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Ein Kind bezahlt mit seiner Visa Debitkarte ein Eis.

Vom Taschengeld zur ersten Bankkarte: Finanzielle Meilensteine im Leben eines Kindes

Kinder lernen finanzielle Kompetenz Schritt für Schritt. Taschengeld, Sparziele, Konto und Karte bilden wichtige Meilensteine – begleitet von den Eltern als sichere Guides.

Januar 2026

Das Wichtigste in Kürze:

  • Kinder lernen den Umgang mit Geld am besten durch eigene Erfahrungen.

  • Taschengeld, Sparziele und kleine Einkäufe sind erste Schritte zu finanzieller Verantwortung.

  • Ein Kinderkonto unterstützt selbstständiges Lernen – sicher und altersgerecht.

  • Finanzbildung beginnt früh: Wer den Umgang mit Geld schon als Kind übt, gewinnt Selbstvertrauen.

  • Als Elternteil kannst du deine Kinder in ihrer Finanzbildung begleiten und ihnen dabei auch Raum für eigene Entscheidungen lassen.

Kinder erleben täglich, dass mit Geld Dinge bezahlt werden – aber sie wissen oft nicht, woher Geld kommt, wie viel Dinge kosten oder warum man manchmal warten muss, um sich etwas leisten zu können.
Gerade deshalb beginnt Finanzbildung nicht mit Tabellen oder Regeln, sondern im täglichen Erleben. Und du als Elternteil oder Bezugsperson kannst diesen Weg bewusst begleiten: mit Geduld, Offenheit und den richtigen Werkzeugen.

Die Grundlagen: Finanzielle Bildung im Alltag

Noch bevor dein Kind eigenes Geld erhält, entstehen wichtige Lernerfahrungen im Alltag. Du als Elternteil oder Bezugsperson kannst diese Finanzbildung mit bestimmten Verhaltensweisen bewusst fördern:
  • beim Einkaufen Preise vergleichen,

  • darüber sprechen, warum manche Dinge teurer sind,

  • erklären, warum man nicht immer sofort alles kaufen kann, und

  • zeigen, wie man ein Budget plant.

Diese frühen Gespräche prägen das Verständnis von Wert, Kosten und Entscheidungen – und bilden die Basis für alle späteren Meilensteine.

Die Grundlagen: Spielerisch den Umgang mit Geld lernen

Kinder lernen am besten, wenn sie Dinge ausprobieren dürfen. Spielerische Ansätze helfen dabei, Geldkonzepte niedrigschwellig zu verstehen.
Brettspiele wie Monopoly Junior oder Das Spiel des Lebens sind unterhaltsame Familienspiele, die gleichzeitig Zusammenhänge zwischen Risiko, Planung und Glück aufzeigen.
Auch Lern-Apps können die Finanzbildung von Kindern stärken, indem sie Sparen, Budgetieren oder einfache Finanzbegriffe altersgerecht und interaktiv erklären. Beispiele hierfür sind die pädagogische Taschengeld-App finalino sowie die App Budget+plus, deren Entwicklung von der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz gefördert wurde.
Bei kleineren Kindern können Rollenspiele wie „Einkaufsladen spielen“ ein Gefühl für Preise, Rechnen und Wechselgeld vermitteln. Zudem gibt es Kinderbücher, die einen erzählerischen Zugang zu Geld, Werten und Konsum schaffen, darunter Alles Geld der Welt und Millemaus und die magische Kraft der Spardosen.

Der erste Meilenstein: Taschengeld – lernen, mit Geld umzugehen

Taschengeld ist viel mehr als nur ein kleiner Geldbetrag. Es ist die erste echte Gelegenheit, eigenverantwortlich über Geld zu entscheiden. Kinder erleben dadurch, dass Geld endlich ist und dass sie lernen müssen, Prioritäten zu setzen.
Doch wie viel Taschengeld ist sinnvoll? Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) empfiehlt je nach Alter feste Beträge. Die genauen Beträge findest du in unserem ausführlichen Taschengeld-Ratgeber. Wichtiger als die Höhe ist dabei die Regelmäßigkeit: Taschengeld sollte verlässlich ausgezahlt werden – wöchentlich bei jüngeren Kindern, monatlich bei älteren. Zudem sollte Taschengeld nicht als Belohnung für Hausarbeit dienen. Es ist ein Lerninstrument, kein Entlohnungssystem.

Warum Taschengeld wichtig ist

Gute Gründe für Taschengeld

Kinder lernen, dass Geld endlich ist, und entwickeln ein Gefühl für Preise, Werte und Wünsche. Wenn das Lieblingsspielzeug plötzlich das gesamte Monatsbudget kostet, lernen sie: Man kann nicht alles gleichzeitig haben – und Sparen lohnt sich.

Lass dein Kind eigene Entscheidungen treffen, auch wenn du innerlich manchmal denken magst „Das ist keine gute Idee.“ Fehler gehören zum Lernprozess – besser jetzt mit kleinen Beträgen als später mit großen.

Der zweite Meilenstein: Sparen – Wünsche planen und Prioritäten entwickeln

Sparen ist für Kinder ein entscheidender Entwicklungsschritt, denn dabei geht es um weit mehr als darum, Geld zurückzulegen. Wenn ein Kind ein Sparziel hat, lernt es, Wünsche zu formulieren und Entscheidungen bewusst zu treffen. Ein neues Spiel, ein besonderes Buch oder ein gemeinsamer Ausflug werden plötzlich zu Zielen, die nicht sofort erreichbar sind – und genau das eröffnet wichtige Lernchancen.
Beim Sparen erfährt dein Kind, dass manche Wünsche Zeit brauchen und Prioritäten gesetzt werden müssen. Wenn es sich entscheidet, heute auf einen kleinen Spontankauf zu verzichten, um dem größeren Ziel näherzukommen, entwickelt es ein Gefühl für Abwägung und Selbstkontrolle. Gleichzeitig entsteht das Bewusstsein, dass Entscheidungen Konsequenzen haben: Ein impulsiver Kauf verlängert den Weg zum Ziel, ein kluger Verzicht bringt es dagegen näher.
Damit Sparen für Kinder greifbar bleibt, hilft es, Fortschritte sichtbar zu machen. Ein durchsichtiges Sparschwein oder eine digitale Übersicht können dafür sorgen, dass dein Kind sieht, wie das Ersparte wächst. Als Elternteil oder Bezugsperson besteht deine Rolle darin, zu begleiten und zu bestärken – nicht darin, das Ziel vorzugeben oder zu kontrollieren. Indem du Interesse zeigst, gemeinsam mit dem Kind über Fortschritte sprichst und den Prozess positiv unterstützt, kann ein starkes Fundament für spätere finanzielle Entscheidungen entstehen.

Der dritte Meilenstein: Das Kinderkonto – Finanzbildung für ältere Kinder

Spätestens im Grundschulalter spielt Geld eine zunehmend größere Rolle im Leben eines Kindes. Ein Kinderkonto schafft den Übergang von der analogen zur digitalen Finanzwelt. Es ermöglicht deinem Kind:
  • Kontostände selbstständig zu prüfen,

  • digitale Transaktionen nachzuvollziehen,

  • zu verstehen, wie Ein- und Ausgänge zusammenhängen, und

  • ein Gespür dafür zu entwickeln, dass digitale Abbuchungen echtes Geld sind.

Als erziehungsberechtigte Person bleibst du ins Banking eingebunden, kannst Limits setzen und Ausgaben begleiten.
Im jugendlichen Alter werden junge Menschen dann häufig neugierig: Was sind Aktien? Warum sparen Menschen fürs Alter? Was bedeutet Risiko beim Investieren? Als Elternteil kannst du dann beispielsweise anhand eines Junior-Depots erläutern, was ein Depot ist und wie Wertpapiere grundsätzlich funktionieren. Wichtig ist auch, gemeinsam mit den Jugendlichen über Chancen und Risiken der Geldanlage zu sprechen und warum „langfristig investieren“ Sinn ergeben kann.
Ziel ist nicht, dass Jugendliche aktiv handeln, sondern dass sie verstehen, wie Wirtschaft, Geld und Vermögensaufbau zusammenhängen – damit sie zum 18. Geburtstag nicht plötzlich mit einem Depot dastehen, ohne jemals Orientierung erhalten zu haben.

Der vierte Meilenstein: Die erste Bankkarte

Mit zunehmendem Alter wollen Kinder mehr Selbstständigkeit, auch beim Bezahlen. Mit der eigenen Bankkarte lernen sie, wie bargeldloses Bezahlen funktioniert – und dass digitale Transaktionen genauso „echtes“ Geld sind wie Münzen oder Scheine.
Viele Eltern haben anfangs Sorge: Geht mein Kind verantwortungsvoll mit der ersten Karte um? Versteht es digitale Zahlungen? Was passiert, wenn etwas schiefgeht?
Die gute Nachricht: Du kannst diesen Schritt sicher gestalten:
  • Kontrolle und Transparenz: Du siehst im Banking des Kinderkontos jederzeit, welche Umsätze stattfinden und wie viel Guthaben verfügbar ist.

  • Funktionale Sicherheit: Kinderkarten sind meist auf sichere Grundfunktionen begrenzt. Bei der DKB kannst du mit Card Control in der DKB-App nützliche Sicherheitsfunktionen für die Karte deines Kindes einsehen.

  • Sperren bei Verlust: Wird die Karte verloren, lässt sie sich sofort sperren. Ein wichtiges Sicherheitsnetz für Kind und Eltern.

  • Gemeinsame Reflexion: Sprich regelmäßig mit deinem Kind: Welche Käufe waren sinnvoll? Welche nicht? Wie fühlt es sich an, eine Karte zu nutzen?

Checkliste

1. Sprich regelmäßig über Geld und beziehe dein Kind in einfache Entscheidungen ein.

2. Gib Taschengeld zuverlässig und lass dein Kind eigene Erfahrungen machen.

3. Unterstütze dein Kind beim Sparen, indem ihr Ziele formuliert und Fortschritte sichtbar haltet.

4. Übt spielerisch den Umgang mit Geld – im Alltag, mit Spielen oder kleinen Rollenspielen.

5. Nutzt ein Kinderkonto, um digitale Finanzkompetenz sicher und altersgerecht aufzubauen.

TIPP

Gib Orientierung, aber übernimm nicht die Kontrolle – echte Finanzkompetenz wächst nur durch eigene Entscheidungen.

Fazit: Finanzielle Bildung beginnt zu Hause

Taschengeld, Sparen, ein Kinderkonto und die erste Bankkarte sind dabei nicht nur praktische Stationen – sie sind Lernräume, die deinem Kind Selbstbewusstsein, Verständnis und Urteilsvermögen vermitteln.
Du musst dafür kein*e Finanzexpert*in sein. Deine Rolle besteht darin, Fragen zu beantworten, Entscheidungen zu begleiten und deinem Kind Raum zu lassen, eigene Erfahrungen zu machen. Mit dieser Mischung aus Orientierung und Freiheit wächst echte Finanzkompetenz – eine Fähigkeit, die ein Leben lang trägt.
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Marketingmitteilung

Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Marketingmitteilung, die nicht im Einklang mit Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt wurde und auch keinem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen unterliegt.

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