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Was tun bei Anlagebetrug?

Anlagebetrug hat viele Gesichter. Auf der Suche nach lukrativen Geldanlagen tappen Bankkund*innen immer wieder in die Falle. Was sich hinter Anlagebetrug verbirgt und wie du dich schützen kannst, zeigt dieser Artikel.

Dezember 2025
Die Formen des Anlagebetrugs können sehr kreativ sein. In den meisten Fällen versuchen Kriminelle, dich durch einen Anruf zu ködern und bitten dich, Geld an eine angebliche Tradingfirma oder eine*n Finanzmakler*in zu überweisen. Das Versprechen: schnelle Vermehrung deines Geldes. Die Realität: Du überweist immer höhere Summen und siehst dieses Geld am Ende nicht wieder.
In einem Beispielsfall versenden Betrüger*innen im Namen einer angeblichen Tochtergesellschaft der Bank in Frankreich Angebote mit „attraktiven“ Investitionsmöglichkeiten, etwa in Kryptowährungen wie Bitcoin. Zum Teil werden dazu Broschüren und Präsentationen mit einem gefälschten Logo der DKB an die potenziellen Opfer gesendet, etwa über soziale Netzwerke.
Das Versprechen:

Schnelle Vermehrung deines Geldes.

Eine andere Masche: Betrüger*innen schalten Werbung in bekannten Online-Magazinen oder sozialen Netzwerken, um seriös zu erscheinen. Sie versprechen schon bei kleinen Anlagebeträgen hohe Renditen. Einige werfen ihren Köder auch als Spam-Mails aus mit vermeintlich seriös klingenden Formulierungen wie „Ihr Schweizer Finanzpartner“. Andere werben im Namen von bekannten Persönlichkeiten, mit Firmen oder TV-Sendungen, ohne dass diese davon wissen. Das Ziel: Die Opfer sollen sich mit ihren Kontaktdaten auf einer gefälschten Webseite registrieren.
Die Realität:

Du überweist immer höhere Summen und siehst dieses Geld am Ende nicht wieder.

Ist das geschafft, ruft ein*e vermeintliche*r Berater*in oder ein*e Finanzmakler*in an und empfiehlt Anlagen in Kryptowährungen, Gold, Aktien, Währungen oder Rohstoffen. Natürlich sind diese Angebote immer nur kurzfristig verfügbar, du sollst dich also schnell entscheiden. Wer die Anlagesumme überweist, erhält Zugang zu einem Wertpapierdepot, auf dem die eingezahlten Geldbeträge und „Zinsen“ angezeigt werden. Mit immer neuen Angeboten werden die Anleger*innen dann überredet, noch mehr Geld zu „investieren“. Der Haken daran: Das Depot ist gefälscht, die Zinsen erfunden und das Geld verloren.
Gut zu wissen: Die Überweisungen sollen häufig auf ausländische Konten geschickt werden, oft nach Malta. Das erkennst du daran, dass die IBAN mit MT beginnt.

Woher haben die Betrüger*innen eigentlich meine Adresse?

Wie Cyberkriminelle an Mailadressen kommen, hat sich wohl jeder schon einmal gefragt. Vielleicht bist du bereits ausspioniert oder gehackt worden, ohne es zu merken.

Vorsichtig solltest du bei unseriösen Online-Gewinnspielen sein, bei denen du meist deine E-Mail-Adresse angeben musst. Tipp: Wenn du bei Gewinnspielen mitmachen möchtest, richte dir am besten eine Mailadresse ausschließlich für diese Zwecke ein. Benutze diese Adresse nicht für wichtige Zwecke wie für deinen Bankzugang.

Manchmal besteht der Trick aus vermeintlichen Jobanzeigen, etwa für „App-Tester*innen im Marktforschungsbereich“. Diese können darauf abzielen, dass Bewerber*innen ein Konto per VideoIdent-Verfahren eröffnen. In diesem Fall wird das eröffnete Konto im Namen der vermeintlichen „App-Tester*in“ missbräuchlich durch Dritte genutzt. Gib daher Vertragsunterlagen, insbesondere PIN und Login-Daten des Bankings, nie an Dritte weiter.

Wie erkenne ich Anlagebetrug?

Im oben beschriebenen Beispielsfall gilt: Die DKB AG hat keine Produkte für Privatkund*innen, die in Frankreich vertrieben werden. Bei einem Betrugsverdacht empfiehlt sich daher eine Recherche auf den Webseiten der betroffenen Unternehmen, um die Produkte oder Dienstleistungen abzugleichen.
Wenn du eine verdächtige E-Mail bekommen hast, leite diese als Anhang an phishingverdacht@dkb.de weiter. Die Bank kümmert sich um alles Weitere.
Aktuelle Informationen zu Phishing-Mails mit Beispielen findest du unter der Webseite Phishing – Aktuelle Betrugsmaschen.

Was tun, wenn ich auf Anlagebetrug hereingefallen bin?

Erstatte Anzeige bei der Polizei. Bewahre alle Korrespondenz auf und übergib sie den Ermittlungsbehörden. Du hilfst damit, den Betrüger*innen auf die Schliche zu kommen und bewahrst andere vor einem finanziellen Verlust.

Checkliste

  • Klicke auf keine Werbung in Online-Magazinen oder in sozialen Medien, die dir ungewöhnlich hohe Renditen verspricht.

  • Wenn ein Link zu einer Webseite führt, auf der du dich registrieren sollst, prüfe, ob du diese Seite mit Freunden teilen kannst. Funktioniert das nicht, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Betrugsversuch. Denn durch das Teilen wird die genaue Adresse der Webseite aufgedeckt.

  • Gib keine persönlichen Daten weiter. Erlaube niemandem, sich auf deinem Computer einzuloggen, um dir beim Einrichten des Zugangs zu helfen.

  • Bleibe misstrauisch. Öffne keine E-Mails mit Schlagwörtern wie „Ihr Schweizer Finanzpartner“, „Sonderbericht“ etc.

  • Berühmte Persönlichkeiten beraten dich nicht zu Finanzprodukten. Hierbei handelt es sich um Fake-Konten.

TIPP

Behalte dein Konto im Blick: Grundsätzlich ist es ratsam, sein Konto regelmäßig zu überprüfen. Denn so fallen dir fehlerhafte oder betrügerische Abbuchungen frühzeitig auf.

Phishing erkennen: Umfrage

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