Orders sorgen für eine automatische Reaktion auf Kursmarken, beinhalten aber ein gewisses Ausführungsrisiko. So verpasst du keine Einstiegschancen, nur weil du gerade nicht am Bildschirm sitzt. Besonders praktisch ist das in Kombination mit einer längeren Gültigkeitsdauer. Setzt du deine Stop-Order auf „GTC“ (Good-Till-Cancelled), bleibt sie aktiv, bis sie ausgeführt oder von dir storniert wird.

Vorteile & Risiken einer Stop-Order

Pro

  • Automatische Verlustbegrenzung: Du legst fest, wie viel Verlust du maximal akzeptierst. Das System setzt die Grenze automatisch um, sodass du bei fallenden Kursen nicht selbst handeln musst.
  • Emotionsfreies Handeln: Bei Kurseinbrüchen handeln viele panisch, verkaufen zu früh oder halten Verluste zu lange. Mit einer Stop-Order kannst du solche emotionalen Entscheidungen vermeiden.
  • Schutz: Eine Stop-Order wird aktiv, sobald dein festgelegtes Kursniveau erreicht ist. So kannst du dein Verlustrisiko begrenzen, auch wenn du gerade nicht hinschaust.

Contra

  • Preisabweichungen bei der Ausführung: Nach Erreichen des Stop-Kurses wird zum nächsten verfügbaren Marktpreis verkauft. Dieser kann deutlich unter deinem Stop-Niveau liegen.
  • Kurslücken (Gaps): Springt der Kurs stark, kann die Ausführung zu einem wesentlich schlechteren Preis erfolgen als geplant.
  • Unnötig ausgestoppt: Liegt der Stop zu nah am aktuellen Kurs, können kurzfristige Schwankungen einen Verkauf auslösen – auch wenn der Kurs danach wieder steigt.
Tipp: Stop-Orders sind ein mächtiges Werkzeug zur Risikokontrolle. Sie schützen dich vor großen Verlusten und nehmen Emotionen aus dem Spiel. Allerdings garantieren sie keinen bestimmten Verkaufspreis. In volatilen Märkten oder bei Kurslücken kann die Ausführung deutlich schlechter ausfallen als geplant. Setze Stop-Orders bewusst ein und überprüfe regelmäßig, ob deine Stop-Niveaus noch zur aktuellen Marktsituation passen.

Ordertypen für Fortgeschrittene

Fortgeschrittene Anleger*innen kombinieren die Grundprinzipien von Limit- und Stop-Orders zu komplexeren Strategien. Diese intelligenten Orderarten bieten mehr Kontrolle und Flexibilität.

Stop-Limit-Order

Die Stop-Limit-Order kombiniert Stop und Limit in einem Auftrag. Wird der Stop-Preis erreicht, verwandelt sich die Order nicht in eine Market-Order, sondern in eine Limit-Order. So behältst du auch nach Auslösung des Stops die Preiskontrolle.

Stop-Buy-Limit vs. Stop-Loss-Limit

  • Stop-Buy-Limit: Kaufen bei steigenden Kursen, aber mit Obergrenze: Für diesen Ordertyp legst du zwei Werte fest. Mit dem Stop-Kurs wird deine Kauforder erst aktiv, wenn der entsprechende Kurs erreicht wird. Mit dem Limit kaufst du aber nur, wenn der Preis maximal bei deinem festgelegten Limit liegt. Du kaufst also automatisch ein, wenn der Ausbruch kommt, aber nur, solange der Preis noch in deinem akzeptablen Rahmen bleibt.

  • Stop-Loss-Limit: Verkaufen bei fallenden Kursen, jedoch mit Untergrenze: Auch hier legst du zwei Werte fest. Mit dem Stop-Kurs wird deine Verkaufsorder erst aktiv, wenn dieser Wert erreicht wird. Mit dem Limit verkaufst du aber nur, wenn du mindestens diesen Preis für deine Aktie bekommst. So schützt du dich zwar vor einem Verkauf unter Limit, aber dadurch kann die Verlustbegrenzung ausfallen, wenn nicht verkauft wird.

Stop-Order oder Stop-Limit-Order? Die Unterschiede im Überblick

Beide Ordertypen werden erst aktiv, wenn ein bestimmter Stop-Kurs erreicht wird. Der entscheidende Unterschied liegt darin, was danach passiert.
KriteriumStop-OrderStop-Limit-Order
Was passiert nach der Auslösung?Die Stop-Order verwandelt sich in eine Market-Order. Du verkaufst oder kaufst sofort zum nächsten verfügbaren Marktpreis, egal, wie hoch oder niedrig dieser ist.Die Stop-Order verwandelt sich in eine Limit-Order. Du verkaufst oder kaufst nur, wenn der Marktpreis dein festgelegtes Limit erreicht oder besser ist.
Wird die Order sicher ausgeführt?Ja, i. d. R. wird die Order ausgeführt. Sobald der Stop ausgelöst wird, findet der Handel statt, allerdings zum aktuellen Marktpreis, der vom Stop abweichen kann.Nein, eine Ausführung ist nicht garantiert. Wenn der Kurs dein Limit überspringt oder sich zu schnell bewegt, bleibt die Order unausgeführt.
Wie viel Kontrolle hast du über den Preis?Nach der Auslösung hast du keine Preiskontrolle mehr. Du akzeptierst den Preis, den der Markt gerade bietet, ob günstig oder ungünstig.Du hast die volle Kontrolle. Du bestimmst den Mindestpreis beim Verkauf oder den Höchstpreis beim Kauf. Unter bzw. über diesem Niveau wird nicht gehandelt.
Was passiert bei Kurslücken (Gaps)?Du riskierst einen ungünstigen Preis. Eröffnet der Markt weit unter deinem Stop, wird trotzdem verkauft (zum deutlich niedrigeren Eröffnungskurs).Du riskierst, dass gar nicht verkauft wird. Liegt der Eröffnungskurs unter deinem Limit, bleibt die Order unausgeführt und du behältst die fallende Aktie.

Stop-Limit-Order Beispiel

Du besitzt Aktien der Beispiel AG mit einem aktuellen Kurswert von 80 Euro:

  • Du setzt eine Stop-Loss-Limit-Order

  • Stop-Preis: 75 Euro

  • Limit-Preis: 73 Euro

Was passiert?

  1. Der Kurs fällt auf 75 Euro. Der Stop wird automatisch ausgelöst.

  2. Die Stop-Order wird zur Limit-Verkaufsorder mit einem Limit von 73 Euro.

  3. Verkauf erfolgt ausschließlich zu 73 Euro oder besser.

  4. Fällt der Kurs direkt auf 70 Euro (Gap), wird nicht verkauft

Vorteile & Risiken der Stop-Limit-Order

Pro

  • Preiskontrolle auch nach der Stop-Auslösung: Du bestimmst weiterhin, zu welchem Preis maximal gekauft oder mindestens verkauft werden darf.
  • Schutz vor Extrempreisen: Bei einem plötzlichen Kurssturz kann eine Stop-Order zum Schleuderpreis ausgeführt werden. Eine Stop-Limit-Order setzt eine Preisgrenze und schützt dich vor einem zu niedrigen Verkauf.
  • Automatik trifft Preiskontrolle: Die Stop-Limit-Order verbindet automatische Auslösung mit einer klaren Preisgrenze. So handelst du gezielt, musst aber mit dem Risiko einer möglichen Nichtausführung rechnen.

Contra

  • Kurslücken: Wenn der Kurs über Nacht oder nach einer Handelspause stark fällt, kann er dein Limit einfach überspringen. Dein Stop wird zwar ausgelöst, aber das Limit wird nicht mehr erreicht. Die Folge: Deine Order bleibt unausgeführt.
  • Position bleibt im Depot: Angenommen, du hast einen Stop bei 50 Euro und ein Limit bei 48 Euro gesetzt. Die Aktie schließt am Abend bei 52 Euro. Am nächsten Morgen eröffnet sie nach schlechten Nachrichten bei 40 Euro. Dein Stop wurde ausgelöst, aber 40 Euro liegt unter deinem Limit von 48 Euro. Die Order wird nicht ausgeführt und du sitzt weiterhin auf der Aktie.
  • Komplexität: Du musst zwei Kursniveaus festlegen und verstehen, wie sie zusammenspielen. Wählst du den Abstand zwischen Stop und Limit zu eng, wird die Order bei schnellen Kursbewegungen oft nicht ausgeführt. Wählst du ihn zu weit, verlierst du einen Teil des Preisschutzes.

Trailing-Stop-Order

Ein Trailing-Stop ist ein dynamischer Stop, der automatisch dem Kurs folgt, jedoch nur in eine Richtung. Bei steigenden Kursen zieht der Stop nach oben mit, bei fallenden Kursen bleibt er stehen. So sicherst du laufende Gewinne ab, ohne ständig manuell anzupassen. Der Abstand zum aktuellen Kurs wird entweder absolut (z. B. 5 Euro) oder prozentual (z. B. 10 %) festgelegt.

Trailing-Stop-Loss vs. Trailing-Stop-Buy

  • Trailing-Stop-Loss (Verkauf): Ein Trailing-Stop-Loss ist ein Verkaufs-Stop, der automatisch nach oben mitwandert, wenn der Kurs steigt. Fällt der Kurs, bleibt der Stop stehen. Sobald der Kurs um den festgelegten Abstand zurückfällt, wird verkauft.

  • Trailing-Stop-Buy (Kauf): Ein Trailing-Stop-Buy funktioniert genau umgekehrt. Der Stop folgt fallenden Kursen nach unten. Steigt der Kurs wieder um den festgelegten Abstand, wird gekauft.

Trailing-Stop Beispiel

Unser Rechenbeispiel zeigt, wie sich Trailing-Stop-Loss und Trailing-Stop-Buy bei derselben Kursentwicklung verhalten. Beide arbeiten mit einem Abstand von 10 Euro.
KursentwicklungTrailing-Stop-Loss (Verkauf)Trailing-Stop-Buy (Kauf)
Aktie steht bei 100 €Stop bei 90 €Stop bei 110 €
Kurs steigt auf 115 €Stop steigt auf 105 €Kauf wird bei 110 € ausgelöst
Kurs steigt auf 125 €Stop steigt auf 115 €Order bereits ausgeführt
Kurs fällt auf 120 €Stop bleibt bei 115 €
Kurs fällt auf 115 €Verkauf wird bei 115 € ausgelöst
Wichtig: Beim Ordertyp Trailing-Stop-Buy ist kein Verkauf für 125 Euro möglich, da der Verkauf bereits beim Erreichen von 110 Euro ausgelöst wurde.
Jetzt das umgekehrte Szenario mit fallenden Kursen:
KursentwicklungTrailing-Stop-Loss (Verkauf)Trailing-Stop-Buy (Kauf)
Aktie steht bei 100 €Stop bei 90 €Stop bei 110 €
Kurs fällt auf 95 €Stop bleibt bei 90 €Stop sinkt auf 105 €
Kurs fällt auf 85 €Verkauf wird bei 90 € ausgelöstStop sinkt auf 95 €
Kurs steigt auf 90 €Order bereits ausgeführtStop bleibt bei 95 €
Kurs steigt auf 95 €Kauf wird bei 95 € ausgelöst
Wichtig: In diesem Beispiel wird deutlich, dass der Trailing-Stop-Buy schon ausgelöst wird, wenn die Schwelle von 90 Euro passiert wurde (also auf dem Weg von 95 Euro zu 85 Euro).

Vorteile & Risiken der Trailing-Stop-Order

Pro

  • Automatische Gewinnsicherung: Steigt der Aktienkurs, zieht der Stop automatisch mit. Fällt der Kurs anschließend, löst der Trailing-Stop den Verkauf aus und sichert so deine Gewinne.
  • Kein manuelles Nachziehen: Statt den Stop-Kurs bei steigenden Kursen regelmäßig selbst anzupassen, übernimmt der Trailing-Stop das automatisch. Das spart dir Zeit und Aufwand.
  • Unbegrenztes Gewinnpotenzial: Anders als beim festen Limit bleibt deine Position offen, solange der Kurs steigt. So profitierst du von Aufwärtsbewegungen, ohne frühzeitig zu verkaufen.

Contra

  • Kurzfristige Schwankungen können den Stop auslösen: Ist der Trailing-Abstand zu eng, verkaufst du möglicherweise zu früh – obwohl der Kurs danach weiter steigt und der Trend intakt bleibt.
  • Kurslücken: Fällt der Kurs über Nacht stark, kann der Verkauf deutlich unter deinem Stop-Niveau erfolgen. Vor solchen Gaps bietet auch ein Trailing-Stop keinen vollständigen Schutz.
  • Trailing-Abstand passend wählen: Ein zu enger Abstand kann zu einem frühen Verkauf führen, ein zu weiter zu größeren Verlusten bei einer Trendwende. Die passende Wahl hängt von der Volatilität der Aktie ab.

OCO-Order (One-Cancels-Other)

Eine OCO-Order besteht aus zwei kombinierten Orders: Wird eine ausgeführt, wird die andere automatisch gelöscht. So ist nach oben eine Gewinnmitnahme möglich und nach unten kannst du deinen Verlust begrenzen, sofern die Stop-Komponente nicht zum schlechteren Kurs ausgeführt wird.

OCO-Order Beispiel: Verkauf mit doppelter Absicherung

Du besitzt Aktien der Muster AG. Der aktuelle Aktienkurs liegt bei 50 Euro. Du hast zwei Ziele:
  • Nach oben: Bei 60 Euro willst du deine Gewinne mitnehmen.

  • Nach unten: Bei 45 Euro willst du verkaufen, um größere Verluste zu vermeiden.

Ohne OCO-Order müsstest du den Markt ständig beobachten und selbst entscheiden, wann du handelst. Mit einer OCO-Order gibst du beide Aufträge gleichzeitig auf. So sieht deine OCO-Order für das Beispiel dann aus „Absicherung nach oben“ ist fachlich unglücklich. Nach oben geht es um Gewinnmitnahme, nicht Absicherung. Nach unten besteht zudem keine sichere Verlustbegrenzung, wenn die Stop-Komponente zum schlechteren Kurs ausgeführt wird.
OrderTypKursZiel
Order ALimit-Verkauf60 €Gewinne realisieren, wenn der Kurs steigt
Order BStop-Loss45 €Verluste begrenzen, wenn der Kurs fällt
Beide Orders sind aktiv und warten darauf, dass eine der beiden Bedingungen eintritt.

Wenn der Kurs auf 60 Euro steigt

Steigt der Kurs auf 60 Euro, wird deine Limit-Verkaufsorder ausgeführt. Deine Aktien werden für 60 Euro verkauft und du realisierst deinen Gewinn. Da du die Aktien ursprünglich für 50 Euro gekauft hast, entspricht das einem Gewinn von 10 Euro pro Aktie. Die gleichzeitig bestehende Stop-Loss-Order wird automatisch gelöscht, da du die Aktien bereits verkauft hast.

Wenn der Kurs auf 45 Euro fällt

Fällt der Kurs stattdessen auf 45 Euro, greift deine Stop-Loss-Order. Deine Aktien werden für etwa 45 Euro verkauft, um deinen Verlust zu begrenzen. Die Limit-Verkaufsorder wird anschließend automatisch gelöscht. Bei einem ursprünglichen Kaufpreis von 50 Euro ergibt sich damit ein Verlust von etwa 5 Euro pro Aktie. Der Stop-Loss hilft dir in diesem Fall dabei, größere Verluste bei weiter fallenden Kursen zu begrenzen.

Warum ist die automatische Löschung bei OCO-Orders wichtig?

Stell dir vor, der Stop-Loss bei 45 Euro wird ausgeführt und du verkaufst deine Aktien. Die Limit-Order bei 60 Euro bleibt aber aktiv. Steigt der Kurs später auf 60 Euro, würde diese Order versuchen, Aktien zu verkaufen, die du gar nicht mehr besitzt (sogenannter Leerverkauf). Die OCO-Funktion verhindert genau das.

Vorteile & Risiken der OCO-Order

Pro

  • Zwei Szenarien in einer Order: Mit einer OCO-Order kannst du sowohl auf steigende als auch auf fallende Aktienkurse reagieren. So behältst du beide Kursrichtungen im Blick, ohne den Markt ständig beobachten zu müssen.
  • Automatische Gewinnmitnahme und Verlustbegrenzung: Du legst einmal fest, bei welchem Kurs du Gewinne realisieren und bei welchem Kurs du Verluste begrenzen willst, ohne selbst aktiv werden zu müssen
  • Keine Gefahr einer doppelten Ausführung: Das ist ein entscheidender Unterschied zu zwei einzelnen Orders. Würdest du Limit-Verkauf und Stop-Loss separat aufgeben, könnte theoretisch ein Problem entstehen: Nach Ausführung der einen Order bleibt die andere aktiv. Im ungünstigsten Fall verkaufst du Aktien, die du gar nicht mehr besitzt. Die OCO-Funktion verhindert das zuverlässig

Contra

  • Komplexität: Du musst zwei Kursniveaus festlegen und verstehen, wie sie zusammenwirken. Welchen Abstand wähle ich für den Stop-Loss? Wie hoch setze ich das Limit für die Gewinnmitnahme? Eine Strategie und Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Ordertypen sind dafür notwendig.
  • Limits sinnvoll wählen: Ein zu hohes Gewinnziel wird möglicherweise nicht erreicht, ein zu enger Stop-Loss kann zu einem frühzeitigen Verkauf führen. Beides muss zur Volatilität der Aktie und zu deiner Risikobereitschaft passen.
  • Verfügbarkeit: Nicht alle Handelsplattformen bieten die OCO-Funktion an. Prüfe vorab, ob dein Broker diesen Ordertyp unterstützt. Bei der DKB findest du die verfügbaren Ordertypen in der Ordermaske deines Depots.
Tipp: Eine OCO-Order ist ein elegantes Werkzeug für Anleger, die ihre Strategie automatisieren wollen. Dafür brauchst du aber ein gutes Verständnis der Funktionsweise und musst beide Kursniveaus sorgfältig wählen. Wenn du diese Voraussetzungen mitbringst, ist die OCO-Order eine wertvolle Ergänzung für dein Trading-Repertoire.

Ordertypen: Wie legst du die Ordergültigkeit fest?

Wenn du eine Order aufgibst, entscheidest du nicht nur über den Ordertyp und den Preis. Du legst auch fest, wie lange deine Order aktiv bleiben soll.
Das ist wichtiger, als es auf den ersten Blick scheint, denn nicht jede Order wird sofort ausgeführt. Bei einer Limit-Order wartest du vielleicht darauf, dass der Kurs dein Wunschniveau erreicht. Bei einer Stop-Order passiert erst etwas, wenn eine bestimmte Kursmarke berührt wird. Was aber, wenn das heute nicht passiert? Oder diese Woche nicht? Genau hier kommt die Gültigkeitsdauer ins Spiel.
Die Gültigkeit bestimmt, wie lange deine Order im System bleibt. Wird sie innerhalb dieser Zeit nicht ausgeführt, löscht das System sie automatisch. Oder sie bleibt aktiv, bis du selbst eingreifst – je nachdem, welche Option du wählst.

Die wichtigsten Gültigkeitsoptionen im Überblick

Für alle aufgeführten Gültigkeitsoptionen (außer GTC) gilt: Werden sie bis zum Ende ihrer Gültigkeit nicht ausgeführt, löscht das System sie automatisch.

1. Tagesgültig

Eine tagesgültige Order ist nur für den aktuellen Handelstag aktiv und verfällt mit Handelsschluss, wenn sie bis dahin nicht ausgeführt wurde.
Diese Option passt zu dir, wenn du auf eine bestimmte Kursbewegung am selben Tag setzt. Vielleicht erwartest du nach einer Nachricht einen kurzfristigen Kursrückgang und möchtest zu einem günstigeren Preis einsteigen. Tritt die erwartete Bewegung nicht ein, läuft die Order nicht weiter und du kannst die Situation am nächsten Tag neu bewerten.

2. Ultimo

Eine Ultimo-Order bleibt bis zum letzten Handelstag des laufenden Monats aktiv. Wird dein gewünschter Kurs bis dahin nicht erreicht, verfällt die Order automatisch.
Diese Gültigkeit eignet sich für Strategien mit einem etwas längeren Zeithorizont. Du hast beispielsweise ein bestimmtes Kursziel im Kopf und möchtest dem Markt einige Wochen Zeit geben, dieses Niveau zu erreichen. Gleichzeitig sorgst du mit dem festen Ablaufdatum dafür, dass die Order nicht unbegrenzt bestehen bleibt.

3. Gültig bis zu einem bestimmten Datum

Bei dieser Variante bestimmst du selbst, bis zu welchem Tag deine Order aktiv sein soll. So kannst du die Laufzeit passend zu deiner Strategie wählen – von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen.
Das ist besonders praktisch, wenn du einen konkreten Zeitraum im Blick hast. Vielleicht steht in zwei Wochen eine wichtige Unternehmensmeldung an und du möchtest bis dahin eine Position aufbauen. Oder du bist eine Zeit lang nicht verfügbar und möchtest, dass die Order nur bis zu einem bestimmten Termin aktiv bleibt.

4. GTC – Good till Cancelled

GTC steht für „Good till Cancelled“, also „gültig bis zur Stornierung“. Eine solche Order bleibt grundsätzlich so lange aktiv, bis sie ausgeführt oder von dir manuell gelöscht wird. Ein festes Verfallsdatum gibt es nicht. Viele Anbieter begrenzen die Ordergültigkeit jedoch auf 30 bis 90 Tage.
GTC eignet sich vor allem für längerfristige Limits oder Absicherungen. Du kannst beispielsweise einen Stop-Loss setzen, der deine Position schützen soll, solange du sie hältst. Oder du wartest auf einen bestimmten Einstiegskurs, der möglicherweise erst deutlich später erreicht wird. Dadurch musst du die Order nicht regelmäßig neu einstellen.

5. Gültigkeits- und Ausführungszusätze bei Xetra: IOC und FOK

Für den Handel über Xetra – den elektronischen Handelsplatz der Deutschen Börse – gibt es zwei zusätzliche Gültigkeitsoptionen. Sie regeln nicht, wie lange eine Order aktiv bleibt, sondern wie sie ausgeführt werden soll:
  • IOC („Immediate Or Cancel“): sofort oder gar nicht: Bei einer IOC-Order versucht das System, deinen Auftrag sofort auszuführen. Dabei nimmt es alles mit, was gerade verfügbar ist. Gibt es nicht genügend Angebot oder Nachfrage, um deine gesamte Order zu füllen, wird der ausführbare Teil sofort gehandelt. Der Rest wird unmittelbar gelöscht. IOC eignet sich, wenn du schnell handeln willst und eine Teilausführung akzeptierst.

  • FOK („Fill Or Kill“): alles oder nichts: Die Gültigkeit einer FOK-Order ist strenger. Sie wird nur ausgeführt, wenn die gesamte Stückzahl sofort verfügbar ist. Ist das nicht der Fall, wird die komplette Order gelöscht. Es gibt keine Teilausführung. FOK eignet sich, wenn du auf keinen Fall eine Teilausführung willst. Das ist besonders bei größeren Ordern relevant, bei denen du eine bestimmte Positionsgröße brauchst, damit deine Strategie aufgeht.

IOC und FOK sind besonders relevant für Order mit größeren Stückzahlen oder bei volatilen Märkten, wo Teilausführungen problematisch sein können.

Welcher Ordertyp passt zu dir?

Die Wahl des richtigen Ordertyps hängt von deinem Anlageziel und deiner Erfahrung ab. Diese Übersicht kann dir bei der Entscheidung helfen.
Dein ZielEmpfohlener OrdertypWarum?
schnell kaufen und/oder verkaufenMarket-Ordersofortige Ausführung sichergestellt
günstiger einkaufenLimit-Order (Kauf)ermöglicht Kauf nur zum Wunschpreis oder besser
Mindestpreis beim VerkaufLimit-Order (Verkauf)ermöglicht Verkauf nur zum Wunschpreis oder besser
Verluste begrenzenStop-Lossautomatischer Verkauf bei Kursrückgang
Trendausbruch nutzenStop-BuyKauf erst bei Bestätigung des Trends
Verluste begrenzen mit PreiskontrolleStop-LimitSchutz vor Ausführung zu Extrempreisen
Gewinne laufen lassenTrailing-Stopdynamische Absicherung steigender Kurse
Gewinn und Verlust absichernOCO-Orderdoppelte Absicherung in einer Order

Checkliste: Ordertypen für verschiedene Situationen

Du bist Einsteiger*in?
  • Starte mit Limit-Orders für Käufe

  • Nutze Stop-Loss zur Absicherung

  • Vermeide Market-Orders bei volatilen oder illiquiden Aktien

Du bist erfahrener?
  • Kombiniere Stop-Limit für mehr Kontrolle

  • Nutze Trailing-Stops für Trendfolge-Strategien

  • Setze OCO-Orders für automatisierte Gewinnmitnahme

Du handelst selten?
  • Wähle längere Gültigkeiten (GTC)

  • Stop-Loss kann bei bestimmten Positionen hilfreich sein

  • Prüfe regelmäßig, ob deine Limits noch aktuell sind

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Marketingmitteilung

Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Marketingmitteilung, die nicht im Einklang mit Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt wurde und auch keinem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen unterliegt.

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Die DKB AG erhält von der Anlagegesellschaft und/oder dem Handelspartner der hier beworbenen Produkte eine Vertriebsprovision, die sich aus einer Beteiligung (bis zu 100 %) am Ausgabeaufschlag, einer Platzierungsprovision, ggf. einer Zahlung von Transaktionskosten und ggf. einer bestandsabhängigen Vergütung (bis zu 100 % der Verwaltungskosten) zusammensetzt. Über die genaue Höhe der Zuwendung durch den jeweiligen Emittenten erhalten Sie Auskunft im Rahmen des Orderprozesses.

Risikohinweis

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