Das Wichtigste in Kürze:
Der Finanzwissen-Test zeigt dir, wo du stehst – und wo du weiter wachsen kannst.
10 Fragen helfen dir, dein Wissen zu Geld, Sparen & Investieren einzuordnen.
Mit klaren Tipps lassen sich typische Wissenslücken schnell schließen.
Warum es sich lohnt, das eigene Finanzwissen zu testen
Quiz: Finanzwissen-Selbsttest
10 Quiz-Fragen
1. Was bedeutet es für die Kaufkraft deines Geldes, wenn die Inflation höher ist als der Zinssatz deines Kontos?
a) Die Kaufkraft bleibt gleich.
b) Die Kaufkraft sinkt.
c) Die Kaufkraft nimmt zu.
2. Was ist ein ETF (Exchange Traded Fund)?
a) Ein börsengehandelter Fonds, der in der Regel passiv einen bestimmten Index abbildet.
b) Eine Aktie eines einzelnen Unternehmens.
c) Ein Zinsprodukt mit garantierter Laufzeit.
3. Warum ist der Zinseszinseffekt bei langen Laufzeiten so wirkungsvoll?
a) Er wirkt nur bei hohen Beträgen.
b) Zinsen werden wieder angelegt und bringen selbst neue Zinsen.
c) Er funktioniert nur bei Tagesgeld.
4. Was bedeutet „Diversifikation“ bei der Geldanlage?
a) Du verteilst dein Vermögen auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen, um das Risiko zu reduzieren.
b) Du investierst alles in einen Trendmarkt.
c) Du sparst ausschließlich auf dem Girokonto.
5. Welche Aussage zur Leitzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) stimmt?
a) Eine Leitzinserhöhung führt zu tendenziell teureren Krediten, aber attraktiveren Sparkonditionen.
b) Die EZB passt den Leitzins jeden Monat automatisch an die Inflation an.
c) Der Leitzins betrifft nur Unternehmen, nicht Privatpersonen.
6. Welchen negativen Nebeneffekt kann ein zu starkes Diversifizieren auf deine Portfoliorendite haben?
a) Es senkt die Kosten zu stark.
b) Bei zu vielen Einzelpositionen steigen Transaktionskosten (Ordergebühren) überproportional.
c) Es erhöht das Risiko einzelner Werte.
7. Welche Aussage zur nachhaltigen Geldanlage ist korrekt?
a) ESG-Fonds schließen automatisch jedes Unternehmen mit CO₂-Ausstoß aus.
b) Nachhaltige Fonds können Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien berücksichtigen.
c) Nachhaltige Fonds sind immer sicherer als klassische Fonds.
8. Wie nennt man das Risiko, bei einer Marktkorrektur genau zum falschen Zeitpunkt zu investieren?
a) Alpha-Risiko
b) Timing-Risiko
c) Volatilitätsrisiko
9. Was beschreibt der Cost-Average-Effekt?
a) Den Effekt, dass die Gesamtkosten eines ETFs über die Zeit steigen.
b) Den Effekt, dass die Rendite eines ETFs durch die durchschnittlichen Fondskosten bestimmt wird.
c) Den Effekt, dass regelmäßige Investitionen in Wertpapiere bei schwankenden Kursen zu einem durchschnittlichen Kaufpreis führen, der oft günstiger ist als ein einmaliger Kauf.
10. Welcher Aspekt hat einen starken Effekt auf deinen langfristigen Anlageerfolg?
a) Gar keiner.
b) Verhalten, Emotionen und Timing bestimmen langfristig einen großen Anteil des Erfolgs.
c) Nur Glück spielt eine Rolle.
Finanzwissen-Quiz: Lösungen
Finanzwissen-Quiz: Auswertung
8–10 Punkte:
Sehr gut! Du hast solides Finanzwissen und verstehst Zusammenhänge.
5–7 Punkte:
Gut! Du kennst die Grundlagen, kannst aber noch vertiefen.
0–4 Punkte:
Du hast den wichtigsten Schritt getan: Du startest bewusst. Jetzt kannst du gezielt Wissen aufbauen.
Typische Wissenslücken – und wie du sie schließt
Zinsen, die möglichst nah an oder über der Inflationsrate liegen,
Anlageformen, die langfristig Wachstum ermöglichen können – etwa breit gestreute ETFs
Kurzfristige Ziele → sicher & flexibel (Tagesgeld, Festgeld)
Langfristige Ziele → renditestark & breit gestreut (ETFs, Fonds)
Es gibt den Sparerpauschbetrag. Dieser beträgt 1.000 Euro pro Jahr für Alleinstehende beziehungsweise 2.000 Euro für Eheleute.
Alle Einkünfte, die du darüber hinaus mit deiner Geldanlage erzielst – beispielsweise Kursgewinne oder Dividenden – werden mit der Abgeltungsteuer besteuert (25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer).
Deine Gewinne und Verluste aus Kapitalerträgen werden teilweise miteinander verrechnet, was die Abgeltungsteuer mindern kann. Diese Verrechnung übernimmt deine Bank für dich.
Risikopuffer (Notgroschen)
(zum Beispiel Berufsunfähigkeit, Haftpflicht)
Deine Konsumausgaben steigen schneller als dein Einkommen
Du neigst zu einem impulsiven Kaufverhalten
Du hast keine Rücklagen gebildet
Du hast keinen Plan für deine Geldanlage
Tipps, um dein Finanzwissen zu stärken
Du musst nicht alles auf einmal lernen. Diese Schritte machen den Anfang leichter:
Sprich über Geld – mit Freund*innen, Familie oder Kolleg*innen.
Nutze regelmäßig gute Quellen – etwa das Finanzwissenportal deiner Bank, neutrale Verbraucherportale oder seriöse Fachmedien.
Bleib neugierig – Finanzwissen wächst Stück für Stück.
Teste dein Wissen – Quizze (wie dieses hier) zeigen dir, wo du stehst.
Setze kleine Ziele – etwa „15 Minuten pro Woche Finanzwissen“.
Nutze dein Online-Banking aktiv – erkenne Muster in Einnahmen und Ausgaben.


