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Eine Frau, ein Kind und ein Mann liegen auf der Couch und schauen auf einen Laptop.
Tipps fürs erste Girokonto

Irgendwann ist es so weit: Dein Kind benötigt ein erstes Girokonto. Wie gehst du dabei am besten vor? Was gilt es zu beachten? Mit welchen Kosten musst du rechnen? Diese Checkliste gibt Antworten auf deine Fragen.

Februar 2024

Welche Bedeutung Geld hat, lernen Kinder zum Beispiel, wenn sie mit den Eltern oder in der Schule darüber sprechen. Praktische Beispiele helfen: So wird beim gemeinsamen Einkaufen klar, dass Süßigkeiten und Spielzeug nur für Geldscheine, Münzen oder Kartenzahlungen zu haben sind.

Zu dem Lernprozess gehören das regelmäßige Taschengeld, die Spardose für kostspielige Wünsche und später Erfahrungen bei ersten Jobs gegen Geld. Das eigene Konto hilft, die Finanzen im Blick zu behalten, Zahlungsein- und -ausgänge zu prüfen sowie Erfahrungen mit Karten- und Onlinezahlungen zu machen.

Aber was ist bei der Auswahl und Eröffnung des ersten Girokontos für Kinder zu bedenken? Die folgende Übersicht beantwortet die wichtigsten Fragen.

Viele Kreditinstitute bieten ein Girokonto für Kinder ab sieben Jahren an. Bei der DKB kannst du auch schon für jüngere Kinder ein Konto eröffnen. Ein Mindestalter für das erste Girokonto gibt es nicht. Vor dem siebten Geburtstag sind Kinder jedoch nicht geschäftsfähig, entsprechend können sie das Konto nur eingeschränkt nutzen.

Ab wann das Konto Sinn ergibt, hängt auch von den Bedürfnissen des Kindes ab. Geld abheben für kleine Anschaffungen ist selbst für Grundschüler kein Problem. Die Nutzung einer Visa Debitkarte, die bei der DKB für bargeldlose Einkäufe zum Konto gehört, und den Zugang zum Online-Banking, empfehlen Expert*innen eher für etwas ältere Kinder etwa ab zehn bis zwölf Jahren.

Bei dieser Entscheidung solltest du längerfristig denken. Online-Banken haben meist die günstigeren Angebote, vor allem wenn dein Kind das Erwachsenenalter erreicht. So könnt ihr euch einen späteren Kontowechsel ersparen. Eine persönliche Beratung vor Ort ist zwar nicht drin – allerdings rund ums Girokonto oft nicht entscheidend. Bei Online-Banken solltest du auf die Sicherheit und Finanzstärke achten.

Wichtig ist, dass dein Kind einfach an Bargeld herankommt. Schau dir daher an, ob eine Bankkarte für Kinder wie zum Beispiel eine Girokarte oder Debitkarte zum Angebot gehört, bei welchen Automaten eine kostenlose Abhebung möglich ist und ob es ein entsprechendes Angebot in eurer Nähe gibt. Auch das Einzahlen von Bargeld ist für Kinder relevant, etwa um Geldgeschenke zum Geburtstag auf das Konto einzuzahlen. Falls diese Option nicht besteht, kannst du dir das Bargeld geben lassen und den entsprechenden Betrag auf das Kinderkonto überweisen.

Die meisten Banken bieten ein Girokonto für Kinder kostenlos an, bis 18 Jahre gilt das praktisch ausnahmslos. Wie es danach weitergeht, hängt vom Kreditinstitut ab. Bei der DKB fallen bis zum 28. Lebensjahr keine Kontoführungsgebühren an, danach sind sie abhängig von einem regelmäßigen Geldeingang.

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Für Kinder und Jugendliche ist es schwieriger, ein Konto zu eröffnen als für Erwachsene. Vom siebten Geburtstag an sind Kinder beschränkt geschäftsfähig: Sie dürfen Verträge zur Eröffnung eines Kontos abschließen. Eltern oder Sorgeberechtigte müssen dem aber immer zustimmen.

Noch eine wichtige Bedingung für das Girokonto u18 bei der DKB: Du musst selbst ein Girokonto bei der Bank haben. Gegebenenfalls musst du es als ersten Schritt einrichten.

Um die Identität des Kindes zu belegen, brauchst du eine Kopie der Geburtsurkunde. Für die Eltern oder Sorgeberechtigten funktioniert der Nachweis mit dem Ausweis. In der Filiale musst du diese Unterlagen direkt vorlegen. Bei einer Online-Bank kannst du die entsprechenden Dokumente einfach hochladen und dich dann mit dem angebotenen Verfahren identifizieren, zum Beispiel per Video-Ident-Verfahren übers Smartphone oder mit Post-Ident in einer Postfiliale mit Unterlagen und Papieren.

Du kannst zwar den Anstoß geben, aber wenn das Konto im Namen des Kindes oder Jugendlichen geführt werden soll, müssen immer beide Elternteile oder Sorgeberechtigten der Eröffnung des Girokontos zustimmen und die notwendigen Unterlagen unterschreiben.

Du musst zwar einverstanden und dabei sein, wenn dein Kind unter seinem Namen ein Konto eröffnet, und dir bleibt Kontrolle über das Konto – das Geld jedoch gehört deinem Kind. Du kannst nicht verhindern, dass es das Geld für Waren ausgibt, mit denen du nicht einverstanden bist, solange der Wert überschaubar bleibt. Falls es allerdings um kostspielige Anschaffungen geht – ein Fahrrad, teure Klamotten oder Elektronik –, kannst du den Einkauf mit Verweis auf die beschränkte Geschäftsfähigkeit von Kindern rückgängig machen. Geregelt ist sie im sogenannten Taschengeldparagrafen, Paragraf 110 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB).

Grundsätzlich funktioniert das Girokonto für junge Leute ähnlich wie dein eigenes. Du kannst Geld überweisen, zum Beispiel das regelmäßige Taschengeld. Großeltern, Freunde und Verwandte können es ebenso mit Geldgeschenken füttern. Zum Konto gehört eine Visa Debitkarte, mit der dein Kind in Deutschland, im Euroraum und weltweit fast überall an Automaten Geld abheben kann. Bezahlen ist mit der Karte immer dann möglich, wenn Visa akzeptiert wird. Auch der Zugang zum Online-Banking und zur Banking-App gehören zum Girokonto.

Grundsätzlich hast du aber ein entscheidendes Wort mitzureden, was deinem Nachwuchs tatsächlich offensteht. Du kannst das Konto aus deinem eigenen Banking heraus einsehen. So kannst du Umsätze und Kontobewegungen nachzuvollziehen. Du hast auch die Möglichkeit, Funktionalitäten zu sperren, um sie erst dann einzuführen, wenn dein Kind mit ihnen umgehen kann. Das gilt für den Zugang zum Online-Banking genauso wie für Obergrenzen bei Überweisungen oder beim Geld abheben.

Ein klares Nein. Kinderkonten werden als Guthabenkonten geführt. Kontoüberziehung oder Dispositionskredit sind nicht möglich, selbst wenn du als Sorgeberechtigte*r damit einverstanden wärst. Dein Kind kann also nicht mehr ausgeben oder abheben, als Geld auf dem Konto verfügbar ist.

Nochmal: Nein. Denn genau wie für Erwachsene bietet das Girokonto für Kinder und Jugendliche keine oder bestenfalls geringe Zinsen. Ist ein klein wenig Vermögen zusammengekommen, solltest du über die Einrichtung eines Tagesgeldkontos oder Depots nachdenken. Denn Fonds- oder ETF-Sparen sind schon mit regelmäßigen kleinen Beträgen möglich.

Kinder haben einen eigenen Steuerfreibetrag. Bei gegebenenfalls niedrigen Zinseinkünften kannst du eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen, um Einkünfte von der Kapitalertragssteuer zu befreien. Du darfst die jeweiligen Freibeträge nicht für dein eigenes Vermögen nutzen, um so Steuern zu sparen.

Zum 18. Geburtstag wird das Kinderkonto bei der DKB automatisch umgewandelt in ein vollwertiges Girokonto mit allen klassischen Funktionen. Als Geburtstagsgeschenk bekommt dein Kind für die nächsten drei Jahre den Aktivstatus dazu und das Konto bleibt unabhängig von der Höhe der Zahlungseingänge kostenlos.

Kurz gesagt
  • Viele Banken bieten kostenlose Girokonten für junge Leute an. Achte bei der Auswahl aber auf Kosten, die mit dem Übergang zum Erwachsenenalter entstehen können, um dann einen Kontowechsel zu vermeiden.

  • Kinder können ein Konto nicht alleine eröffnen, es müssen stets beide Eltern oder Sorgeberechtigte zustimmen.

  • Das Konto wird als Guthabenkonto geführt. Es besteht keine Gefahr, dass dein Nachwuchs beim Shoppen mit Geld über die Stränge schlägt, dass gar nicht vorhanden ist.

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