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Artgerechte Tierhaltung aus eigener Energie

Umstellung auf ökologische Landwirtschaft

Kühe laufen umher und grasen auf der großen Weide. Ein idyllischer Ausblick bei der Erzgebirgische Agrargesellschaft Forchheim mbH. Die Geschäftsführer Martin Richter und Gunar Lantzsch sind #geldverbesserer. Seit 2018 produzieren sie in ihrem Betrieb Biomilch. Doch schon viel früher, nämlich 2011, kommt der Gedanke auf, den damals noch konventionellen Milchbetrieb auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Die Milchpreise schwanken stark und sind oft nicht kostendeckend. Den beiden Geschäftsführern wird klar: eine neue Perspektive muss her, abseits der konventionellen Milchproduktion. Doch der Weg zur Biomilch ist kein leichter.

Kühe auf Wiese

Während der Umstellung auf einen ökologischen Betrieb bricht die Milchproduktion zunächst drastisch ein. Die Tiere bekommen nun sehr viel weniger Kraftfutter, dafür mehr Weidefutter. Die Kosten für dieses Futter sind höher. Die Einnahmen aber bleiben zunächst gleich. Dadurch ist die finanzielle Belastung hoch, aber Gunar Lantzsch bereut die Entscheidung nicht. Er liebt seinen Beruf und es gehört für ihn dazu, schwierige Zeiten durchzustehen. Darüber hinaus steht dem Betrieb seit 2004 die DKB in Sachen Finanzen verlässlich zur Seite. Ingo Schaal ist Kundenbetreuer der DKB in Chemnitz und hat die Umstellung begleitet: „Die größte Herausforderung war, ein auf leistungsstarke Milchproduktion getrimmtes Unternehmen auf ökologische Produktion umzustellen. Diese Herausforderung wurde hier sehr gut gemeistert.“ Inzwischen stimmen die Ergebnisse wieder, denn Verbraucher sind bereit, für Biomilch aus artgerechter Tierhaltung mehr zu bezahlen.

Fast wie in der freien Natur

Rinder sind Steppentiere, die in der freien Natur den ganzen Tag auf der Weide stehen, fressen und wiederkäuen. In der Erzgebirgische Agrargesellschaft weiden die 2.400 Rinder auf 350 Hektar Weideland. 1.400 davon sind Milchkühe. Die Tiere dürfen hier ihr natürliches Verhalten ausleben. Darum leben sie auch gesünder. Und wenn sie doch einmal krank werden sollten, bekommen sie homöopathische Mittel. Der Einsatz von Antibiotika ist stark eingeschränkt. Um einen sicheren Auslauf der Tiere zu gewährleisten, wurden 40 Kilometer Weidezaun gebaut. Im Winter geht es in den modernen Kuhstall. 2013 floss hier schon der #geldverbesserer-Gedanke ein, denn bereits fünf Jahre vor der Umstellung auf eine ökologische Produktion wurde der neue Kuhstall mit viel Holz, viel Licht und viel Platz für die Tiere gebaut. Wenn die Kühe nicht weiden können und frisches Gras oder Klee fressen, dann bekommen sie überwiegend selbstangebautes ökologisches Futter.

So ein Betrieb verschlingt natürliches einiges an Strom- und Heizkosten. Aber die Energiegewinnung hier ist nicht nur clever, sondern auch nachhaltig. Eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach speichert die Sonnenenergie und in der hauseigenen Biogasanlage wird die Gülle in nachhaltige Energie umgewandelt.

„Wir mussten uns damals schnell entscheiden und hatten Glück, eine Bank wie die DKB als unsere Hausbank zu haben. Hier können wir unsere Leidenschaft und ökologischen Gedanken immer teilen. Die Chemie stimmt einfach und die Zusammenarbeit macht richtig Spaß. “

Gunar Lantzsch, Geschäftsführer der Erzgebirgische Agrargesellschaft Forchheim GmbH