- 1. Was ist die 50-30-20-Regel und wie funktioniert sie?
- 2. Die 50-30-20-Formel: Wie viel sollte man im Monat sparen?
- 3. Wie viel sollte man sparen, wenn es eine Gehaltserhöhung gibt?
- 4. Wie viel sollte man vom Gehalt sparen, wenn es für 50-30-20 nicht reicht?
- 5. Wie wird die 50-30-20-Regel in der Praxis umgesetzt?
Das Wichtigste in Kürze
Die 50-30-20-Regel gibt vor, dass du 50 Prozent deines Einkommens für Fixkosten verwendest, 30 Prozent für Luxus und Freizeitgestaltung und die restlichen 20 Prozent werden angespart.
Du kannst die Sparregel 50-30-20 an deine Bedürfnisse anpassen. Wenn das Geld noch nicht ausreicht, um einen so hohen Anteil zu sparen, teile dein Einkommen beispielsweise auf 70-20-10 auf.
Arbeite am besten mit Daueraufträgen, um das Geld aufzuteilen und dein Sparziel schneller zu erreichen.
1. Was ist die 50-30-20-Regel und wie funktioniert sie?
50 Prozent für Fixkosten und Grundbedürfnisse: Miete/Hauskredit, Nebenkosten, Strom, Raten für eventuelle Konsumkredite oder andere Schulden, Festnetz und Internet, Handyverträge, Kfz- und andere Versicherungen, Nahrungsmittel, Haushaltsbedarf, Haustierbedarf, Kosten für den Arbeitsweg etc.
30 Prozent für Luxus und Freizeit: Hobbys, Kino-, Theater- oder Konzertbesuche, Essen im Restaurant, Mitgliedschaften (zum Beispiel im Fitnessstudio), Ausflüge, Ansparungen für den nächsten Urlaub, Gebühren für Streaming-Dienste, Shopping, Computer- und Konsolen-Spiele, der Kaffee oder das Brötchen auf dem Weg zur Arbeit etc.
20 Prozent Sparrate: Notgroschen (mindestens drei Monatsgehälter), Rücklagen für größere Anschaffungen, Rücklagen für eine kaputte Waschmaschine, einen Umzug oder eine Hochzeit, aber auch langfristige Aktien- oder ETF-Sparpläne für die Altersvorsorge etc.
Was ist der Unterschied zwischen Grundbedürfnissen und Wünschen?
Grundbedürfnisse und Wünsche sind nicht für alle Haushalte gleich. Benötigst du zum Beispiel für deine Gesundheit eine bestimmte Ernährungsweise mit teureren Produkten (etwa glutenfrei), dann gehört das zu deinen Grundbedürfnissen. Das teure Spezialrestaurant mit glutenfreiem Essen gehört hingegen in den Bereich Luxus und Freizeit.
Die Frage lautet: Brauche ich diese Sache zum grundlegenden Überleben (bspw. ein Dach über dem Kopf, Nahrung, Wärme, Kommunikation) oder gebe ich bewusst mehr Geld aus, um mehr zu genießen oder Spaß zu haben?
2. Die 50-30-20-Formel: Wie viel sollte man im Monat sparen?
Für 50 Prozent teilst du durch zwei.
Für 30 Prozent teilst du durch zehn und multiplizierst dann mit drei.
Für 20 Prozent teilst du durch fünf.
Beispiel: Wie viel sollte man bei 3.000 Euro netto sparen?
Bei einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro nutzt du nach der 50-30-20-Regel 1.500 Euro für Grundbedürfnisse (3.000 × 0,5), 900 Euro für Luxus und Freizeit (3.000 × 0,3) und 600 Euro für deine Sparrate (3.000 × 0,2).
| Netto-Einkommen (€/Monat) | 50 % | 30 % | 20 % |
|---|---|---|---|
| 1.000 | 500 | 300 | 200 |
| 1.250 | 625 | 375 | 250 |
| 1.500 | 750 | 450 | 300 |
| 2.000 | 1.000 | 600 | 400 |
| 2.500 | 1.250 | 750 | 500 |
| 3.000 | 1.500 | 900 | 600 |
| 3.500 | 1.750 | 1.050 | 700 |
| 4.000 | 2.000 | 1.200 | 800 |
| 4.500 | 2.250 | 1.350 | 900 |
| 5.000 | 2.500 | 1.500 | 1.000 |
3. Wie viel sollte man sparen, wenn es eine Gehaltserhöhung gibt?
Die Hälfte der Gehaltserhöhung rechnest du deinem neuen Nettoeinkommen zu.
Die andere Hälfte fügst du direkt deiner Sparrate hinzu – auch wenn dadurch deine Sparrate auf über 20 Prozent steigt.
Über die Jahre und Jahrzehnte kannst du mit diesem einfachen Tipp Zehntausende Euro mehr ansparen.
Beispiel: Gehaltserhöhung um 300 Euro netto
Wenn du pro Monat 330 Euro sparst und eine durchschnittliche Rendite von 5 Prozent erwirtschaftest, hast du nach 30 Jahren ein Endkapital von rund 270.000 Euro – davon über 150.000 Euro Zinsen.
Steigerst du wie im Beispiel oben deine Sparrate auf 480 Euro monatlich, wächst dein Vermögen über 30 Jahre auf rund 393.000 Euro – inklusive mehr als 220.000 Euro Zinsen.
Das sind 70.000 Euro mehr, die du durch ein relativ kleines „Opfer“ an Rendite erwirtschaften kannst.


