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Kinder laufen über einen Schulhof

Taschengeld-Umfrage 2026

In Deutschland erhalten 62 % der Kinder weniger Taschengeld als offiziell empfohlen. Besonders ausgeprägt ist dies bei den 6- bis 7-Jährigen: Rund drei Viertel von ihnen liegen unter dem Durchschnitt der Empfehlung. Gleichzeitig dominiert weiterhin die Barzahlung: 64 % der Eltern geben Taschengeld in bar, digitale Zahlungswege nutzen nur rund 4 %. Das zeigt unsere repräsentative Umfrage unter 2.005 Eltern in Deutschland.

März 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • 2.005 Eltern wurden in Deutschland zu Höhe, Rhythmus und Auszahlung von Taschengeld befragt

  • 62 % der Eltern zahlen weniger als es den offiziellen Empfehlungen entspricht

  • Bei den 6- bis 7-Jährigen liegen 74 % unter den Empfehlungen

  • 29 % der Kinder erhalten bereits vor dem sechsten Lebensjahr Taschengeld

  • 44 % bekommen ihr Taschengeld wöchentlich, 39 % monatlich

  • Bargeld ist mit 64 % die häufigste Zahlungsart, Apps und digitale Karten nutzen rund 4 %

1. Taschengeldhöhe in Deutschland: Abweichungen von den Empfehlungen

Im Durchschnitt liegen 62 % der Eltern in Deutschland bei der Taschengeldhöhe unter den offiziell empfohlenen Richtwerten. Besonders ausgeprägt sind diese Abweichungen bei jüngeren Kindern, ziehen sich jedoch durch alle Altersgruppen.
Beispiele aus einzelnen Altersstufen:
  • Unter 6 Jahren: Hier liegt die monatliche Empfehlung im Schnitt bei 6 Euro. 42,3 % der Kinder erhalten weniger als 5 Euro.

  • 8–9 Jahre: Empfohlen werden durchschnittlich 14 Euro. Der am häufigsten genannte Betrag liegt bei 7,50 Euro und somit 46 % unter den Empfehlungen.

  • 10–11 Jahre: Die durchschnittliche Empfehlung liegt bei 20 Euro – 30,1 % der Kinder erhalten ebenfalls 7,50 Euro und liegen ganze 63 % unter der empfohlenen Taschengeldhöhe.

Wie viel Taschengeld erhalten Kinder in Deutschland?
Durchschnittswerte für Taschengeldhöhe in Deutschland nach Altersgruppe der Kinder:
Die Grafik zeigt eine Tabelle zur Taschengeldhöhe nach Alter (Umfrage unter 2.005 Eltern in Deutschland, Januar 2026). Dargestellt sind die die Durchschnitte der offiziellen Empfehlungen für Taschengeld sowie die prozentuale Verteilung tatsächlich gezahlter Beträge in den Kategorien: unter 5 Euro, Ø 7,50 Euro, Ø 13 Euro, Ø 20 Euro, Ø 33 Euro, über 40 Euro und „weiß nicht“. Die in Deutschland offiziellen Empfehlungen steigen mit dem Alter von 6 Euro (unter 6 Jahren) über 10, 14, 20, 25 und 35 Euro bis auf 50 Euro (16–17 Jahre). Unter 6-Jährige erhalten am häufigsten weniger als 5 Euro (42,3 %). 6–7-Jährige meist rund 7,50 Euro (45,8 %). 8–9-Jährige verteilen sich vor allem auf 7,50 Euro (27,3 %) und 20 Euro (21,6 %). 10–11-Jährige erhalten häufig 7,50 Euro (30,1 %) oder 20 Euro (28,9 %). 12–13-Jährige am häufigsten rund 20 Euro (31,4 %). 14–15-Jährige häufig 20 Euro oder über 40 Euro (je 25,1 %). 16–17-Jährige überwiegend über 40 Euro (43,9 %).
Wie häufig entspricht das ausgezahlte Taschengeld den offiziellen Empfehlungen?
Die Grafik zeigt eine Balkentabelle zur Einordnung des Taschengelds im Vergleich zur Taschengeldempfehlung. Dargestellt ist für jede Altersgruppe der Anteil der Kinder, deren Taschengeld im Durchschnitt der Empfehlung entspricht oder darüber liegt, sowie der Anteil, der darunter liegt (Umfrage unter 2.005 Eltern in Deutschland, Januar 2026). Unter 6 Jahren: 51,1 % entsprechen der Empfehlung oder liegen darüber, 42,3 % darunter. 
6–7 Jahre: 24,8 % entsprechen oder darüber, 74,1 % darunter. 8–9 Jahre: 36 % entsprechen oder darüber, 64 % darunter.  10–11 Jahre: 43,3 % entsprechen oder darüber, 55,9 % darunter. 
12–13 Jahre: 28,7 % entsprechen oder darüber, 71,3 % darunter. 14–15 Jahre: 25,1 % entsprechen oder darüber, 73,3 % darunter. 16–17 Jahre: 43,9 % entsprechen oder darüber, 52,4 % darunter. Die Summen pro Altersgruppe liegen unter 100 %, da ein Teil der Befragten „weiß nicht“ angab. Insgesamt zeigt sich: In fast allen Altersgruppen erhält die Mehrheit der Kinder weniger Taschengeld als empfohlen; eine Ausnahme bilden die unter 6-Jährigen.
Die Summe der Prozentwerte erreicht nicht immer 100 %, da ein Teil der Befragten die Antwortoption „Weiß nicht“ gewählt hat.
Hinweis zur Methodik:
Die offiziellen Richtwerte werden als Spannen angegeben (z.B. 8–12 Euro) und können hier eingesehen werden. Für diese Auswertung wurden sowohl bei den tatsächlichen Taschengeldbeträgen als auch bei den Empfehlungen jeweils die Mitte der Spanne berechnet, um präzise Vergleiche zu ermöglichen.

2. Selbsteinschätzung der Eltern: „Durchschnitt“ als Orientierungsgröße

Mehr als die Hälfte der Eltern (55,4 %) schätzt die Taschengeldhöhe ihres Kindes als vergleichbar mit der von Gleichaltrigen ein. Bei den 12- bis 13-Jährigen liegt dieser Anteil mit 61,5 % am höchsten – obwohl in dieser Altersgruppe 71,3 % der Eltern unter den Empfehlungen bleiben.
Mehr oder weniger als andere Kinder? Wie Eltern das Taschengeld ihres Kindes einschätzen
Die Grafik zeigt eine Balkentabelle zur Einordnung des Taschengelds im Vergleich zur Taschengeldempfehlung. Dargestellt ist für jede Altersgruppe der Anteil der Kinder, deren Taschengeld im Durchschnitt der Empfehlung entspricht oder darüber liegt, sowie der Anteil, der darunter liegt (Umfrage unter 2.005 Eltern in Deutschland, Januar 2026). Unter 6 Jahren: 51,1 % entsprechen der Empfehlung oder liegen darüber, 42,3 % darunter. 
6–7 Jahre: 24,8 % entsprechen oder darüber, 74,1 % darunter. 8–9 Jahre: 36 % entsprechen oder darüber, 64 % darunter.  10–11 Jahre: 43,3 % entsprechen oder darüber, 55,9 % darunter. 
12–13 Jahre: 28,7 % entsprechen oder darüber, 71,3 % darunter. 14–15 Jahre: 25,1 % entsprechen oder darüber, 73,3 % darunter. 16–17 Jahre: 43,9 % entsprechen oder darüber, 52,4 % darunter. Die Summen pro Altersgruppe liegen unter 100 %, da ein Teil der Befragten „weiß nicht“ angab. Insgesamt zeigt sich: In fast allen Altersgruppen erhält die Mehrheit der Kinder weniger Taschengeld als empfohlen; eine Ausnahme bilden die unter 6-Jährigen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich viele Eltern bei der Einschätzung weniger an offiziellen Richtwerten orientieren, sondern an ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld. Beträge, die im Freundes- oder Bekanntenkreis üblich sind, werden dabei häufig als „durchschnittlich“ wahrgenommen – auch wenn sie unter den empfohlenen Werten liegen.

3. Taschengeldstart häufig vor dem Schulalter

28,9 % der Kinder erhalten bereits vor dem 6. Lebensjahr Taschengeld. Offiziell wird der Einstieg spätestens zu Schulbeginn empfohlen.
Ein früherer Taschengeldstart ist besonders verbreitet in:
  • politisch stark konservativen Haushalten (43 %)

  • Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 1.500 Euro (32,7 %)

Zwischen Stadt und Land zeigen sich bei den Kindern, die Taschengeld vor dem sechsten Lebensjahr erhalten, nur geringe Unterschiede:
  • auf dem Land: 31,7 %

  • in kleinen und mittleren Städten: 27,7 %

  • in Großstädten: 27,5 %

4. Auszahlungsrhythmus: wöchentlich bleibt verbreitet

44,4 % der Kinder erhalten ihr Taschengeld wöchentlich, 39 % monatlich, 3,9 % täglich. Offiziellen Angaben zufolge wird ab einem Alter von etwa zehn Jahren eine monatliche Auszahlung empfohlen, um längere Planungszeiträume zu ermöglichen.
In der Praxis bleibt die wöchentliche Auszahlung auch in höheren Altersgruppen verbreitet:
  • 55,8 % der 10–11-Jährigen

  • 45,6 % der 12–13-Jährigen

  • 39,7 % der 16–17-Jährigen

Rund 10 % der Eltern zahlen das Taschengeld unregelmäßig aus, bei Kindern unter sechs Jahren liegt dieser Anteil bei 19,7 %.

5. Auszahlungsarten: Bargeld dominiert weiterhin

Bargeld ist mit 64,4 % die häufigste Form der Taschengeldauszahlung. Es folgen Überweisungen auf ein Konto (16,6 %). Apps und digitale Kinderkarten spielen mit 3,9 % insgesamt eine geringe Rolle.
Auch bei Jugendlichen bleibt Bargeld vorherrschend:
Bei den 16- bis 17-Jährigen liegt der Bargeldanteil bei 61,4 %, während digitale Zahlungswege von 2,6 % genutzt werden.
Wie zahlen Eltern in Deutschland Taschengeld aus?
Die Grafik zeigt ein Kreisdiagram zur Einordnung der Auszahlungsarten beim Taschengeld. Bargeld ist mit 64,4 % die häufigste Form der Taschengeldauszahlung. Es folgen Überweisungen auf ein Konto (16,6 %). Apps und digitale Kinderkarten spielen mit 3,9 % insgesamt eine geringe Rolle. 3,8 % der befragten Eltern Zahlen zudem das Taschengeld in Sachleitungen aus.
Während Kinder und Jugendliche mit Smartphones, Online-Shopping und digitalen Medien aufwachsen, erfolgt die Taschengeldzahlung überwiegend analog. Hier zeigt sich eine Diskrepanz zwischen dem digitalen Alltag vieler Kinder und Jugendlicher und der überwiegend analogen Taschengeldauszahlung.

6. Über die Umfrage

Für die Umfrage wurden im Januar 2026 gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey 2.005 Eltern in Deutschland zu ihren Taschengeldgewohnheiten befragt. Die offiziell empfohlenen Beiträge für Taschengeld lauten wie folgt: Unter 6 Jahren: 4-8 Euro im Monat, 6-7 Jahre: 8-12 Euro, 8-9 Jahre: 12-16 Euro, 10-11 Jahre: 15-25 Euro, 12-13 Jahre: 20-30 Euro, 14-15 Jahre: 25-45 Euro, 16-17 Jahre: 40-60 Euro.