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Änderungen im SEPA-Zahlungsverkehr

Am 20. November 2016 wird das neue XML-Schema in der Version 3.0 gemäß Anlage 3 des DFÜ-Abkommens eingeführt. Die Änderungen haben vor allem Auswirkung auf die SEPA-Lastschriften.

Vorlauffristen

Die bisher bei COR1-Lastschriften zulässige verkürzte Vorlauffrist von D-1 wird zum europäischen Standard. SEPA-Lastschriften können dann unabhängig davon, ob sie zum ersten Mal,wiederkehrend oder einmalig erfolgen, bis einen TAR­GET-Arbeitstag (D-1) vor Fälligkeit eingereicht werden. Dies gilt unabhängig davon, in welcher SEPA-Formatversion die Lastschriften erstellt wurden.

SEPA-Basislastschriften (ab dem 20. November 2016):

Lastschriftart Vorlauffrist Sequence Type Bedeutung
Erstlastschrift D-1 FRST First (=erstmalig)
Folgelastschrift D-1 RCUR Recurrent (=wiederkehrend)
Letzte Lastschrift D-1 FNAL Final (=letztmalig)
Einmallastschrift D-1 OOFF One Off (=einmalig)

Weitere Informationen zu Annahmefristen enthält das Preis- und Leistungsverzeichnis für Geschäftskunden.

Zudem entfällt die Unterscheidung zwischen Erst- und Folgelastschrift (FRST/RCUR). Der Sequence Type."RCUR" (wie­derkehrend) kann theoretisch auch schon bei der Einreichung einer Erstlastschrift verwendet werden.

Weiterhin via Sequence Type zu unterscheiden sind einmalige und wiederkehrende Lastschriften.

Sie können über den 21.11.2016 hinaus bis auf weiteres (alte) CORE- und (alte) COR1-Lastschriften in der alten SEPA-Nachrichtenversion pain.008.003.02 einreichen, diese werden in das neue Format pain.008.001.02 umgewandelt.

Mandatsreferenz

Mit Verwendung der neuen Formatversion pain.008.001.02 (ab dem 20. November 2016 möglich) sind in der Mandatsreferenz auch Leerzeichen entsprechend den Regelungen des European Payments Council (EPC) zugelassen. Es wird empfohlen, in der Mandatsreferenz keine Leerzeichen zu verwenden, da diese auf dem papierhaften Mandat nicht immer eindeutig dargestellt werden können und möglicherweise zu Missverständnissen führen.

Beispiele:

  1. Leerzeichen sind zulässig, aber nicht empfohlen: 123aaa45678 und 123aaa 45678
    Diese beiden Mandatsreferenzen beschreiben unterschied­liche Mandate.
  2. Groß- und Kleinschreibung wird nicht beachtet: 123AAa45678 und 123aaA45678
    Diese beiden Mandatsreferenzen beschreiben das gleiche Mandat.
     

Bank ldentifier Code (BIC) bei Mandatsänderung

Aufgrund der Einführung von "IBAN only" hat sich bei der neuen Formatversion pain.008.001.02 folgende Änderung ergeben: SMNDA steht nicht mehr für "Same Mandate New Debtor Agent", sondern für "Same Mandate New Debtor Account". Die Angabe des BIC durch den Zahlungspflichtigen ist auch bei Mandatsänderungen SEPA-weit nicht mehr erforderlich. Für Aufträge in den alten Formatversionen gilt die bisherige Regelung.

Verwendung von Schrägstrichen

In der neuen Formatversion dürfen Referenzen, Kennzeichen und Kennungen weder mit einem Schrägstrich / beginnen oder enden, noch zwei aufeinanderfolgende Schrägstriche // beinhalten.

Umstellung der Scheckverrechnung

Ab dem 21. November 2016 wird die Scheckverrechnung für im Inland zahlbare Schecks in EUR wird vom DTA-Format auf den ISO-20022-Standard (XML) umgestellt. Kontonummer und Bankleitzahl werden dann durch die IBAN ersetzt und auf neu ausgegebenen Scheckformularen angedruckt. Die Ausstellung und Einreichung der bisher verwendeten Scheckvordrucke mit Kontonummer und Bankleitzahl sind jedoch weiterhin zulässig.

Ab dem 21. November 2016 können neue Verrechnungsschecks bestellt und eingereicht werden. Ansonsten gelten für die Vordruckherstellung die „Richtlinien für einheitliche Zahlungsverkehrsvordrucke von 2016“.