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Ein Kind pustet Seifenblasen

Sparen für Kinder: So findest du den passenden Weg

Wer Geld für Kinder zurücklegen möchte, hat verschiedene Optionen. Wir erläutern, wie Familien realistisch starten können, welche Anlageformen infrage kommen und worauf du beispielsweise bei Kinderdepot und Steuern achten solltest.

September 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Früh mit dem Sparen für Kinder zu beginnen, kann sinnvoll sein – auch wenn zunächst nur kleine Beträge möglich sind.

  • Welche Lösung passt, hängt vor allem von Ziel, Zeitraum, Sicherheitsbedürfnis, Flexibilität und familiärem Budget ab.

  • Für längere Anlagezeiträume kann ein Kinderdepot mit breit gestreuten Fonds oder börsengehandelten Indexfonds eine Option sein.

  • Vor größeren Entscheidungen sollten auch beim Sparen für Kinder steuerliche Aspekte geprüft werden.

Viele Eltern, Großeltern und andere Angehörige möchten früh etwas für ein Kind zurücklegen. Manchmal geht es um den Führerschein oder die erste eigene Wohnung, manchmal auch einfach darum, dem Kind später mehr Spielraum zu geben. Genau deshalb stellen sich viele Familien die gleiche Frage: Wie kann Sparen für Kinder sinnvoll gelingen, ohne dass es kompliziert oder finanziell (zu) herausfordernd wird? Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Optionen es gibt.

Wie viel sollte man für Kinder sparen?

Welcher Sparbetrag für Kinder der richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn dieser hängt grundsätzlich vom jeweiligen Haushaltsbudget ab und sollte dieses nicht zu sehr belasten.
Sparen für Kinder: Einstiegsmöglichkeiten
Nicht jede Familie hat am Ende des Monats noch genug Reserven, um regelmäßig etwas fürs Kind zurückzulegen. Um einen Überblick über die eigenen Finanzen zu bekommen, können Familien beispielsweise ein Haushaltsbuch führen – und somit klar aufdecken, welches Budget möglicherweise noch fürs Sparen verfügbar ist.
Ist ein passendes Budget identifiziert, können ein Dauerauftrag auf ein Sparkonto oder ein Sparplan dabei helfen, dranzubleiben. Das automatisiert die Rücklage für den Nachwuchs und macht sie zu einem festen Teil der familiären Finanzplanung. Übrigens können auch Geldgeschenke für die Kinder – beispielsweise zu Feiertagen oder wichtigen Ereignissen wie Taufe oder Einschulung – als Anlass für den Spareinstieg genommen werden.
Beim Sparen für Kinder braucht es keine starren Regeln
Wichtig ist, dass es nicht darum geht, unbedingt einen bestimmten Betrag erreichen zu müssen. Bereits kleine Sparbeträge können über lange Zeiträume sinnvoll sein. Daher gilt es vielmehr eine gewisse Regelmäßigkeit bei der Rücklage für Kinder zu erreichen, als den perfekten Sparbetrag.

Rechenbeispiele: Was aus kleinen Beträgen werden kann

Wer monatlich Geld für ein Kind zurücklegt, kann langfristig auch mit überschaubaren Beträgen eine beachtliche Summe ansparen. Entscheidend sind vor allem die Höhe der Sparrate, die Laufzeit und die mögliche Rendite. Die folgenden Beispiele zeigen, wie sich regelmäßiges Sparen entwickeln könnte:

  • 25 Euro monatlich: Ohne Rendite werden daraus nach 6 Jahren 1.800 Euro, nach 12 Jahren 3.600 Euro und nach 18 Jahren 5.400 Euro. Bei einer angenommenen Rendite von 2 Prozent pro Jahr wären es nach 18 Jahren rund 6.500 Euro, bei 6 Prozent pro Jahr rund 9.700 Euro.

  • 50 Euro monatlich: Ohne Rendite kommen nach 6 Jahren 3.600 Euro, nach 12 Jahren 7.200 Euro und nach 18 Jahren 10.800 Euro zusammen. Bei 2 Prozent Rendite pro Jahr wären es nach 18 Jahren rund 13.000 Euro, bei 6 Prozent pro Jahr rund 19.500 Euro.

  • 100 Euro monatlich: Ohne Rendite ergibt sich nach 6 Jahren ein Betrag von 7.200 Euro, nach 12 Jahren 14.400 Euro und nach 18 Jahren 21.600 Euro. Bei 2 Prozent Rendite pro Jahr wären es nach 18 Jahren rund 26.000 Euro, bei 6 Prozent pro Jahr rund 38.900 Euro.

Diese Beispiele sind vereinfacht und dienen nur zur Orientierung. In der Praxis können Kosten, Steuern, Inflation und schwankende Renditen das Ergebnis verändern.

Einmalzahlungen und monatliches Sparen kombinieren
Um die Regelmäßigkeit beim Sparen aufzubauen, können Einmalzahlungen ein guter Start sein: Lege jedes Mal, wenn im Familienbudget etwas mehr Spielraum ist – beispielsweise durch Urlaubs- oder Weihnachtsgeld – auch etwas für das Kind zur Seite. Dadurch schaffst du eine solide Spargrundlage. Die Kombination aus diesem Startbetrag und einer regelmäßigen Sparrate kann besonders effektiv sein. Wenn es ins Budget passt, dann lege also zusätzlich noch monatlich etwas für das Kind zurück – selbst kleine Beträge lohnen sich langfristig.

Geld für Kinder anlegen: Welche Anlageformen gibt es?

Welche Anlageform passt, hängt vor allem davon ab, wann das Geld gebraucht wird und wie flexibel es verfügbar bleiben soll. Für kurzfristige Ziele kann Sicherheit wichtiger sein als Rendite. Bei längeren Zeiträumen können auch Anlagen mit Schwankungen infrage kommen, wenn sie zur Risikobereitschaft der Familie passen.
Klassische Sparformen: Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld
  • Mit Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld kannst du Geld sicher anlegen. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt dein Guthaben bis zu den gesetzlichen Grenzen. Je nach Sparform können Verfügungsgrenzen oder Kündigungsfristen gelten. Die Zinsen sind meist niedrig. Liegen sie unter der Inflationsrate, verliert dein Erspartes mit der Zeit an Kaufkraft.

  • Ein Tagesgeldkonto bietet mehr Flexibilität. Es ist als Spar- und nicht als Alltagskonto gedacht. Hier bleibt das Geld in der Regel verfügbar und kann zum Beispiel für kurzfristige Ziele genutzt werden. Die Verzinsung ist meist gering, doch häufig höher als bei einem Sparbuch.

  • Ein Festgeldkonto kann sinnvoll sein, wenn ein Betrag für einen bestimmten Zeitraum sicher nicht gebraucht wird. Der Zinssatz wird für die vereinbarte Laufzeit festgelegt, dafür ist das Geld während dieser Zeit meist nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Festgeld passt deshalb eher zu planbaren Zeiträumen als zu Rücklagen, die kurzfristig erreichbar bleiben sollen.

Fonds und börsengehandelte Indexfonds für Kinder
Für längere Anlagezeiträume können beim Sparen für Kinder vor allem wertpapierbasierte Anlagen infrage kommen. Dazu zählen Fonds und börsengehandelte Indexfonds. Ein aktiv gemanagter Fonds wird von Fondsmanager*innen gesteuert, die Anlageentscheidungen treffen. Börsengehandelte Fonds, sogenannte ETFs, bilden häufig einen Index nach, zum Beispiel einen Aktienindex.
Der Vorteil breit gestreuter Fonds und ETFs liegt darin, dass das Geld auf viele Unternehmen, Branchen oder Länder verteilt werden kann. Das kann das Risiko einzelner Werte reduzieren. Außerdem sind bei dieser Anlageform höhere Renditechancen möglich als bei klassischen Sparformen. Gleichzeitig sind Wertpapiere nicht risikofrei. Ihr Wert kann schwanken, und auch Verluste sind möglich. Wenn du für ein Kind über viele Jahre sparst, kannst du solche Schwankungen unter Umständen eher aushalten als bei einem sehr kurzen Anlagezeitraum. Dennoch sollte die Anlage immer zu deinem Sicherheitsbedürfnis passen.
Einzelaktien: Warum Streuung wichtig ist
Auch Einzelaktien können Teil einer Geldanlage für ein Kind sein. Sie sind jedoch stärker davon abhängig, wie sich ein einzelnes Unternehmen entwickelt. Fällt der Kurs dieser Aktie deutlich, wirkt sich das direkt auf den angelegten Betrag aus. Dieses sogenannte Klumpenrisiko ist höher, wenn nur wenige einzelne Werte gehalten werden. Wenn du dich für den Kauf von Einzelaktien entscheidest, ist es daher wichtig, die Aktien breit über Regionen und Branchen zu streuen, um dieses Risiko zu verringern. Außerdem könntest du Einzelaktien mit anderen Geldanlageformen kombinieren, um deine Anlage weiter zu diversifizieren.
Weitere Sparmöglichkeiten: Bausparvertrag und Co.
Neben Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld und Wertpapieren gibt es weitere Produkte, die für einzelne Sparziele infrage kommen können. Ein Bausparvertrag kann zum Beispiel dann eine Rolle spielen, wenn später der Erwerb oder Bau einer Immobilie das Ziel ist. Er bietet Planbarkeit, ist aber nicht für jedes Sparvorhaben passend. Ausbildungsversicherungen verbinden häufig Sparen mit Versicherungselementen. Hier sollten Familien genau auf Kosten, Flexibilität und Bedingungen achten. Solche Produkte können in bestimmten Situationen passen, sollten aber nicht allein wegen des Namens als Standardlösung für Ausbildung oder Studium verstanden werden.

Wie lege ich Geld für mein Kind an? So findest du eine passende Richtung

Nachdem du die wichtigsten Spar- und Anlageformen kennengelernt hast, können drei Fragen helfen, sie für deine Situation besser einzuordnen.

  • Wofür soll das Geld später genutzt werden?

Manche Familien sparen für konkrete Ziele wie den Führerschein, ein Auslandsjahr oder die erste eigene Wohnung. Andere möchten langfristig Vermögen aufbauen und ihrem Kind später mehr finanziellen Spielraum ermöglichen.

Je klarer das Sparziel ist, desto leichter lässt sich die passende Spar- oder Anlagelösung auswählen.

  • Wann wird das Geld voraussichtlich benötigt?

Der Anlagezeitraum spielt eine wichtige Rolle. Soll das Geld bereits in wenigen Jahren verfügbar sein, stehen häufig Sicherheit und Flexibilität im Vordergrund. Liegt das Ziel noch viele Jahre in der Zukunft, können auch Anlageformen mit zwischenzeitlichen Wertschwankungen infrage kommen.

  • Wie wichtig sind Sicherheit und Flexibilität?

Einige Familien möchten jederzeit auf das Geld zugreifen können. Andere sind bereit, das Geld über einen längeren Zeitraum anzulegen, wenn dafür höhere Ertragschancen möglich sind. Welche Lösung sinnvoll sein kann, hängt daher auch vom persönlichen Sicherheitsbedürfnis und der individuellen Risikobereitschaft ab.

Geplantes SparzielMöglicher AnlagezeitraumAnlageformen, die infrage kommen können
Kurzfristige Ausgaben, z. B. Laptopbis 3 JahreTagesgeld
Führerschein oder erstes Fahrzeugetwa 3 bis 8 JahreTagesgeld, Festgeld oder breit gestreute Wertpapieranlagen
Studium, Ausbildung oder erste Wohnungetwa 10 Jahre +Kinderdepot mit breit gestreuten Fonds oder ETFs, Tagesgeld
Langfristiger Vermögensaufbau15 Jahre +Kinderdepot mit breit gestreuten Wertpapieranlagen
Die Beispiele dienen nur der Orientierung. Welche Lösung passend ist, hängt immer von der individuellen Situation, dem verfügbaren Budget sowie dem persönlichen Sicherheitsbedürfnis und der Risikobereitschaft ab. Viele Familien nutzen auch mehrere Anlageformen parallel – etwa Tagesgeld für kurzfristige Rücklagen und ein Kinderdepot für langfristige Sparziele.

Kinderdepot: So funktioniert ein Depot für Kinder

Ein Kinderdepot ist ein Wertpapierdepot auf den Namen des Kindes. Darin können beispielsweise Fonds, ETFs oder andere Wertpapiere verwahrt werden. Bis zur Volljährigkeit verwalten in der Regel die Eltern als gesetzliche Vertreter*innen das Depot. Das Vermögen gehört jedoch grundsätzlich dem Kind und sollte daher nicht für eigene Zwecke der Eltern verwendet werden.
Kinderdepot oder Depot der Eltern?
Bei einem Depot der Eltern bleibt das Vermögen rechtlich bei ihnen. Sie entscheiden, ob und wann sie dem Kind später Geld übertragen. Bei einem Kinderdepot ist das Geld dem Kind zugeordnet. Ob ein Depot auf den Namen des Kindes oder auf den Namen der Eltern besser passt, hängt von mehreren Faktoren ab. Beim Kinderdepot können eigene steuerliche Freibeträge des Kindes eine Rolle spielen. Gleichzeitig geben Eltern die spätere Kontrolle über das Vermögen ab, weil das Kind mit 18 Jahren grundsätzlich selbst darüber verfügen kann. Ein Depot der Eltern kann mehr Kontrolle ermöglichen. Dafür werden Kapitalerträge grundsätzlich den Eltern zugerechnet. Welche Variante sinnvoller ist, hängt daher von der individuellen Präferenz und Steuersituation ab.
Juniordepot: Schenke deinem Kind einen starken Start ins Leben!

Mit dem Juniordepot nutzt du für dein Kind die Vorteile einer langfristigen Geldanlage. Warte nicht, sondern beginne möglichst zeitig damit, eine finanzielle Basis für dein Kind aufzubauen.

Was passiert mit dem Kinderdepot ab 18 Jahren?
Der 18. Geburtstag ist für Kinder ein Meilenstein. Auch beim Kinderdepot spielt er eine zentrale Rolle. Ab der Volljährigkeit kann das Kind grundsätzlich selbst über das Depot und das darin enthaltene Vermögen verfügen. Für viele Familien ist das kein Problem, wenn das Geld ohnehin für Ausbildung, Studium, Führerschein oder erste Wohnung gedacht ist. Trotzdem lohnt es sich, früh darüber zu sprechen. Jugendliche können schrittweise lernen, was Risiko, Rendite, Kosten und Verfügbarkeit bedeuten. So wird der Übergang nicht nur organisatorisch vorbereitet, sondern auch praktisch im Familienalltag begleitet.

Kinderdepot eröffnen – was du vorbereiten solltest

Wenn du ein Kinderdepot eröffnen möchtest, werden Unterlagen zum Kind und zu den gesetzlichen Vertreter*innen benötigt. Dazu können zum Beispiel das Ausweisdokument oder die Geburtsurkunde des Kindes sowie Ausweisdokumente der Eltern gehören. Je nach Anbieter können weitere Unterlagen erforderlich sein.

Wenn du beispielsweise bei der DKB das Juniordepot für Kinder und Jugendliche eröffnen möchtest, benötigt dein Kind das kostenlose Girokonto u18. Hierfür brauchst du die Zugangsdaten. Im Banking deines Kindes kannst du dann mit wenigen Klicks auch das Juniordepot eröffnen.

Steuern beim Sparen für Kinder: Was du wissen solltest

Steuerliche Fragen spielen beim Sparen für den Nachwuchs eine wichtige Rolle, sollten aber nicht abschrecken. Wichtig ist: Kinder sind steuerlich eigene Personen. Wenn Vermögen auf den Namen des Kindes läuft, werden auch die dazugehörigen Kapitalerträge grundsätzlich dem Kind zugerechnet. Dazu zählen zum Beispiel Zinsen, Dividenden oder realisierte Kursgewinne.
Freistellungsauftrag für das Kind
Wenn Kapitalerträge für das Kind entstehen, beispielsweise im Juniordepot, kann ein Freistellungsauftrag wichtig sein. Damit können Kapitalerträge bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags ohne direkten Steuerabzug bleiben. Für den Freistellungsauftrag wird die Steueridentifikationsnummer des Kindes benötigt.
Sparerpauschbetrag und Nichtveranlagungsbescheinigung
Wie Erwachsene haben auch Kinder einen eigenen Sparerpauschbetrag. Kapitalerträge bleiben bis zu diesem Betrag vom Steuerabzug verschont, wenn ein passender Freistellungsauftrag eingerichtet ist. Aktuell beträgt der Sparerpauschbetrag 1.000 Euro für ledige Personen (Stand: 2026).
Wenn die Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag übersteigen, kann für Kinder außerdem eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) relevant sein. Sie wird beim Finanzamt beantragt und gilt in der Regel ein bis drei Jahre. Die Bescheinigung bestätigt, dass voraussichtlich keine Einkommensteuer anfällt.
Schenkungen an Kinder
Wenn Eltern, Großeltern oder andere Angehörige Geld auf ein Kind übertragen, kann es sich steuerlich um eine Schenkung handeln. Dafür gelten Freibeträge, deren Höhe vom Verwandtschaftsverhältnis abhängt. Meist werden diese Beträge im Alltag nicht erreicht. Für Schenkungen von Eltern an eigene Kinder gilt derzeit (2026) ein Freibetrag von 400.000 Euro je Elternteil und Kind innerhalb von zehn Jahren. Bei größeren Summen kann dir ein*e Steuerberater*in weiterhelfen. Wichtig ist außerdem: Geld, das dem Kind geschenkt wird, gehört grundsätzlich dem Kind. Eltern verwalten es bis zur Volljährigkeit, sollten es aber nicht einfach für eigene Zwecke verwenden.

BAföG und Familienversicherung im Blick behalten

Wenn Geld auf den Namen des Kindes angelegt wird, kann es später relevant werden – zum Beispiel beim BAföG oder bei der Familienversicherung. Denn Vermögen oder Kapitalerträge des Kindes können dort unter bestimmten Voraussetzungen angerechnet werden. Prüfe deshalb vor größeren Einzahlungen die aktuellen Grenzwerte. So vermeidest du Überraschungen, wenn dein Kind später BAföG beantragt oder familienversichert bleiben soll.

Sparen für Kinder nach Alter: Was sich mit der Zeit verändert

Sparen für Kinder sieht nicht in jeder Lebensphase gleich aus. Eine feste Strategie nach Alter braucht es nicht. Trotzdem verändern sich mit der Zeit die Fragen, die für Familien wichtig werden.
Geburt bis 5 Jahre: Langer Zeithorizont
Wer kurz nach der Geburt mit dem Sparen fürs Kind beginnt, hat besonders viel Zeit. Das kann helfen, auch mit kleinen Beträgen langfristig Vermögen aufzubauen. Je nach Sicherheitsbedürfnis können unterschiedliche Lösungen infrage kommen: Tagesgeld für flexible Rücklagen, Festgeld für planbare Zeiträume oder Wertpapieranlagen für langfristige Ziele.
6 bis 12 Jahre: Finanzbildung beginnt im Alltag
Im Grundschulalter und darüber hinaus können Kinder langsam mit einbezogen werden. Taschengeld, Sparziele oder Geldgeschenke bieten gute Anlässe, über Geld zu sprechen. Dabei muss es nicht um komplexe Finanzthemen gehen. Schon die Frage, warum ein Teil ausgegeben und ein Teil zurückgelegt wird, kann helfen, ein erstes Gefühl für Geld zu entwickeln.
13 bis 17 Jahre: Übergang ins Erwachsenenalter vorbereiten
Bei Jugendlichen werden Mitbestimmung und Verantwortung wichtiger. Jetzt können Gespräche über Ziele, Risiko, Rendite und Verfügbarkeit konkreter werden. Wenn ein Kinderdepot besteht, sollte auch der Übergang mit 18 Jahren rechtzeitig Thema sein. So weiß das Kind, wofür das Geld gedacht war und welche Entscheidungen später anstehen.

Checkliste

Typische Fehler beim Sparen für Kinder und wie du sie vermeidest

  • Auf den perfekten Start warten: Auch kleine Beträge können ein guter Anfang sein.

  • Inflation ausblenden: Niedrige Zinsen können Kaufkraft kosten.

  • Kosten unterschätzen: Gebühren wirken über viele Jahre.

  • Zeitraum ignorieren: Kurze und lange Sparziele brauchen unterschiedliche Lösungen.

  • Steuern vergessen: Freistellungsauftrag prüfen.

  • Volljährigkeit übersehen: Mit 18 Jahren kann das Kind grundsätzlich selbst verfügen.

TIPP

Überprüfe deine Sparlösung regelmäßig – zum Beispiel einmal im Jahr oder wenn sich eure familiäre Situation verändert.

Fazit: Früh starten, flexibel bleiben

Sparen für Kinder muss nicht perfekt beginnen. Wichtig ist, dass der gewählte Weg zu deinem Budget, deinem Ziel und deinem Sicherheitsbedürfnis passt. Für kurzfristige oder flexible Rücklagen können klassische Sparformen wie Tagesgeld eine Rolle spielen. Für langfristige Ziele könnte auch ein Kinderdepot mit breit gestreuten Wertpapieren infrage kommen. Bleibe handlungsfähig, indem du regelmäßig prüfst, ob die gewählte Lösung noch zu deiner Situation passt. Das gilt besonders bei größeren Geldgeschenken, veränderten Lebensumständen oder wenn das Kind älter wird. So wird Sparen für Kinder nicht zur Pflicht, sondern zu einer Möglichkeit, dem Kind Schritt für Schritt mehr finanziellen Spielraum zu schaffen.
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