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Frühjahrsputz fürs Depot: So bringst du deine Geldanlage auf Kurs

Gönn deinem Depot eine Frischekur: Mit wenigen Schritten bringst du Ordnung in deine Geldanlage, optimierst Sparpläne und stellst deine Strategie neu auf. So startest du klar ins neue Anlagejahr.

Januar 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein regelmäßiger Depotcheck sorgt für Übersicht und hält deine Geldanlage strategisch auf Kurs.

  • Aufräumen, Rebalancing und Kostenkontrolle helfen dir, Risiken zu steuern und Renditechancen zu nutzen.

  • Schon wenige Anpassungen pro Jahr können langfristig einen großen Unterschied machen.

Der Jahresanfang ist für viele Menschen der perfekte Moment, um sich neue Ziele zu setzen und Altes loszulassen. Warum also nicht auch deinem Depot eine Frischekur gönnen? Ein Frühjahrsputz für dein Depot hilft dir dabei, einen Überblick zu gewinnen und deine Anlagestrategie zu schärfen.

Warum ein Frühjahrsputz für dein Depot wichtig ist

Vielleicht hast du dir zu Beginn deiner Anlagezeit viele Gedanken gemacht: Welches Risiko möchtest du eingehen? Wie lange möchtest du investieren? Welche Werte möchtest du unterstützen? Doch über die Jahre können sich Dinge verändern – deine persönliche Lebenssituation, die wirtschaftliche Lage, die Märkte. Eine regelmäßige Depotprüfung sorgt dafür, dass dein Geld weiterhin so arbeitet, wie du es dir wünschst.
Ein Frühjahrsputz für dein Depot kann dir dabei helfen,
  • Klarheit über deine Anlagen zu gewinnen,

  • überflüssige oder unübersichtliche Strukturen zu reduzieren,

  • Risiken auszugleichen,

  • Kosten zu senken,

  • deine Sparziele zu prüfen,

  • langfristig bessere Ergebnisse zu erzielen.

Du musst dabei kein Profi sein. Viele Schritte sind einfacher, als du denkst – und du kannst sie direkt selbst in Angriff nehmen.

Depotprüfung: Aufräumen, Bündeln, Vereinfachen 

Der erste Schritt zum Clean-up ist eine gründliche Bestandsaufnahme. Diese Punkte kannst du selbst durchgehen:  
Aktualität der Angaben überprüfen 
Ein oft unterschätzter Punkt beim Frühjahrsputz fürs Depot sind die hinterlegten Stammdaten. Prüfe zuerst, ob dein Freistellungsauftrag noch zu deiner Situation passt. In 2026 gelten weiterhin die bekannten Freibeträge, doch relevant ist vor allem: Ist die Höhe sinnvoll verteilt, wenn du mehrere Depots nutzt? Wird der Freibetrag vollständig ausgeschöpft oder liegt er ungenutzt brach? Hat sich dein Familienstand geändert, könntest du prüfen, ob ein gemeinsamer Freistellungsauftrag für euch sinnvoll ist.
Diese formalen Punkte sind schnell geprüft – und können steuerlich einen echten Unterschied machen. Ebenso wichtig ist, dass deine steuerlichen Angaben aktuell sind. Wenn du dein Depot bei der DKB hast, findest du die hinterlegten steuerlichen Angaben im Banking in deinem Profil unter dem Punkt „Steuerliche Angaben“.  
Bruchstücke verkaufen oder zusammenführen 
Wenn du Sparpläne nutzt, entstehen im Laufe der Zeit oft Bruchstücke – also Anteile, die kleiner als ein ganzer Fonds- oder Aktienanteil sind. Das ist völlig normal und ermöglicht es dir überhaupt erst, regelmäßig mit kleinen Beträgen zu investieren, auch wenn der Kurs eines Wertpapiers hoch ist. Bruchstücke sind also nicht grundsätzlich ein Problem. Sie können aber in bestimmten Situationen unpraktisch werden.  In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, Bruchstücke zu verkaufen oder – falls möglich – durch weitere Käufe „glattzuziehen“: 
  • Mehr Übersicht: Sehr kleine Restbestände machen das Depot manchmal unübersichtlich. Das gilt vor allem, wenn du viele Sparpläne oder Wertpapiere besitzt. 

  • Praktisch bei einem Depotwechsel: Banken übertragen Bruchstücke in der Regel nicht. Wenn du dein Depot zu einem anderen Anbieter umziehen möchtest, musst du Bruchstücke häufig vorher verkaufen. 

  • Ordnung bei der Neustrukturierung: Wenn du dein Depot im Rahmen eines Rebalancing oder Frühjahrsputzes neu ausrichtest, kann es hilfreich sein, sehr kleine Reste zu entfernen. 

Bruchstücke verkaufen

Bruchstücke kannst du genauso wie ganze Stücke über den Orderprozess verkaufen. Beachte, dass dabei Kosten gem. Preis- und Leistungsverzeichnis anfallen und einige Besonderheiten zu berücksichtigen sind. Mehr dazu erfährst du in der nachfolgenden FAQ.

Was mache ich mit Bruchstücken in meinem Depot?

Je nach deiner individuellen Situation kannst du Bruchstücke jedoch auch problemlos behalten. Wenn du langfristig sparst, dein Depot bei einem Anbieter behältst und regelmäßig investierst, stören Bruchstücke meist nicht. Sie sorgen sogar dafür, dass jeder deiner Sparbeträge vollständig investiert wird – selbst wenn der Preis eines Wertpapiers steigt.
Wertpapiere in einem Depot zusammenführen
Viele Anlegende haben über die Jahre mehrere Depots: eines bei der Hausbank, eines bei einem Onlinebroker, eines aus früheren Zeiten. Mehrere Depots bedeuten aber auch mehrfach Post, verschiedene Gebührenmodelle sowie eine unübersichtliche Gesamtstruktur.
Ein Frühjahrsputz ist ein guter Anlass, deine Wertpapiere zu bündeln und in einem zentralen Depot zusammenzuführen. Das erleichtert sowohl die Analyse als auch spätere Anpassungen. Ein Depotwechselservice – wie ihn auch die DKB anbietet – kann dir Arbeit abnehmen. Dieser hilft dir dabei, Wertpapiere umzuziehen und alte Depots zu kündigen. Du brauchst dich dann um nur noch ein Depot zu kümmern, was langfristig Zeit und Geld spart.
Unpassende Wertpapiere erkennen
Vielleicht hast du spontan ein paar Einzelaktien gekauft, dich aber inzwischen auf breit gestreute Fonds konzentriert. Oder du hast Werte im Depot, die nicht mehr zu deinen Nachhaltigkeitsvorstellungen passen. Beim Frühjahrsputz lohnt es sich, dich bei jedem Wertpapier zu fragen: Passt es noch zu meiner Strategie? Passt es zu meinen Zielen? Ist der erwartete Ertrag eingetreten? Wenn die Antwort mehrfach „nein“ ist, könnte ein Verkauf sinnvoll sein.
Ein Sonderfall sind wertlose oder nicht mehr handelbare Wertpapiere. Sie haben keine wirtschaftliche Funktion mehr, belegen aber Platz im Depot. Eine Ausbuchung kann hier sinnvoll sein: Sie verbessert die Übersicht und kann – je nach Situation – sogar helfen, den Verlusttopf steuerlich zu nutzen.

Was mache ich mit wertlosen Wertpapieren in meinem Depot bei der DKB?

Wenn ein Wertpapier nicht mehr gehandelt wird und wertlos geworden ist, wird es ohne Wertanzeige in deinem Depot angezeigt. Diese Positionen kannst du kostenlos aus deinem Depot ausbuchen lassen.

Wie du vorgehen kannst und was du beachten solltest, haben wir dir in unserer FAQ zusammengestellt.

Mehr erfahren

Rebalancing: So bleibt dein Depot in Balance
Mit der Zeit entwickeln sich Wertpapiere unterschiedlich. Aktienmärkte steigen oder fallen, Fonds entwickeln sich verschieden stark. Dadurch verschiebt sich automatisch die Gewichtung in deinem Depot – oft unbemerkt. Rebalancing bedeutet, dein Depot wieder näher an die ursprünglich geplante Zielstruktur heranzuführen. Wenn du beispielsweise mit einer Mischung aus 70% Aktien und 30% Anleihen gestartet bist, kann ein starkes Börsenjahr dazu führen, dass der Aktienanteil deutlich höher liegt als geplant. Das erhöht das Risiko, ohne dass du es bewusst entschieden hast.
Rebalancing ist nicht kompliziert. Oft reicht es, neue Sparraten gezielt einzusetzen oder einzelne Positionen moderat anzupassen, statt alles umzuschichten. Übrigens: Ein guter Anlass für Rebalancing ist es auch, deinen Anlagehorizont und dein Risikoprofil zu hinterfragen: Hat sich dein Zeithorizont verkürzt? Fühlst du dich mit Schwankungen noch wohl?
Strategie prüfen: Anlageklassen und Themenschwerpunkte
Breit gestreute ETFs oder Fonds bilden für viele das Kerninvestment ihres Depots ab. Ist dein Risikoappetit höher und kannst du auch mal kurzfristige Kursschwankungen verkraften, könnten andere Anlageklasse wie Einzelaktien oder spezialisierte Fonds für dich interessant sein. Möglich sind zum Beispiel Investments in Branchen- oder Themenfonds, die bestimmte Entwicklungen oder Wirtschaftsbereiche abbilden. Dies solltest du aber nur erwägen, wenn du die dahinter liegenden Produkte gut verstehst und laufend beobachtest. Je nach Interesse und Expertise kannst du so zusätzliche Schwerpunkte in deinem Depot setzen.
Ob eine Beimischung für dich passt und in welcher Form du investieren möchtest, entscheidest du selbst. Möglich ist der Einstieg grundsätzlich sowohl über einen Einmalkauf als auch über einen Sparplan.
Finanzen strukturieren: Kosten, Sparpläne, Sparrate
Ein Frühjahrsputz für dein Depot endet nicht bei den Wertpapieren. Auch die Struktur drumherum verdient Aufmerksamkeit. Prüfe, welche Kosten tatsächlich anfallen: Depotgebühren, Produktkosten, Transaktionskosten oder unnötige Doppelstrukturen. Schon kleine Einsparungen können langfristig wirken.
Ebenso lohnt sich ein Blick auf deine Sparpläne. Sind sie noch sinnvoll verteilt? Gibt es Überschneidungen? Passen sie zu deinen Zielen? Manchmal ist weniger mehr – ein klar strukturierter Sparplan ist oft effektiver als viele kleine.
Zuletzt kannst du deine Sparrate überprüfen. Hat sich dein finanzieller Spielraum verändert? Gibt es Luft nach oben oder Gründe für eine temporäre Anpassung? Auch hier können kleine Veränderungen über Jahre wirken.

Geplante Änderungen bei der Altersvorsorge

Für die kommenden Jahre plant die Bundesregierung mehrere Änderungen bei der Altersvorsorge, die gerade für Privatpersonen relevant sein können.

Mit dem neuen Altersvorsorgedepot soll das Geld im Vergleich zur Riester-Rente stärker in Kapitalmarktprodukte wie ETFs oder Fonds investiert werden können, und zwar ohne verpflichtende Garantiezusagen. So sollen langfristig höhere Renditen möglich sein. Vorgesehen sind laut Gesetzentwurf zwei Varianten: ein Standarddepot sowie ein Selbstentscheider‑Depot.

Das Standarddepot soll möglichst einfach gestaltet sein: Die Einzahlungen sollen automatisch in zwei vorab vom Anbieter festgelegte Fonds fließen. Dabei verfolgt ein Fonds ein eher defensives Anlageprofil, während der zweite Fonds höhere Risiken und damit auch erweiterte Renditechancen abbildet. Eine individuelle Anlageentscheidung soll beim Standarddepot nur nötig sein, wenn Altersvorsorgende von den Standardeinstellungen abweichen wollen.

Daneben soll es über das Selbstentscheider-Depot auch die Möglichkeit geben, die Auswahl der Wertpapiere innerhalb eines gesetzlich vorgegebenen Rahmens selbst vorzunehmen. Zu den aktuell zulässigen Anlageformen zählen laut Gesetzentwurf unter anderem regulierte Investmentfonds (z. B. ETFs), die maximal der Risikoklasse 5 nach PRIIPs zugeordnet sind.

Der Staat plant, Altersvorsorgedepots mit finanziellen Zulagen und Steuervorteilen zu fördern. Aktuell (Stand Dezember 2025) sind, je nach Sparbetrag, für die Grundzulage bis zu 480 Euro im Jahr geplant. Außerdem ist laut Gesetzentwurf eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro im Jahr pro Kind vorgesehen.

Ergänzend dazu plant die Bundesregierung die Einführung der sogenannten Frühstart-Rente, ein staatlich gefördertes Modell zur privaten Altersvorsorge für Kinder. Danach sollen Kinder, die eine Schule oder Bildungseinrichtung in Deutschland besuchen, ab dem 6. Lebensjahr einen staatlichen Zuschuss von 10 Euro monatlich in ein individuell geführtes, kapitalmarktorientiertes Vorsorgedepot erhalten. Die Förderung soll bis zum 18. Lebensjahr laufen. Dieses Modell soll Kindern helfen, langfristiges Sparen und Kapitalmarktinvestitionen früher zu erleben und gleichzeitig zur privaten Vorsorge beitragen.

Das Altersvorsorgedepot und die Frühstart-Rente sollen ab Januar 2027 an den Start gehen. Für die Frühstart-Rente sollen die Auszahlungen für den Geburtsjahrgang 2020 jedoch rückwirkend zum 1. Januar 2026 erfolgen. In den folgenden Jahren sollen weitere Jahrgänge hinzukommen.

Checkliste: So startest du deinen Depot-Frühjahrsputz

Du musst keinen perfekten Plan haben, um aktiv zu werden. Es reicht, ein paar einfache Schritte zu gehen:
1. Depotauszug öffnen und Überblick verschaffen.
2. Unpassende Positionen identifizieren und Bruchstücke prüfen.
3. Struktur checken: Passt die Verteilung noch zu dir?
4. Rebalancing durchführen, wenn du stark vom Ziel abweichst.
5. Sparpläne optimieren und Kosten prüfen.
6. Sparrate anpassen, wenn es Spielraum gibt. 
Tipp: Plane gleich einen festen Termin pro Jahr ein – so wird die Depotprüfung nicht zur Ausnahme, sondern zu einer Routine, die dich langfristig unterstützt.
Hinweis: Die Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge und die Eckpunkte zur Frühstart-Rente wurden am 17. Dezember im Kabinett beschlossen. Ein Gesetzesentwurf zur Frühstart-Rente sowie die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat stehen jedoch noch aus.
Das Depot der DKB

Mit unserem Depot erhältst du Zugriff auf eine riesige Auswahl an Fonds, Aktien und ETFs. Mit unserer App oder im Online-Banking behältst du deine Konten einfach im Blick.

Marketingmitteilung

Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Marketingmitteilung, die nicht im Einklang mit Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt wurde und auch keinem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen unterliegt.

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Die DKB AG erhält von der Anlagegesellschaft und/oder dem Handelspartner der hier beworbenen Produkte eine Vertriebsprovision, die sich aus einer Beteiligung (bis zu 100 %) am Ausgabeaufschlag, einer Platzierungsprovision, ggf. einer Zahlung von Transaktionskosten und ggf. einer bestandsabhängigen Vergütung (bis zu 100 % der Verwaltungskosten) zusammensetzt. Über die genaue Höhe der Zuwendung durch den jeweiligen Emittenten erhalten Sie Auskunft im Rahmen des Orderprozesses.

Risikohinweis

Alle Angaben dienen nur der Unterstützung Ihrer selbstständigen Anlageentscheidung und stellen keine Empfehlung der DKB AG dar. Die dargestellten Produktinformationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Maßgeblich sind allein der Verkaufsprospekt sowie die wesentlichen Anlegerinformationen gemäß den gesetzlichen Verkaufsunterlagen, die Sie auf der Website der Anlagegesellschaft (z. B. Emittentin, Kapitalverwaltungsgesellschaft, Beteiligungsgesellschaft) sowie unserer Website einsehen und ausdrucken können oder in Schriftform bei der Anlagegesellschaft oder kostenlos auch von Ihrer DKB AG erhalten. Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt sorgfältig, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen. Für alle Wertpapiere gilt: Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für eine entsprechende Wertentwicklung in der Zukunft.