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Das soziale A-Team für Pflegebedürftige

Die neun Pflege- und Behindertenheime der Stiftung Münch im Erzgebirge passen nicht zum schlechten Image, das solchen Einrichtungen häufig anhängt. Angetrieben vom Lebenswerk ihrer Stifterin Rita Münch kümmern sich die Mitarbeiter hochmotiviert um alte Menschen, Demenzkranke, geistig Behinderte und Wachkoma-Patienten. Und weil hier alles so anders ist, sucht die Stiftung auch auf besondere Weise nach Auszubildenden. Mit dem sozialen A-Team – einer etwas anderen Ausbildungs-Kampagne.

Den Schwachen helfen, selbstlos handeln und bei alledem Freude haben. Das sind die Grundlagen, die Mitarbeiter in Pflegeberufen brauchen. So können sie sich angemessen auf ihre Schützlinge einlassen. Rita Münch wollte immer für die Schwächeren da sein und ihnen ein Miteinander ohne Ausgrenzung ermöglichen. 2005 erhielt sie dafür das Bundesverdienstkreuz. Als sie 1991 aus Bayern ins Erzgebirge kam, leitete die gelernte Hebamme dort bereits zwei Pflegeheime. In Lichtenberg kaufte sie die erste Einrichtung im Erzgebirge. Es folgten weitere, bis Rita Münch im Jahr 2000 die Stiftung Münch gründete und damit ihrem Lebenswerk einen passenden Rahmen verlieh. 2014 verstarb die Stifterin im Alter von 79 Jahren. Das A-Team – bekannt aus einer äußerst erfolgreichen US-Fernsehserie in den 80er Jahren – ist die Vorlage für eine Kampagne, die ganz im Sinne von Rita Münch sein dürfte. Sie kämpfen in Robin Hood-Manier für die Schwächeren in der Gesellschaft. Ihre Aufträge erledigen sie mit viel Kreativität und Zielstrebigkeit. Auch in ausweglosen Situationen finden sie eine Lösung, die den Schwachen zu Gute kommt.

Diese Eigenschaften wünscht sich die Stiftung Münch auch von ihren mehr als 500 Mitarbeitern. Denn der Alltag hier besteht nicht aus Abfertigungs-Pflege. Viele Angebote gestalten den Alltag der Bewohner abwechslungsreich, um sie fit zu halten und die Dinge zu fördern, die sie selbst schaffen können. Sie sollen hier ein richtiges Zuhause haben. Das setzt voraus, dass das Pflegeteam auch die persönlichen Geschichten der alten Menschen kennt. Was war ihr Beruf? Womit haben sie sich in ihrer Freizeit beschäftigt? Was konnten sie mal richtig gut? Was ist ihnen besonders wichtig? Die Ergebnisse dieser Biografie-Arbeit fließen in die Betreuung ein und bieten den Bewohnern viele Anknüpfungspunkte zu ihrem bisherigen Leben. Jede Einrichtung bietet außerdem ihre Besonderheiten in der Pflege. So möchte sich zum Beispiel das Pflegeheim „Zum Waldblick“ in Johanngeorgenstadt als Kneipp-Senioreneinrichtung zertifizieren lassen. Wasseranwendungen, Wickel und Auflagen, Aromaöle und Kräuter machen den Lebensabend im Pflegeheim zum Urlaub. Einmal pro Woche gibt es ein Wellnessbad bei Kerzenschein, Musik und angenehmen Düften. Dem fiebern die Bewohner schon entgegen, sobald sie das Wasser in der Vorwoche verlassen haben. Im Zweiwochen-Takt bietet das Heim sogar Klangschalenmassagen an. Im Behindertenzentrum Frauenstein sorgt ein Wohngruppenkonzept für familiäre Strukturen. Im Pflegeheim „Am Wallgraben“ können die Bewohner selbst kochen und backen, die Haustiere der Einrichtung versorgen, gemeinsam lesen und singen oder zweimal pro Woche zum Kaffeeklatsch gehen. Wie in einem richtigen Zuhause eben.

“Meine Mutter Rita Münch hat ihr Berufsleben den Schwachen gewidmet und damit vielen pflegebedürftigen Menschen ein Zuhause gegeben. Ich bedanke mich bei unseren Mitarbeitern, die ihr Lebenswerk mit beispielloser Motivation weiterführen und unsere Bewohner jeden Tag auf’s Neue glücklich machen. Der Umzug in ein Pflegeheim ist ein einschneidendes Erlebnis für unsere Bewohner und ihre Angehörigen. Wir wollen diesen letzten Lebensabschnitt deshalb individuell und abwechslungsreich gestalten. Das ist nur möglich, wenn jeder Mitarbeiter bereit ist, sich auf seine Schützlinge einzulassen.”

Thomas Münch, Geschäftsführer der Stiftung Münch Pflege- und Behindertenheime

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