SEPA-Lastschriftverfahren nutzen
SEPA schafft einheitliche Verfahren und gemeinsame Standards für den Euro-Zahlungsverkehr. Standardisierte Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen sind im europäischen Zahlungsverkehrsraum damit so einfach, sicher und effizient, wie es bei Inlandszahlungen der Fall ist.
SEPA
Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung der SEPA-Lastschriftverfahren.
Details zum SEPA-Lastschriftverfahren
Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick:
Ermöglicht inländische und grenzüberschreitende Lastschrifteinzüge im SEPA-Raum in Euro für Verbraucher, Unternehmen und Kommunen (vergleichbar mit der bisherigen Einzugsermächtigung)
Der Zahlungsempfänger benötigt vom Zahlungspflichtigen ein vom Mandanten unterschriebenes SEPA-Lastschriftmandat
Eindeutige Identifikation des Mandats durch 18-stellige Gläubiger-Identifikationsnummer (anzufordern bei der Deutschen Bundesbank) und der bis zu 35-stelligen Mandatsreferenznummer (vom Zahlungsempfänger zu vergeben)
Verwendung von IBAN und BIC des Zahlungspflichtigen
Angabe eines exakten Fälligkeitsdatums
Optional: XML-basiertes SEPA-Datenformat (ISO 20022)
Seit dem 21. November 2016 wurden die bis dahin geltenden Vorlagefristen (5 Geschäftstage bei Erst- bzw. Einmallastschrift, 2 bei Folgelastschriften) europaweit einheitlich auf einen Geschäftstag vor Fälligkeit verkürzt - genauere Informationen entnehmen Sie dem Preis- und Leistungsverzeichnis für Geschäfts- und Firmenkunden (PDF 126 KB) sowie den Bedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basislastschriftverfahren (PDF 91 KB), früheste Einreichung 28 Kalendertage vor Lastschriftfälligkeit
Vor Einzug schriftliche Vorabinformation des Zahlungsempfängers an den Zahlungspflichtigen (spätestens 14 Kalendertage vor Fälligkeit, z.B. durch Vertrag, Rechnung oder AGB; Hinweis: Vereinbarung abweichender Fristen möglich)
Erstattungsanspruch innerhalb von 8 Wochen nach Belastung
Anspruch auf Erstattung besteht nach 8 Wochen und bis zu 13 Monate nach Belastung, wenn kein gültiges SEPA-Lastschriftmandat vorliegt
Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick:
Ermöglicht inländische und grenzüberschreitende Lastschrifteinzüge im SEPA-Raum in Euro zwischen Geschäftskunden und Kommunen (Verbraucher sind nicht zugelassen!)
Der Zahlungsempfänger benötigt vom Zahlungspflichtigen ein unterschriebenes SEPA-Firmenlastschrift-Mandat
Angabe eines exakten Fälligkeitsdatums
Verzicht des Zahlungspflichtigen auf Erstattungsrecht für autorisierte Zahlungen (im Text des SEPA-Firmenlastschriftmandats erklärt)
Verwendung von IBAN und BIC des Zahlungspflichtigen
Optional: XML-basiertes SEPA-Datenformat (ISO 20022)
1 Geschäftstag Vorlagefrist vor Fälligkeit bei Lastschrifteinreichung - genauere Informationen entnehmen Sie dem Preis- und Leistungsverzeichnis für Geschäfts- und Firmenkunden (PDF 126 KB) sowie den Bedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Firmenlastschriftverfahren (PDF 91 KB), früheste Einreichung 28 Kalendertage vor Lastschrifteinzug
Vor Einzug schriftliche Vorabinformation des Zahlungsempfängers an den Zahlungspflichtigen (spätestens 14 Kalendertage vor Fälligkeit, z.B. durch Vertrag, Rechnung oder AGB; Hinweis: Vereinbarung abweichender Fristen möglich)
Unterschiede zur SEPA-Basislastschrift:
Kein Erstattungsanspruch
Bestätigung des SEPA-Firmenlastschrift-Mandats vor der ersten Einlösung durch den Zahlungspflichtigen bei seinem Kreditinstitut (Mitteilung relevanter Mandatsdaten bzw. Kopie des Mandats)
Unverzügliche Kündigungsbestätigung des SEPA-Firmenlastschriftmandats durch den Zahlungspflichtigen bei seinem Kreditinstitut (Mitteilung relevanter Mandatsdaten bzw. Kopie des Mandats)
Das SEPA-Lastschriftmandat ermächtigt den Zahlungsempfänger fällige Beiträge einzuziehen und beauftragt die Bank des Zahlungspflichtigen Lastschriften einzulösen.
Um jedes SEPA-Lastschriftmandat eindeutig zu identifizieren, benötigt der Zahlungsempfänger eine Gläubiger-Identifikationsnummer (Gläubiger-ID) und muss eine Mandatsreferenz vergeben.
Das SEPA-Lastschriftmandat besteht aus einheitlichem Autorisierungstext und folgenden Angaben:
Angaben zum Zahlungsempfänger:
Name und Adresse
Gläubiger-Identifikationsnummer (Gläubiger-ID)
Mandatsreferenz
Kennzeichnung für wiederkehrende oder einmalige Zahlungen
Angaben zum Zahlungspflichtigen:
Name und Anschrift des Kontoinhabers
IBAN und BIC sowie Name der Bank
Unterschrift und Unterschriftsdatum
Gültigkeit eines SEPA-Lastschriftmandats:
Grundsätzlich unbegrenzt gültig
Der Zahlungspflichtige kann das Mandat jederzeit widerrufen
Es verfällt, wenn es 36 Monate lang nicht für eine Lastschrift genutzt wurde
Ein Mandat kann ungültig werden, wenn es fehlerhafte Angaben enthält oder wenn der abgebuchte Betrag vom im Mandat festgelegten Betrag abweicht
Der Zahlungsempfänger muss bei Bedarf ein neues Mandat einholen, wenn es abgelaufen ist oder widerrufen wurde
Achtung: SEPA-Mandate müssen vom Zahlungsempfänger im Original mindestens 14 Monate (max. 36 Monate) nach dem letzten Einzug in der gesetzlich vorgeschriebenen Form aufbewahrt werden.
Hinweise zur Mandatsreferenz:
Mit Verwendung der Formatversion pain.008.001.02 sind in der Mandatsreferenz auch Leerzeichen entsprechend den Regelungen des European Payments Council (EPC) zugelassen. Es wird empfohlen, in der Mandatsreferenz keine Leerzeichen zu verwenden, da diese auf dem papierhaften Mandat nicht immer eindeutig dargestellt werden können und möglicherweise zu Missverständnissen führen.
Beispiele:
Leerzeichen sind zulässig, aber nicht empfohlen: 123aaa45678 und 123aaa 45678 - diese beiden Mandatsreferenzen beschreiben unterschiedliche Mandate
Groß- und Kleinschreibung wird nicht beachtet: 123AAa45678 und 123aaA45678 - diese beiden Mandatsreferenzen beschreiben das gleiche Mandat
Verwendung von Schrägstrichen:
Referenzennummern, Kennzeichen und Kennungen dürfen weder mit einem Schrägstrich „/“ beginnen oder enden, noch zwei aufeinanderfolgende Schrägstriche „//“ beinhalten.
Was müssen Sie tun?
Gläubiger-Identifikationsnummer bei der Bundesbank beantragen
XML-basiertes SEPA-Datenformat (ISO 20022) statt DTAUS verwenden
Mandatsverwaltung organisieren (Mandatsgestaltung, Einholung der Mandate, Archivierung, Verträge, Abläufe im Unternehmen anpassen)
Entscheidung, ob SEPA-Basis- und/oder -Firmenlastschrift genutzt werden soll
Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch SEPA-Lastschriften abschließen
SEPA-Dokumente
Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch SEPA-Basis-Lastschriften (PDF 718 KB)
Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch SEPA-Firmen-Lastschriften (PDF 149 KB)
Bedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren (PDF 94 KB)
Bedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Firmen-Lastschriften (PDF 95 KB)
Muster SEPA-Lastschriftmandat (Basislastschrift) (PDF 718 KB)
Muster SEPA-Lastschriftmandat (Firmenlastschrift) (PDF 149 KB)