- 1. Wie viel sollte man für Kinder sparen?
- 2. Geld für Kinder anlegen: Welche Anlageformen gibt es?
- 3. Kinderdepot: So funktioniert ein Depot für Kinder
- 4. Steuern beim Sparen für Kinder: Was du wissen solltest
- 5. Sparen für Kinder nach Alter: Was sich mit der Zeit verändert
- 6. Fazit: Früh starten, flexibel bleiben
Das Wichtigste in Kürze
Früh mit dem Sparen für Kinder zu beginnen, kann sinnvoll sein – auch wenn zunächst nur kleine Beträge möglich sind.
Welche Lösung passt, hängt vor allem von Ziel, Zeitraum, Sicherheitsbedürfnis, Flexibilität und familiärem Budget ab.
Für längere Anlagezeiträume kann ein Kinderdepot mit breit gestreuten Fonds oder börsengehandelten Indexfonds eine Option sein.
Vor größeren Entscheidungen sollten auch beim Sparen für Kinder steuerliche Aspekte geprüft werden.
Wie viel sollte man für Kinder sparen?
Rechenbeispiele: Was aus kleinen Beträgen werden kann
Wer monatlich Geld für ein Kind zurücklegt, kann langfristig auch mit überschaubaren Beträgen eine beachtliche Summe ansparen. Entscheidend sind vor allem die Höhe der Sparrate, die Laufzeit und die mögliche Rendite. Die folgenden Beispiele zeigen, wie sich regelmäßiges Sparen entwickeln könnte:
25 Euro monatlich: Ohne Rendite werden daraus nach 6 Jahren 1.800 Euro, nach 12 Jahren 3.600 Euro und nach 18 Jahren 5.400 Euro. Bei einer angenommenen Rendite von 2 Prozent pro Jahr wären es nach 18 Jahren rund 6.500 Euro, bei 6 Prozent pro Jahr rund 9.700 Euro.
50 Euro monatlich: Ohne Rendite kommen nach 6 Jahren 3.600 Euro, nach 12 Jahren 7.200 Euro und nach 18 Jahren 10.800 Euro zusammen. Bei 2 Prozent Rendite pro Jahr wären es nach 18 Jahren rund 13.000 Euro, bei 6 Prozent pro Jahr rund 19.500 Euro.
100 Euro monatlich: Ohne Rendite ergibt sich nach 6 Jahren ein Betrag von 7.200 Euro, nach 12 Jahren 14.400 Euro und nach 18 Jahren 21.600 Euro. Bei 2 Prozent Rendite pro Jahr wären es nach 18 Jahren rund 26.000 Euro, bei 6 Prozent pro Jahr rund 38.900 Euro.
Diese Beispiele sind vereinfacht und dienen nur zur Orientierung. In der Praxis können Kosten, Steuern, Inflation und schwankende Renditen das Ergebnis verändern.
Geld für Kinder anlegen: Welche Anlageformen gibt es?
Mit Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld kannst du Geld sicher anlegen. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt dein Guthaben bis zu den gesetzlichen Grenzen. Je nach Sparform können Verfügungsgrenzen oder Kündigungsfristen gelten. Die Zinsen sind meist niedrig. Liegen sie unter der Inflationsrate, verliert dein Erspartes mit der Zeit an Kaufkraft.
Ein Tagesgeldkonto bietet mehr Flexibilität. Es ist als Spar- und nicht als Alltagskonto gedacht. Hier bleibt das Geld in der Regel verfügbar und kann zum Beispiel für kurzfristige Ziele genutzt werden. Die Verzinsung ist meist gering, doch häufig höher als bei einem Sparbuch.
Ein Festgeldkonto kann sinnvoll sein, wenn ein Betrag für einen bestimmten Zeitraum sicher nicht gebraucht wird. Der Zinssatz wird für die vereinbarte Laufzeit festgelegt, dafür ist das Geld während dieser Zeit meist nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Festgeld passt deshalb eher zu planbaren Zeiträumen als zu Rücklagen, die kurzfristig erreichbar bleiben sollen.
Wie lege ich Geld für mein Kind an? So findest du eine passende Richtung
Nachdem du die wichtigsten Spar- und Anlageformen kennengelernt hast, können drei Fragen helfen, sie für deine Situation besser einzuordnen.
Wofür soll das Geld später genutzt werden?
Manche Familien sparen für konkrete Ziele wie den Führerschein, ein Auslandsjahr oder die erste eigene Wohnung. Andere möchten langfristig Vermögen aufbauen und ihrem Kind später mehr finanziellen Spielraum ermöglichen.
Je klarer das Sparziel ist, desto leichter lässt sich die passende Spar- oder Anlagelösung auswählen.
Wann wird das Geld voraussichtlich benötigt?
Der Anlagezeitraum spielt eine wichtige Rolle. Soll das Geld bereits in wenigen Jahren verfügbar sein, stehen häufig Sicherheit und Flexibilität im Vordergrund. Liegt das Ziel noch viele Jahre in der Zukunft, können auch Anlageformen mit zwischenzeitlichen Wertschwankungen infrage kommen.
Wie wichtig sind Sicherheit und Flexibilität?
Einige Familien möchten jederzeit auf das Geld zugreifen können. Andere sind bereit, das Geld über einen längeren Zeitraum anzulegen, wenn dafür höhere Ertragschancen möglich sind. Welche Lösung sinnvoll sein kann, hängt daher auch vom persönlichen Sicherheitsbedürfnis und der individuellen Risikobereitschaft ab.
| Geplantes Sparziel | Möglicher Anlagezeitraum | Anlageformen, die infrage kommen können |
|---|---|---|
| Kurzfristige Ausgaben, z. B. Laptop | bis 3 Jahre | Tagesgeld |
| Führerschein oder erstes Fahrzeug | etwa 3 bis 8 Jahre | Tagesgeld, Festgeld oder breit gestreute Wertpapieranlagen |
| Studium, Ausbildung oder erste Wohnung | etwa 10 Jahre + | Kinderdepot mit breit gestreuten Fonds oder ETFs, Tagesgeld |
| Langfristiger Vermögensaufbau | 15 Jahre + | Kinderdepot mit breit gestreuten Wertpapieranlagen |
Kinderdepot: So funktioniert ein Depot für Kinder
Kinderdepot eröffnen – was du vorbereiten solltest
Wenn du ein Kinderdepot eröffnen möchtest, werden Unterlagen zum Kind und zu den gesetzlichen Vertreter*innen benötigt. Dazu können zum Beispiel das Ausweisdokument oder die Geburtsurkunde des Kindes sowie Ausweisdokumente der Eltern gehören. Je nach Anbieter können weitere Unterlagen erforderlich sein.
Wenn du beispielsweise bei der DKB das Juniordepot für Kinder und Jugendliche eröffnen möchtest, benötigt dein Kind das kostenlose Girokonto u18. Hierfür brauchst du die Zugangsdaten. Im Banking deines Kindes kannst du dann mit wenigen Klicks auch das Juniordepot eröffnen.
Steuern beim Sparen für Kinder: Was du wissen solltest
BAföG und Familienversicherung im Blick behalten
Wenn Geld auf den Namen des Kindes angelegt wird, kann es später relevant werden – zum Beispiel beim BAföG oder bei der Familienversicherung. Denn Vermögen oder Kapitalerträge des Kindes können dort unter bestimmten Voraussetzungen angerechnet werden. Prüfe deshalb vor größeren Einzahlungen die aktuellen Grenzwerte. So vermeidest du Überraschungen, wenn dein Kind später BAföG beantragt oder familienversichert bleiben soll.


