Das Wichtigste in Kürze:
Pendler*innen profitieren: Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine einheitliche Pendlerpauschale von 38 Cent pro Kilometer, und zwar ab dem ersten Kilometer.
Essen gehen könnte günstiger werden: Für Speisen in der Gastronomie sinkt die Mehrwertsteuer dauerhaft auf 7 Prozent.
Höherer Mindestlohn: Der Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro pro Stunde.
Neue Grenzen in der Sozialversicherung: Höhere Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenzen führen dazu, dass Gutverdienende mehr Sozialabgaben zahlen.
Mehr Rechte für Verbraucher*innen: Das Recht auf Reparatur tritt in Kraft, und die EU-Lohntransparenzrichtlinie bringt ab 2026 mehr Gehaltsklarheit.
1. Pendlerpauschale: 38 Cent ab dem ersten Kilometer
Was bedeutet das für dich?
Wenn du zur Arbeit pendelst, könntest du künftig eine höhere Pauschale in deiner Steuererklärung ansetzen und dadurch bares Geld sparen. Die erhöhte Pendlerpauschale könntest du erstmals bei der Steuererklärung für 2026 geltend machen – und dann im Jahr darauf gegebenenfalls mehr Geld vom Fiskus erstattet bekommen als bisher.
2. Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie
Was bedeutet das für dich?
Essen gehen oder das Mittagessen in der Kantine könnten günstiger werden – vorausgesetzt jedoch, die Betriebe geben die Steuerersparnis an ihre Kund*innen weiter. Dies sollte zumindest bei einigen der Fall sein: Gut 44 Prozent der Gastwirtschaften wollen ihren Kund*innen ein verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Das geht aus einer Umfrage unter rund 4.000 Gastbetrieben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) aus August 2025 hervor.
3. Höhere Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale
Was bedeutet das für dich?
Wenn du dich als Übungsleiter*in engagierst – beispielsweise als Chorleiter*in, Sporttrainer*in oder Fachhochschuldozent*in – profitierst du künftig von einer höheren steuerfreien Pauschale. Das Gleiche gilt für dein ehrenamtliches Engagement. Solltest du in einem E-Sport-Verein aktiv sein, stehen diesem nun neue finanzielle Möglichkeiten offen.
4. Altersvorsorge
das Altersvorsorgedepot für Erwachsene
die Frühstart-Rente für Kinder und Jugendliche
Was bedeutet das für dich?
Mit dem Altersvorsorgedepot sollst du eine neue Möglichkeit bekommen, eigenständig und staatlich gefördert fürs Alter vorzusorgen – besonders attraktiv für Menschen, denen Riester bisher zu kompliziert oder zu unflexibel war. Aber auch ein Wechsel von Altverträgen zum neuen Altersvorsorgedepot soll möglich werden. Wenn du Kinder hast, profitieren diese von der Frühstart-Rente und du von Kinderzulagen. Der frühe Einstieg kann sich besonders lohnen, denn durch den Zinseszinseffekt kann selbst ein kleiner monatlicher Beitrag bis zum Rentenalter ein beachtliches Vermögen ergeben.
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5. Mindestlohn steigt
Was bedeutet das für dich?
Falls du bei deiner aktuellen Tätigkeit den Mindestlohn beziehst, steht dir ab 2026 ein höheres Gehalt zu.
6. Neue Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherung
In der gesetzlichen Krankenversicherung wurde die Beitragsbemessungsgrenze 2026 auf jährlich 69.750 Euro beziehungsweise 5.812,50 Euro im Monat erhöht. 2025 waren es noch 66.150 Euro im Jahr beziehungsweise 5.512,50 Euro im Monat.
Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung beläuft sich 2026 auf jährlich 77.400 Euro beziehungsweise monatlich 6.450 Euro. 2025 waren es noch 73.800 Euro beziehungsweise 6.150 Euro im Monat.
Auch die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung ist auf 8.450 Euro im Monat gestiegen. 2025 belief sich die Grenze auf 8.050 Euro im Monat.
Was bedeutet das für dich?
Wer gut verdient, zahlt 2026 höhere Beiträge für die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung. Für die meisten normal verdienenden Arbeitnehmer*innen wird sich durch die Anpassungen jedoch nichts ändern. Falls du dich privat krankenversichern möchtest, benötigst du 2026 dafür ein höheres Einkommen.
7. Teurere Rentenpunkte
Was bedeutet das für dich?
Die Altersvorsorge bleibt auch in 2026 ein Thema, mit dem du dich befassen solltest. Es lohnt sich, die eigene Versorgungslage regelmäßig zu prüfen. Ein Überblick über die zu erwartende gesetzliche Rente, bestehende Vorsorgeverträge und mögliche Versorgungslücken hilft, frühzeitig passende Maßnahmen zu ergreifen.
8. Hersteller sind zur Reparatur verpflichtet
Was bedeutet das für dich?
Da du einen Anspruch auf Reparatur hast, musst du bei defekten Geräten nicht direkt ein neues Produkt kaufen.
9. Gesetz für mehr Lohntransparenz
Was bedeutet das für dich?
Für dich heißt das: mehr Klarheit über Bezahlung, gerechtere Löhne und neue Argumente in Gehaltsverhandlungen. Große Unternehmen müssen zudem regelmäßig über ihre Lohnstrukturen berichten – ein wichtiger Schritt für mehr Gleichstellung.
10. Aktivrente
Was bedeutet das für dich?
Als sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer*in, der*die die Regelaltersgrenze bereits erreicht hat, kannst du künftig länger im Arbeitsmarkt bleiben. Deine Einkünfte bis zu einem Jahreseinkommen von 24.000 Euro sind dann steuerfrei. Allerdings musst du auf deine Zusatzeinkünfte Sozialabgaben zahlen.
11. Führerschein-Umtausch
Was bedeutet das für dich?
Prüfe am besten, wann du mit dem Führerscheintausch an der Reihe bist, um keine Frist zu verpassen. Einen passenden Umtauschrechner findest du beispielsweise beim ADAC.


