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Eine Frau mit Mütze steht vor modernen Gebäuden und lächelt

Das ändert sich 2026 für deine Finanzen

2026 bringt die Bundesregierung wieder neue Gesetze auf den Weg – und einige davon haben einen direkten Einfluss auf deinen Geldbeutel. Hier erfährst du, was du zu Pendlerpauschale, Mindestlohn & Co. wissen musst.

Januar 2026

Das Wichtigste in Kürze:

  • Pendler*innen profitieren: Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine einheitliche Pendlerpauschale von 38 Cent pro Kilometer, und zwar ab dem ersten Kilometer. 

  • Essen gehen könnte günstiger werden: Für Speisen in der Gastronomie sinkt die Mehrwertsteuer dauerhaft auf 7 Prozent. 

  • Höherer Mindestlohn: Der Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro pro Stunde. 

  • Neue Grenzen in der Sozialversicherung: Höhere Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenzen führen dazu, dass Gutverdienende mehr Sozialabgaben zahlen. 

  • Mehr Rechte für Verbraucher*innen: Das Recht auf Reparatur tritt in Kraft, und die EU-Lohntransparenzrichtlinie bringt ab 2026 mehr Gehaltsklarheit. 

1. Pendlerpauschale: 38 Cent ab dem ersten Kilometer 

Seit dem 1. Januar 2026 kannst du für jeden Kilometer deiner einfachen Fahrt zur Arbeit 38 Cent absetzen. Bisher galten die 38 Cent erst ab Kilometer 21, für kürzere Strecken konnten bislang 30 Cent abgesetzt werden.

Was bedeutet das für dich? 

Wenn du zur Arbeit pendelst, könntest du künftig eine höhere Pauschale in deiner Steuererklärung ansetzen und dadurch bares Geld sparen. Die erhöhte Pendlerpauschale könntest du erstmals bei der Steuererklärung für 2026 geltend machen – und dann im Jahr darauf gegebenenfalls mehr Geld vom Fiskus erstattet bekommen als bisher.

Um greifbarer zu machen, welche Entlastungen möglich sind, hat die Bundesregierung dazu folgendes Beispiel veröffentlicht: 
„Unter der Voraussetzung, dass die übrigen Werbungskosten bereits den Arbeitnehmerpauschalbetrag überschreiten, wirkt sich die Pendlerpauschale wie folgt aus: Bei einem Arbeitsweg von zehn Kilometern und einer Fünf-Tage-Woche ergeben sich jährlich bereits 176 Euro zusätzliche Werbungskosten – bei 20 Kilometern sind es sogar 352 Euro. Wer lediglich fünf Kilometer vom Wohnort zum Arbeitsort zurücklegen muss, kann eine Pauschale von 418 Euro ansetzen – ein Plus von 88 Euro.“ 

2. Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie 

Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie wurde zum 1. Januar 2026 gesenkt – und zwar von 19 auf sieben Prozent. Dadurch will die Bundesregierung die Gastronomie finanziell entlasten, Restaurants, Imbisse, Caterer und auch Kita- oder Schulverpflegung sollen profitieren. Die Mehrwertsteuer für Getränke bleibt hingegen bei 19 Prozent.

Was bedeutet das für dich? 

Essen gehen oder das Mittagessen in der Kantine könnten günstiger werden – vorausgesetzt jedoch, die Betriebe geben die Steuerersparnis an ihre Kund*innen weiter. Dies sollte zumindest bei einigen der Fall sein: Gut 44 Prozent der Gastwirtschaften wollen ihren Kund*innen ein verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Das geht aus einer Umfrage unter rund 4.000 Gastbetrieben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) aus August 2025 hervor.

3. Höhere Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale  

Die aktuelle Bundesregierung will mit einem „Zukunftspakt Ehrenamt“ konkrete Verbesserungen und Erleichterungen für das Ehrenamt in Deutschland schaffen. Ein Teil der Maßnahmen in diesem Zusammenhang ist beispielsweise die Anhebung der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale seit Januar 2026. Die Übungsleiterpauschale wurde von 3.000 auf 3.300 Euro pro Steuerjahr angehoben, während die Ehrenamtspauschale von 840 Euro auf 960 Euro gestiegen ist.   
Gute Nachrichten gibt es zudem für E-Sport-Vereine: Seit dem 1. Januar 2026 ist E-Sport in Deutschland als gemeinnützig anerkannt – ein großer Vorteil hinsichtlich des Zugangs zu Fördermitteln und Steuerbefreiungen.  

Was bedeutet das für dich? 

Wenn du dich als Übungsleiter*in engagierst – beispielsweise als Chorleiter*in, Sporttrainer*in oder Fachhochschuldozent*in – profitierst du künftig von einer höheren steuerfreien Pauschale. Das Gleiche gilt für dein ehrenamtliches Engagement. Solltest du in einem E-Sport-Verein aktiv sein, stehen diesem nun neue finanzielle Möglichkeiten offen.

4. Altersvorsorge

Die Bundesregierung plant für 2026 zwei neue Maßnahmen zur Stärkung der privaten Altersvorsorge. Los geht's am 01.01.2027:
  • das Altersvorsorgedepot für Erwachsene

  • die Frühstart-Rente für Kinder und Jugendliche

Mit dem Altersvorsorgedepot soll das Geld im Vergleich zur klassischen Riester-Rente stärker in Kapitalmarktprodukte wie ETFs oder Fonds investiert werden können, aber dafür ohne Garantiezusagen. Dadurch sollen langfristig höhere Renditen möglich sein. Neben Steuervorteilen sind für das Altersvorsorgedepot auch staatliche Zulagen geplant. Laut dem aktuellen Entwurf (Stand: 10.12.2025) könnte die Zulage bis zu 480 Euro im Jahr betragen, je nach Sparbetrag. Außerdem ist eine Kinderzulage von 25 Prozent (maximal 300 Euro im Jahr) Teil des Entwurfs.
Ergänzend dazu soll mit der sogenannten Frühstart-Rente bereits für Kinder und Jugendliche ein finanzielles Polster für das Alter aufgebaut werden. Für 6- bis 18-Jährige plant der Staat eine monatliche Einzahlung von 10 Euro in ein individuelles Vorsorgedepot. Das entspricht insgesamt 1.440 Euro staatlicher Förderung pro Kind über zwölf Jahre hinweg, zuzüglich möglicher Renditen durch Kapitalmarktanlagen. Die Einführung soll sukzessive erfolgen: In 2020 geborene Kinder sollen rückwirkend für 2026 die Förderung bekommen, in 2027 werden dann zusätzlich die in 2021 geborenen förderberechtigt. Ab 2029 sollen weitere Jahrgänge die Förderung erhalten. Die angesparten Beträge sollen langfristig angelegt und später für die Altersvorsorge genutzt werden können. Eigene zusätzliche Einzahlungen der Eltern sollen ebenfalls möglich sein.

Was bedeutet das für dich?

Mit dem Altersvorsorgedepot sollst du eine neue Möglichkeit bekommen, eigenständig und staatlich gefördert fürs Alter vorzusorgen – besonders attraktiv für Menschen, denen Riester bisher zu kompliziert oder zu unflexibel war. Aber auch ein Wechsel von Altverträgen zum neuen Altersvorsorgedepot soll möglich werden. Wenn du Kinder hast, profitieren diese von der Frühstart-Rente und du von Kinderzulagen. Der frühe Einstieg kann sich besonders lohnen, denn durch den Zinseszinseffekt kann selbst ein kleiner monatlicher Beitrag bis zum Rentenalter ein beachtliches Vermögen ergeben.

Tipp: Melde dich für unseren Börsenwissen-Newsletter an und wir informieren dich über Aktuelles zum Altersvorsorgedepot.

5. Mindestlohn steigt 

Die Mindestlohnkommission hat eine stufenweise Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns beschlossen. Seit Januar 2025 beträgt dieser 12,82 Euro pro Stunde, seit dem 1. Januar 2026 ist er auf 13,90 Euro gestiegen. 2027 folgt dann ein weiterer Schritt auf 14,60 Euro. 

Was bedeutet das für dich?

Falls du bei deiner aktuellen Tätigkeit den Mindestlohn beziehst, steht dir ab 2026 ein höheres Gehalt zu.  

6. Neue Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherung  

Wie jedes Jahr werden auch 2026 die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung an die Lohnentwicklung des Vorjahres angepasst.
  • In der gesetzlichen Krankenversicherung wurde die Beitragsbemessungsgrenze 2026 auf jährlich 69.750 Euro beziehungsweise 5.812,50 Euro im Monat erhöht. 2025 waren es noch 66.150 Euro im Jahr beziehungsweise 5.512,50 Euro im Monat. 

  • DieVersicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung beläuft sich 2026 auf jährlich 77.400 Euro beziehungsweise monatlich 6.450 Euro. 2025 waren es noch 73.800 Euro beziehungsweise 6.150 Euro im Monat. 

  • Auch die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung ist auf 8.450 Euro im Monat gestiegen. 2025 belief sich die Grenze auf 8.050 Euro im Monat. 

Die Beitragsbemessungsgrenze markiert das maximale Bruttoeinkommen, bis zu dem Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung erhoben werden. Verdienste, die über diese Einkommensgrenze hinausgehen, sind beitragsfrei. Die Versicherungspflichtgrenze bezeichnet hingegen den Einkommenshöchstbetrag, bis zu dem Beschäftigte gesetzlich krankenversichert sein müssen. Wer mehr verdient, kann sich privat krankenversichern. 

Was bedeutet das für dich? 

Wer gut verdient, zahlt 2026 höhere Beiträge für die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung. Für die meisten normal verdienenden Arbeitnehmer*innen wird sich durch die Anpassungen jedoch nichts ändern. Falls du dich privat krankenversichern möchtest, benötigst du 2026 dafür ein höheres Einkommen. 

7. Teurere Rentenpunkte

Rentenpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung werden teurer. Ab 2026 sind voraussichtlich 51.944 Euro Bruttoeinkommen pro Jahr nötig, um einen vollen Rentenpunkt zu erhalten. Das entspricht einem Anstieg von über 10 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Die Rentenbeiträge bleiben mit 18,6 Prozent zwar stabil, jedoch führen die neuen Beitragsbemessungsgrenzen zu einer höheren Abgabenlast bei Gutverdienenden.
Für Millionen Rentner*innen wird eine Rentenerhöhung von voraussichtlich 3,37 Prozent erwartet – Steuern, Abzüge und Inflation verringern aber den realen Nutzen.

Was bedeutet das für dich?

Die Altersvorsorge bleibt auch in 2026 ein Thema, mit dem du dich befassen solltest. Es lohnt sich, die eigene Versorgungslage regelmäßig zu prüfen. Ein Überblick über die zu erwartende gesetzliche Rente, bestehende Vorsorgeverträge und mögliche Versorgungslücken hilft, frühzeitig passende Maßnahmen zu ergreifen.

Für die Altersvorsorge ist meist eine Mischung aus sicheren und renditestarken Anlagen sinnvoll, zum Beispiel eine Kombination aus Tagesgeld, Festgeld und ETFs.
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Mit unserem Depot erhältst du Zugriff auf eine riesige Auswahl an Fonds, Aktien und ETFs. Mit unserer App oder im Online-Banking behältst du deine Konten einfach im Blick.

8. Hersteller sind zur Reparatur verpflichtet  

Das EU-weite „Recht auf Reparatur“ wird in Deutschland ab dem 31. Juli 2026 umgesetzt. Es verpflichtet Hersteller, Ersatzteile und Reparaturmöglichkeiten für bestimmte Produktgruppen, wie z. B. Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik, bereitzuhalten – auch über die Garantiezeit hinaus. Das Ziel: Produkte sollen länger nutzbar bleiben, Elektroschrott soll reduziert werden. 

Was bedeutet das für dich? 

Da du einen Anspruch auf Reparatur hast, musst du bei defekten Geräten nicht direkt ein neues Produkt kaufen.  

9. Gesetz für mehr Lohntransparenz 

Bis Juni 2026 muss Deutschland die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz umsetzen. Das Bundesarbeitsministerium plant dazu eine Überarbeitung des bisherigen Entgelttransparenzgesetzes. Künftig sollen Unternehmen verpflichtet sein, in Stellenausschreibungen Gehaltsspannen anzugeben und Beschäftigten auf Anfrage Vergleichsgehälter offenzulegen. 

Was bedeutet das für dich? 

Für dich heißt das: mehr Klarheit über Bezahlung, gerechtere Löhne und neue Argumente in Gehaltsverhandlungen. Große Unternehmen müssen zudem regelmäßig über ihre Lohnstrukturen berichten – ein wichtiger Schritt für mehr Gleichstellung. 

10. Aktivrente

Mit der Aktivrente können Rentner*innen seit 2026 monatlich bis zu 2.000 Euro hinzuverdienen, ohne dass darauf Steuern fällig werden. Damit will die Bundesregierung ältere Menschen, die freiwillig länger aktiv bleiben wollen, stärker unterstützen. Der Freibetrag soll unbürokratisch und automatisch gelten, wenn die Rente bereits bezogen wird. 

Was bedeutet das für dich?

Als sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer*in, der*die die Regelaltersgrenze bereits erreicht hat, kannst du künftig länger im Arbeitsmarkt bleiben. Deine Einkünfte bis zu einem Jahreseinkommen von 24.000 Euro sind dann steuerfrei. Allerdings musst du auf deine Zusatzeinkünfte Sozialabgaben zahlen.

11. Führerschein-Umtausch  

Die Umtauschpflicht für alte Führerscheine geht in die nächste Runde. Wer seinen Führerschein zwischen 1999 und 2001 erhalten hat, muss ihn bis spätestens 19. Januar 2026 in das neue EU-weit einheitliche Scheckkartenformat umtauschen. Führerscheine, die zwischen 2002 und 2004 ausgestellt wurden, sind dann bis Januar 2027 an der Reihe. Der neue Führerschein kostet rund 25 Euro und ist künftig 15 Jahre gültig. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die Fälschungsschutz und digitale Lesbarkeit verbessern soll.  

Was bedeutet das für dich? 

Prüfe am besten, wann du mit dem Führerscheintausch an der Reihe bist, um keine Frist zu verpassen. Einen passenden Umtauschrechner findest du beispielsweise beim ADAC

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