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50-30-20-Regel: So sparst du einfach und effektiv Geld

Wie funktioniert die 50-30-20-Sparregel und wie viel sollte man im Monat sparen? Alle Antworten mit Beispielen hier im Artikel.

Januar 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 50-30-20-Regel gibt vor, dass du 50 Prozent deines Einkommens für Fixkosten verwendest, 30 Prozent für Luxus und Freizeitgestaltung und die restlichen 20 Prozent werden angespart.

  • Du kannst die Sparregel 50-30-20 an deine Bedürfnisse anpassen. Wenn das Geld noch nicht ausreicht, um einen so hohen Anteil zu sparen, teile dein Einkommen beispielsweise auf 70-20-10 auf.

  • Arbeite am besten mit Daueraufträgen, um das Geld aufzuteilen und dein Sparziel schneller zu erreichen.

1. Was ist die 50-30-20-Regel und wie funktioniert sie? 

Die 50-30-20-Regel ist eine einfache Methode, um die eigenen Einnahmen zu strukturieren und sinnvoll aufzuteilen: 50 Prozent des Einkommens werden für Grundbedürfnisse eingeplant, 30 Prozent für Luxus und Freizeit und 20 Prozent zum Sparen. So weißt du genau, wie viel Geld du mit gutem Gewissen ausgeben kannst und wie viel für Anschaffungen, Notlagen oder die Altersvorsorge zur Verfügung stehen sollte.
Die Sparregel 50-30-20 beantwortet insbesondere die Frage, wie viel Prozent vom Gehalt du sparen solltest. So wird das Nettoeinkommen pro Monat verteilt: 
  • 50 Prozent für Fixkosten und Grundbedürfnisse: Miete/Hauskredit, Nebenkosten, Strom, Raten für eventuelle Konsumkredite oder andere Schulden, Festnetz und Internet, Handyverträge, Kfz- und andere Versicherungen, Nahrungsmittel, Haushaltsbedarf, Haustierbedarf, Kosten für den Arbeitsweg etc.

  • 30 Prozent für Luxus und Freizeit: Hobbys, Kino-, Theater- oder Konzertbesuche, Essen im Restaurant, Mitgliedschaften (zum Beispiel im Fitnessstudio), Ausflüge, Ansparungen für den nächsten Urlaub, Gebühren für Streaming-Dienste, Shopping, Computer- und Konsolen-Spiele, der Kaffee oder das Brötchen auf dem Weg zur Arbeit etc. 

  • 20 Prozent Sparrate: Notgroschen (mindestens drei Monatsgehälter), Rücklagen für größere Anschaffungen, Rücklagen für eine kaputte Waschmaschine, einen Umzug oder eine Hochzeit, aber auch langfristige Aktien- oder ETF-Sparpläne für die Altersvorsorge etc. 

Gut zu wissen: Die Sparquote in Deutschland lag im ersten Halbjahr 2025 durchschnittlich bei 10,3 Prozent. Wenn du also mit der 50-30-20-Regel ermittelst, wie viel Geld du sparen solltest, legst du bereits überdurchschnittlich viel Geld beiseite.

Was ist der Unterschied zwischen Grundbedürfnissen und Wünschen?

Grundbedürfnisse und Wünsche sind nicht für alle Haushalte gleich. Benötigst du zum Beispiel für deine Gesundheit eine bestimmte Ernährungsweise mit teureren Produkten (etwa glutenfrei), dann gehört das zu deinen Grundbedürfnissen. Das teure Spezialrestaurant mit glutenfreiem Essen gehört hingegen in den Bereich Luxus und Freizeit.  

Die Frage lautet: Brauche ich diese Sache zum grundlegenden Überleben (bspw. ein Dach über dem Kopf, Nahrung, Wärme, Kommunikation) oder gebe ich bewusst mehr Geld aus, um mehr zu genießen oder Spaß zu haben?

2. Die 50-30-20-Formel: Wie viel sollte man im Monat sparen?

Du kannst deinen individuellen Sparbetrag mit der 50-30-20-Formel berechnen: Nimm dein Nettoeinkommen mal 0,5, um die Summe für deine Grundbedürfnisse zu berechnen, mal 0,3 für Luxus und Freizeit beziehungsweise mal 0,2 um deine Sparrate festzulegen. Du kannst bei glatten Beträgen auch gut im Kopf rechnen:
  • Für 50 Prozent teilst du durch zwei.

  • Für 30 Prozent teilst du durch zehn und multiplizierst dann mit drei.

  • Für 20 Prozent teilst du durch fünf.

Beispiel: Wie viel sollte man bei 3.000 Euro netto sparen?

Bei einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro nutzt du nach der 50-30-20-Regel 1.500 Euro für Grundbedürfnisse (3.000 × 0,5), 900 Euro für Luxus und Freizeit (3.000 × 0,3) und 600 Euro für deine Sparrate (3.000 × 0,2).

In dieser Tabelle kannst du die Zahlen für unterschiedliche Monatseinkommen nachlesen:

50-30-20-Regel: Tabelle zum Nachlesen

Netto-Einkommen (€/Monat)50 %30 %20 %
1.000500300200
   
1.250625375250
   
1.500750450300
   
2.0001.000600400
   
2.5001.250750500
   
3.0001.500900600
   
3.5001.7501.050700
   
4.0002.0001.200800
   
4.5002.2501.350900
   
5.0002.5001.5001.000

3. Wie viel sollte man sparen, wenn es eine Gehaltserhöhung gibt?

Wenn du Gehaltserhöhungen oder neue Einkommensquellen nur zur Hälfte in dein verfügbares Einkommen übernimmst, steigt automatisch deine Sparrate und du baust schneller Vermögen auf.
Das funktioniert so:
  • Die Hälfte der Gehaltserhöhung rechnest du deinem neuen Nettoeinkommen zu.

  • Die andere Hälfte fügst du direkt deiner Sparrate hinzu – auch wenn dadurch deine Sparrate auf über 20 Prozent steigt.

  • Über die Jahre und Jahrzehnte kannst du mit diesem einfachen Tipp Zehntausende Euro mehr ansparen.

Beispiel: Gehaltserhöhung um 300 Euro netto

Nehmen wir an, du hast bisher ein Nettoeinkommen von 1.500 Euro. Nach der 50-30-20-Regel wendest du also 750 Euro für Grundbedürfnisse auf, 450 Euro stehen dir für Luxus und Freizeit zur Verfügung und 300 Euro kommen in den Spartopf.
Jetzt erhältst du eine Gehaltserhöhung von 300 Euro. Davon rechnest du die Hälfte (150 Euro) zu deinem Nettogehalt hinzu. Dein neues Nettogehalt beträgt nun 1.650 Euro. Das verteilen wir wieder nach der 50-30-20-Sparregel: 825 Euro gibt es für Grundbedürfnisse, 495 Euro für Luxus und Freizeit und 330 Euro zum Sparen. Die verbleibenden 150 Euro wandern direkt in den Spartopf. Somit steigt dein Erspartes auf 480 Euro.
Warum ist es sinnvoll, die Hälfte der Gehaltserhöhung direkt auf die Sparrate zu addieren? Weil sich deine erhöhte Sparquote langfristig massiv auf deine Finanzen auswirkt:
  • Wenn du pro Monat 330 Euro sparst und eine durchschnittliche Rendite von 5 Prozent erwirtschaftest, hast du nach 30 Jahren ein Endkapital von rund 270.000 Euro – davon über 150.000 Euro Zinsen.

  • Steigerst du wie im Beispiel oben deine Sparrate auf 480 Euro monatlich, wächst dein Vermögen über 30 Jahre auf rund 393.000 Euro – inklusive mehr als 220.000 Euro Zinsen.

  • Das sind 70.000 Euro mehr, die du durch ein relativ kleines „Opfer“ an Rendite erwirtschaften kannst.

Tipp: Mit Einmalzahlungen kannst du ähnlich verfahren: Nutze eine Hälfte für Grundbedürfnisse und Freizeit, die andere Hälfte für ein besser gefülltes Sparkonto.
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4. Wie viel sollte man vom Gehalt sparen, wenn es für 50-30-20 nicht reicht?

Wer wenig verdient, in einer teuren Gegend wohnt oder allein eine Familie versorgt, hat nicht immer genügend Geld zur Verfügung, um die 50-30-20-Regel anzuwenden. In diesem Fall kannst du die Sparregel anpassen: Verringere zum Beispiel den Anteil an Geld für Freizeitgestaltung auf 20 Prozent und die Sparrate auf 10 Prozent.
Damit liegst du in Sachen Sparen zum einen noch immer im deutschen Durchschnitt. Vor allem ist es aber wichtig, überhaupt anzufangen. Geldanlagen entfalten ihr Potenzial über viele Jahre, denn je länger Geld „arbeiten“ kann, desto stärker wirkt sich der Zinseszinseffekt aus. Thesaurierende Fonds nutzen diesen Effekt effizienter als ausschüttende Fonds, da Erträge direkt wieder angelegt werden.
Tipp: Behalte als Ziel eine höhere Sparrate im Auge. Mit steigendem Gehalt kannst du wie im Beispiel oben deine Sparquote immer mehr in Richtung 20 Prozent verschieben.

5. Wie wird die 50-30-20-Regel in der Praxis umgesetzt?

Grundlage für die Anwendung der 50-30-20-Sparregel sind ein Überblick über die eigenen Finanzen, die laufenden Daueraufträge, eine eventuelle Anpassung der Kosten und eine regelmäßige Überprüfung.

Checkliste

Schritt 1: Verschaffe dir einen Überblick über deine Finanzen, zum Beispiel, indem du mindestens drei Monate lang ein Haushaltsbuch führst. Unser Ratgeber zur Finanzplanung hilft dir dabei.

Schritt 2: Versuche Kosten zu reduzieren – insbesondere, wenn 50 Prozent deines Nettoeinkommens nicht ausreichen, um die Kosten für Grundbedürfnisse zu decken. Dabei helfen zum Beispiel Preisvergleichsportale, die Abbestellung ungenutzter Streaming-Dienste oder unsere Tipps zum Geldsparen beim Online-Shopping.

Schritt 3: Richte Daueraufträge ein. So gelangt schon zu Beginn des Monats das Geld auf die richtigen Giro- oder Sparkonten. So weißt du genau, wie viel Geld für Freizeit zur Verfügung steht und kannst es ohne schlechtes Gewissen ausgeben.

Schritt 4: Überprüfe deine Einnahmen und Ausgaben einmal jährlich. Ein Jobwechsel, Familienzuwachs oder ein Umzug mischen die Karten neu – und somit auch deine Einkommensverteilung nach der 50-30-20-Regel. Prüfe deshalb regelmäßig, ob deine Zahlen noch stimmen.

Auch wenn du zu Beginn noch nicht die vollen 20 Prozent sparen kannst: Nutze die 50-30-20-Regel für dich als Orientierung, verschaffe dir einen Überblick über deine Finanzen und fange an, regelmäßig kleine Beträge zurückzulegen.
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