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Die Illustration zeigt ein Handy mit einer Bankkarte und ein Schloss.
Sicher zahlen mit der Bankkarte

Kartenzahlungen sind praktisch und weltweit akzeptiert. Sei jedoch beim Einsatz deiner Kredit- oder Debitkarte vorsichtig. Mit einem wachsamen Blick und einfachen Regeln machst du das Bezahlen per Bankkarte so sicher wie möglich.

Juni 2022

Ob du deine neuen Sneaker im Onlineshop bezahlst oder dein Urlaubshotel reservierst: Auf der ganzen Welt kannst du deine Geschäfte mit einer Bankkarte erledigen. Doch was, wenn deine Karte plötzlich weg ist oder dir merkwürdige Abbuchungen auf deinem Konto auffallen? Worauf du bei Kartenzahlungen achten solltest und wie du dich vor Kartenmissbrauch schützt, erfährst du hier.

<div class="local-anchor" id="bookmark1"></div>Was, wenn …

… du deine Bankkarte verloren hast oder sie gestohlen wurde?

Du hast deine Karte verlegt? Keine Panik. Sperre die Karte temporär in der DKB-Banking-App oder DKB-App über Card Control, bis du sie wiedergefunden hast.

Bei Verlust oder Diebstahl lass deine Karte sofort sperren. Bei der DKB kannst du die Sperre in deinem Banking unter Service > Konto und Karten > Karten sperren oder telefonisch rund um die Uhr unter 030 120 300 00 veranlassen. Oder du rufst den allgemein gültigen Sperr-Notruf unter 116 116 an (aus dem Ausland 0049 116 116). Halte deine IBAN oder Kontonummer und Bankleitzahl bereit. Jetzt heißt es: Ruhe bewahren! Hast du nicht grob fahrlässig gehandelt, wird dein Schaden ersetzt.

… du merkwürdige Abbuchungen auf deinem Konto entdeckst?

Lass deine Karte sofort sperren, um weitere Abbuchungen zu verhindern. Nicht von dir veranlasste Transaktionen mit deiner Visa Debitkarte kannst du bei der DKB im Banking reklamieren. Gehe hierfür einfach auf die Umsatzanzeige deines Girokontos, wähle den entsprechenden Umsatz aus und klicke auf den Button „Umsatzreklamation“. Umsätze mit deiner Visa Kreditkarte oder Girokarte kannst du mit dem entsprechenden Formular reklamieren.

Unser Tipp: Prüfe regelmäßig deine Kreditkartenumsätze und Kontoabbuchungen, um Missbrauch zeitig zu erkennen.

… der Automat kein Geld auswirft oder die Karte einbehält?

Wirft der Automat kein Geld aus, solltest du skeptisch werden. Der Automat könnte manipuliert sein, etwa indem das Geld an einem Klebestreifen haften bleibt. Ist die Kund*in weg, nehmen die Betrüger*innen das Geld aus dem Schacht. Prüfe daher den Ausgabeschacht und bitte jemanden, in der Bank Bescheid zu sagen oder rufe die Polizei. Lass dich auf keinen Fall von vermeintlich hilfreichen Passant*innen beirren.

Behält der Geldautomat deine Karte ein, entferne dich nicht vom Automaten, ehe du Hilfe von einem offiziellen Bankbeschäftigten bekommen hast oder du bei deiner Bank die Karte (temporär) hast sperren lassen.

… du im Ausland an kein Geld kommst, weil deine Bankkarte gestohlen oder gesperrt wurde?

Zunächst heißt es: Ruhe bewahren! Im Ausland solltest du immer etwas Bargeld dabei haben. Die DKB bietet ein Notfallpaket mit Notfallkarte und -bargeld.

Alternativ kannst du dir Geld über die Western Union Bank transferieren lassen und als Bargeld abholen. Die schwarz-gelben Wechselstuben gibt es in fast jedem Land oder Touristenort. Die Gebühren richten sich nach der Summe.

Funktionieren weder Geld abheben noch Kartenzahlungen, wurde deine Karte wahrscheinlich gesperrt, etwa weil Transaktionen als verdächtig eingestuft wurden. Frage bei deiner Bank oder deinem Kreditkartenherausgeber nach, ob die Karte tatsächlich gesperrt ist.

… die Karte nicht gelesen werden kann?

Kann deine Karte öfter nicht gelesen werden, ist wahrscheinlich der Magnetstreifen beschädigt. Du kannst versuchen, ihn mit einem weichen Tuch zu reinigen oder mit einem nicht schmierenden Radiergummi sauber zu rubbeln.

Hast du die Probleme nur an einem Geldautomaten, teste zuerst andere Automaten, bevor du eine neue Karte bestellst. Neue Karten bestellst du bei der DKB im Banking unter Service > Konto und Karten > Ersatzkarte bestellen. Wähle als Grund „Beschädigung“ aus.

Ein verlorenes gefülltes Portemonnaie liegt auf dem Gehsteig, daneben sieht man die Füße einer vorbei gehenden Person.
Portemonnaie weg?

Was du im Fall der Fälle beachten solltest, erfährst du in unserem Artikel. Jetzt lesen!

<div class="local-anchor" id="bookmark2"></div>Kartenmissbrauch: Die Tricks der Kriminellen

Immer wieder kommt es zum Kartenmissbrauch. Betrüger*innen kaufen mit gestohlenen Kreditkartendaten ein oder die Karten werden gefälscht.

Wovor du dich schützen kannst: Betrüger*innen

Manchmal passiert es ganz schnell. Ein Rempler beim Shoppen oder ein Ablenkungsmanöver am Geldautomaten, und schon sind Geldbeutel oder Karte weg. Die Kriminellen können die Karte in Geschäften und Restaurants einsetzen, die nicht die neuesten Sicherheitsstandards verwenden.

Häufig haben es Betrüger*innen nur auf die Kartendaten abgesehen. Unsichere Onlineshops, bei denen die Zahldaten nicht verschlüsselt werden, sind hierfür ein Einfallstor. Für ein sicheres Einkaufen im Internet sorgt bei Kartenzahlungen beispielsweise das 3D-Secure-Verfahren.

Der Datendiebstahl funktioniert auch an manipulierten Geldautomaten oder Bezahlterminals. Betrüger*innen installieren dazu ein kleines Lesegerät vor oder im Karteneinzugsschacht des Automaten. Die PIN wird entweder von einer kleinen Kamera aufgezeichnet oder über eine aufgesetzte zweite Tastatur abgegriffen.

<div class="local-anchor" id="bookmark3"></div>Sicher online: Buchen und Shoppen mit Kredit- oder Debitkarte

Online shoppen ist einfach, schnell und praktisch. Damit deine Daten beim Einkauf geschützt sind, haben wir ein paar nützliche Tipps für dich zusammengestellt.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Persönliche Daten und Kartendaten solltest du nur auf vertrauenswürdigen Webseiten, etwa bei bekannten Onlineshops eingeben, die die Daten verschlüsselt übertragen. Tätige keine Onlinegeschäfte im öffentlichen WLAN, etwa von Cafés, Restaurant oder an Flughäfen.

Verschlossen und geprüft: Verschlüsselung

Eine aktive Verschlüsselung erkennst du daran, dass die Internetadresse mit „https://“ anstatt mit „http://“ beginnt. Zusätzlich zeigt der Browser ein Schlosssymbol an. Mit einem Klick auf das Schloss kannst du die Echtheit deiner Kommunikationspartner prüfen.

Finger weg: Keine PIN-Eingabe im Internet

Gib im Internet niemals die PIN an. Für Onlinezahlungen reicht die Kreditkarten- oder Debitkartennummer, das Ablaufdatum und die dreistellige Prüfnummer (CVC2/CVV2) auf der Rückseite deiner Karte.

<div class="local-anchor" id="bookmark4"></div>Sicherheitstipps für Giro-, Kredit- und Debitkarte

Briefe persönlich öffnen, Beschädigungen melden

Öffne alle Karten- und PIN-Briefe persönlich. Informiere uns bitte sofort, wenn Umschläge oder die Abdeckung der PIN offen oder beschädigt sind.

PIN merken und nicht verraten

Präge dir die PIN ein. Notiere sie nirgendwo, nicht auf der Karte, nicht in Notizbüchern oder im Adressbuch. Gib Karte und PIN nicht an Dritte weiter. Niemand darf dich nach deiner PIN fragen – weder Amtspersonen (zum Beispiel Polizeibeamte) noch Mitarbeitende von Kreditinstituten.

Karte und PIN getrennt aufbewahren

Bewahre deine Karten immer sicher auf und nie zusammen mit der PIN.

PIN nur für Zahlungen nutzen

Gib die PIN niemals an Türöffnern ein, auch nicht bei Banken. Verständige in solchen Fällen bitte den*die Hausmeister*in oder den*die Betreiber*in.

Ziffernfeld bei der PIN-Eingabe verdecken

Schirme bei der PIN-Eingabe unbedingt das Ziffernfeld gut ab.

Wertsachen im Blick: Karten (unterwegs) sicher aufbewahren

Trage deine Karten nicht in der Gesäßtasche. Lass deine Karten nicht unbeaufsichtigt im Auto, Hotelzimmer, Büro oder Schwimmbad liegen. Prüfe regelmäßig, ob alle deine Karten da sind.

Karten bei Bezahlungen nicht aus den Augen lassen

Lasse deine Karte beim Bezahlen in Geschäften und Restaurants nie aus den Augen. Lasse dich während der Nutzung der Karte nicht ablenken oder in ein Gespräch verwickeln.

Girokarte und TAN-Generator getrennt aufbewahren

Bewahre deine Girokarte und den TAN-Generator getrennt auf.

Sichere Geldautomaten

Nutze möglichst nur Geldautomaten in Banken (bestenfalls während der Öffnungszeiten). Finger weg von freistehenden Geldautomaten, die nicht in der Wand eingebaut sind. Prüfe die Automaten auf Manipulationen. Rüttele und ziehe kräftig am Karteneinschub und an der Tastatur.

Kontobewegungen regelmäßig kontrollieren

Kontrolliere regelmäßig die Bewegungen auf deinem Konto und die Kreditkartenabrechnung. Wird das von dir festgelegte Limit überschritten, bekommst du eine Nachricht über Zahlungen oder Bargeldabhebungen auf dein Smartphone.

Kartenlimit und Guthaben

Setze ein Limit: Du bestimmst, wie viel pro Tag von deinem Konto oder deiner Kreditkarte abgebucht werden darf. Dein Kreditkartenlimit änderst du bei der DKB im Banking unter Service > Limite und Dispo > Kreditkartenlimit ändern.

Sperrnummer für den Notfall notieren

Notiere dir die Karten-Sperrnummern für den Notfall (030 120 300 00 oder 116 116 – aus dem Ausland: 0049 166 166).

Kurz gesagt
  • Karte weg oder merkwürdige Abbuchungen? Wichtig ist, dass du weißt, was im Notfall zu tun ist.

  • Mach dich schlau, wie Kriminelle versuchen, an deine Kartendaten zu kommen. So wirst du umsichtiger im Umgang mit deiner Karte.

  • Wenn du die Tipps für den Umgang mit Bankkarten beherzigst, bleiben deine Kartendaten sicher.

Mehr zur Sicherheit im Banking?

Auf unserer Webseite erfährst du mehr zu den Sicherheitsmechanismen unseres Bankings.