Dein Risikobewusstsein entscheidet
Wann sich ein Rebalancing für dich lohnt
Wenn deine Investition richtig gut läuft: Du kannst von Kursgewinnen direkt profitieren, indem du Aktienanteile verkaufst. So praktisch die „Buy and Hold“-Strategie ist, in regelmäßigen Abständen zu checken, wie sich die Aktien im Depot entwickeln, kann sich als lukrativ für jeden Anlagetyp herausstellen – von ertragsorientiert bis chancenorientiert. Mit dem Profit kannst du dein Portfolio wiederum so erweitern, wie es deinen aktuellen Zielen entspricht.
Wenn du Rückzahlungen, unerwartete Boni oder kleine Erbschaften erhältst: Investiere das Geld in Wertpapiere, anstatt eine größere Summe auf dem Girokonto zu parken. Auch hier solltest du natürlich je nach Anlagetyp handeln: Anleihen und ETFs für Sicherheit, größere Aktienpakete, wenn du auf Wachstum setzt oder chancenorientiert agierst.
Wenn du in absehbarer Zeit Bargeld benötigst und dies durch einen Teil-/Verkauf von Wertpapieren realisieren möchtest: Du kannst den eher risikoarmen Teil des Portfolios erhöhen, um künftige Kursschwankungen zu reduzieren – das ist insbesondere kurz vor festen Auszahlungsterminen ratsam.
Wenn politische Unsicherheiten die Märkte belasten: Wahlen, geopolitische Konflikte, Handelsstreitigkeiten oder neue Regulierungen können kurzfristig für stärkere Kursschwankungen sorgen. Ein Rebalancing kann dir helfen, dein Portfolio widerstandsfähiger aufzustellen – zum Beispiel, indem du Klumpenrisiken reduzierst, stärker diversifizierst oder den risikoärmeren Anteil erhöhst. Wichtig ist, nicht auf jede Schlagzeile zu reagieren, sondern langfristig an deiner Anlagestrategie festzuhalten.
Warum nicht nachhaltig?
Rebalancing kannst du auch zum Anlass nehmen, um dein Portfolio nachhaltiger auszurichten. Neben den klassischen wirtschaftlichen Anlagezielen fließen auch ökologische und soziale Wertvorstellungen in die Beurteilung der Unternehmen ein, in die du investierst: Klimaschutz beispielsweise oder menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Wenn dir das am Herzen liegt, kannst du beim Rebalancing zum Beispiel den Schwerpunkt auf Unternehmen legen, die ESG-Kriterien hochhalten. Dafür solltest du auf die ESG-Ratings achten.


