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Aktienfonds einfach erklärt: der große Guide für Einsteiger

Aktienfonds können eine Möglichkeit zur Geldanlage sein. Wir zeigen, wie Aktienfonds funktionieren, welche Chancen und Risiken sie bieten und für wen sich eine Investition lohnen könnte.

November 2025

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mit einem Aktienfonds investierst du in die Aktien vieler Unternehmen gleichzeitig. 

  • Du verdienst an den Gewinnen dieser Unternehmen, nimmst aber auch an ihren Verlusten teil. 

  • Durch die breite Streuung in viele verschiedene Aktien ist das Risiko im Vergleich zu Einzelaktien niedriger. 

  • Du kannst mit einer Einmalzahlung oder mit monatlichen Sparraten investieren. 

Einfach erklärt: Was ist ein Aktienfonds? 

Ein Aktienfonds bündelt das Geld vieler Anleger*innen und investiert es in die Aktien vieler Unternehmen. Den Gewinn zahlt die Fondsgesellschaft nach Abzug der Kosten an die Anleger*innen zurück. Neben Aktienfonds gibt es weitere Formen von Investmentfonds wie Rentenfonds, Rohstofffonds, Immobilienfonds oder Mischfonds.  
Weil ein Aktienfonds in viele verschiedene Unternehmen investiert, ist sein Risiko geringer als das von Einzelaktien. Läuft eine Aktie schlecht, kann eine andere den Verlust ausgleichen. Risikolos sind Aktienfonds dennoch nicht, mehr dazu gleich. 
Ein Team aus Finanzexpert*innen – die sogenannten Fondsmanager*innen – verwaltet den Fonds. Sie steuern aktiv die Auswahl der Aktien, mit dem Ziel, Chancen zu nutzen und Risiken zu begrenzen.

Wie funktionieren Aktienfonds? 

Ein Aktienfonds erzielt Gewinne durch Kurssteigerungen der Aktien und durch Dividendenzahlungen. 
Wenn der Kurs einer Aktie steigt, dann wird sie wertvoller. Zum besseren Verständnis ein kleines, rein hypothetisches Beispiel: 

Kurssteigerungen

Ein Fonds umfasst 100 Aktien, die jeweils 100 € wert sind. Das aktive Fondsvermögen beträgt also 10.000 €. Nun steigt der Kurs aller Aktien auf 150 €, weil die Unternehmen gut wirtschaften. Das Fondsvermögen wächst auf 15.000 €.  

Kaufst du als Investor*in einen Fondsanteil für 100 €, steigt sein Wert also auf 150 €. Ein Verkauf würde dir 50 € Gewinn bringen (die Fondskosten nicht eingerechnet). 

Das Ganze funktioniert auch in die andere Richtung: Sinkt der Wert aller Aktien im Fonds auf 50 €, beträgt das Fondsvermögen nur noch 5.000 €. Auch dein Anteil ist dann weniger wert – du hast also Geld verloren. 

Börsennotierte Unternehmen können ihren Aktionär*innen einmal im Jahr einen Bonus auszahlen, das ist die sogenannte Dividende. Nicht alle Unternehmen zahlen Dividenden und deren Höhe kann jährlich schwanken. Hierzu ein (erneut rein hypothetisches) Beispiel:  

Dividendenzahlungen

Ein Unternehmen beschließt, 1 € Dividende pro Aktie auszuzahlen. Ein Aktienfonds besitzt 10.000 Aktien dieses Unternehmens. Somit erhält der Fonds 10.000 € als Dividendenzahlung. Dieses Geld fließt ins aktive Fondsvermögen. Der Fonds – und somit auch dein Fondsanteil – wird also wertvoller. 

Typen von Aktienfonds 

Es gibt verschiedene Arten von Aktienfonds mit verschiedenen Anlageschwerpunkten. Theoretisch kann ein Aktienfonds in alle börsennotierten Unternehmen weltweit investieren. In der Praxis verfolgen viele Fonds aber einen inhaltlichen Fokus. Zum Beispiel: 
  • Branchenfokus: Manche Fonds spezialisieren sich auf bestimmte Branchen wie erneuerbare Energien oder Technologien.

  • Unternehmensfokus: Einige Fonds investieren ausschließlich in große etablierte Unternehmen oder Unternehmen mit starken historischen Dividenden, andere konzentrieren sich auf Mittelständler und erfolgversprechende Börsenneulinge. 

  • Regionaler Fokus: Fonds können ausschließlich in Unternehmen aus bestimmten Regionen investieren, wie Europa, Asien oder die USA. 

  • Ethik- und Nachhaltigkeitsfokus: Manche Fonds investieren gezielt in Unternehmen, die festgelegte ethische Kriterien erfüllen oder nachweislich nachhaltig wirtschaften. 

Thesaurierende vs. ausschüttende Fonds

Thesaurierende Aktienfonds reinvestieren den Gewinn ins Fondsvermögen, ausschüttende Fonds zahlen ihn regelmäßig aus. Was ist besser? 
Ein thesaurierender Fonds kann eine gute Möglichkeit sein, wenn du ein langfristiges Finanzziel wie die Altersvorsorge hast. Du profitierst vom Zinseszinseffekt: Gewinne fließen zurück in den Fonds und erwirtschaften ihrerseits wieder Gewinne oder Zinsen. Dieser Effekt wächst exponentiell, je länger du investierst. 
Ausschüttende Fonds können sinnvoll sein, wenn du regelmäßige Zahlungen erhalten möchtest. Das kann der Fall sein, wenn du deine Rente mit Fondszahlungen aufbessern willst. Dafür verzichtest du auf den Zinseszinseffekt. 

Aktiver Aktienfonds vs. Exchange Traded Funds (ETFs) 

Der Unterschied zwischen aktiven Fonds und ETFs liegt im Management: Bei ETFs treffen die Fondsmanager*innen keine aktiven Anlageentscheidungen. Stattdessen folgen ETFs automatisiert einem bestimmten Index und bilden ihn möglichst genau nach. 

Kurz erklärt: Was ist ein Index?

Ein Index ist eine Kennzahl, der die Entwicklung von einer bestimmten Wertgruppe spiegelt. Beispiel: Der Index „DAX 40“ bündelt die Aktien der 40 größten Unternehmen in Deutschland. Steigt der durchschnittliche Wert der Aktien, steigt auch der DAX. Sinkt der Durchschnitt der Aktien, sinkt der Index mit. 

Ein DAX-40-ETF hält die DAX-40-Aktien in entsprechender Gewichtung. Der ETF hofft darauf, dass der Wert dieses Indexes langfristig steigt. In dem Fall steigt auch der Wert des ETFs und du erzielst einen Gewinn. 

Stellt sich die Frage, ETF oder Fonds? Hier die Vor- und Nachteile von ETFs auf einen Blick

Pro

  • Deutlich geringere Kosten als aktiv gemanagte Aktienfonds
  • Einfacher Kauf und Verkauf über die Börse während der Handelszeiten
  • Keine Abhängigkeit von der Leistung des Fondsmanagements

Contra

  • Kein aktives Risikomanagement, das in schwachen Börsenphasen das Verlustrisiko reduzieren kann
  • Keine Chance auf Überrendite durch aktives Management
  • Investitionen in spezielle Märkte können mit Management deutlich ertragreicher sein
Kosten von aktiven Aktienfonds 
Aktienfonds schlagen oft mit Gebühren zwischen 1 und 2 % zu Buche. Im Datenblatt jedes Fonds findest du die Total Expense Ratio (TER). Sie zeigt dir den Prozentwert der Gebühren im Verhältnis zum durchschnittlichen Fondsvermögen. So erhältst du einen Überblick über die Fondskosten. Konkret kommen diese Gebühren auf dich zu: 
  • Ausgabeaufschlag: Diesen zahlst du jedes Mal, wenn du einen Fondsanteil kaufst. Er liegt in der Regel zwischen 0 und 5 %.  

  • Verwaltungsgebühren: Sie fallen für das Fondsmanagement an und werden jährlich abgerechnet. Typischerweise liegen sie zwischen 0,5 und 2 %. 

  • Performancegebühren: Wenn das Management bestimmte Ziele erreicht, kann, abhängig vom Fonds, eine zusätzliche Performancegebühr anfallen. Bei Aktienfonds ist die Performancegebühr jedoch selten.

  • Depotgebühr: Du brauchst ein Depot, um in einen Aktienfonds zu investieren. Ein Depot ist ein spezielles Konto für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren wie Aktien, Fonds und ETFs. Bei manchen Anbietern zahlst du eine Depotgebühr. 

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Auf einen Blick: Vor- und Nachteile von aktiven Aktienfonds 

Pro

  • Automatisch breit gestreute Investition und geringeres Risiko als bei Einzelaktien
  • Professionelles Management mit aktivem Risikomanagement
  • Wenig Zeitaufwand für Analyse und Überwachung der Aktienkurse
  • Einfache Umsetzung auch mit kleinen Beträgen

Contra

  • Gezielte Investition in einzelne Unternehmen nicht möglich
  • Gebühren mindern die Rendite
  • Performance abhängig vom Fondsmanagement, kein Einfluss auf Anlageentscheidungen möglich
  • Kursschwankungen bis hin zu Verlusten

Wie hoch ist die Rendite von Aktienfonds? 

Die tatsächliche Rendite von Aktienfonds ist kaum zu beziffern. Sie hängt wesentlich von der Ausrichtung des Fonds, den Entscheidungen des Managements und der Marktlage ab. Als Faustregel gilt: Je mehr Risiko ein Fonds eingeht, desto größer ist die Chance auf Rendite. So können thematische oder regionale Fonds sehr hohe Rendite erwirtschaften, aber auch große Verluste erleiden. 

Achtung: Vergangene Performance eines Aktienfonds ist keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung. 

Welchen Risiken unterliegt ein Investment in einen Aktienfonds? 

Aktienfonds sind wie jede Art der Geldanlage nicht risikofrei. Im Vergleich zu manchen anderen Fondsarten haben sie ein erhöhtes Risiko, weil der Aktienmarkt volatil ist. Dafür ist auch die Renditechance höher als z.  B. die eines Rentenfonds. Diese Risiken gibt es konkret: 
  • Das Marktrisiko: Die Kurse einzelner Aktien können stark schwanken und zu Verlusten führen. 

  • Das Managementrisiko: Der Wert des Fonds kann sinken, wenn das Fondsmanagement eine Fehlentscheidung trifft.  

  • Das Liquiditätsrisiko: Wenn sehr viele Menschen ihr Geld gleichzeitig aus einem Fonds abziehen wollen – etwa wegen eines Börsencrashs. Der Fonds kann unter Umständen nicht genug Kapital bereitstellen, um alle Anleger*innen auszuzahlen.  

  • Das Währungsrisiko: Hält der Fonds Aktien aus Ländern mit Fremdwährungen, können Wechselkurse die Rendite erhöhen oder mindern. 

Im Datenblatt jedes Fonds findest du eine Risikobeurteilung. Sie kann dir helfen, das Risiko besser einzuschätzen und eine gute Entscheidung zu treffen. 

Wie kannst du den passenden Aktienfonds finden? 

Das Ziel der Geldanlage und die Risikobereitschaft bestimmen in erster Linie, welcher Fonds am besten zu Anleger*innen passt. Folgende 6 Schritte können dir helfen, einen geeigneten Fonds zu finden: 

Checkliste

  • Schritt 1: Bestimme dein persönliches Anlageziel. 

  • Schritt 2: Grenze die Auswahl geeigneter Fonds ein. 

  • Schritt 3: Nutze die „wesentlichen Anlegerinformationen“. 

  • Schritt 4: Prüfe das Fondsportrait. 

  • Schritt 5: Vergleiche deine Fondsauswahl. 

  • Schritt 6: Wähle den passenden Fonds aus. 

Eine genaue Anleitung mit Details zu den einzelnen Schritten findest du in unserem Ratgeber: In 6 Schritten zum passenden ETF oder Aktienfonds

Könnte ein Aktienfonds als Anlageform für dich geeignet sein?  

Ein Aktienfonds könnte zu dir passen, wenn du ... 
  • langfristig investieren willst, z. B. für die Altersvorsorge. 

  • eine gewisse Risikobereitschaft hast und auch starke Wertschwankungen aushältst. 

  • Grundwissen über Aktien und die Börse besitzt oder bereit bist, es dir anzueignen. 

  • unbedingt in Aktien als Anlageklasse investieren möchtest, aber keine Lust auf Auswahl und Screening von Einzelaktien hast. 

Ein Aktienfonds könnte weniger gut zu dir passen, wenn du ... 
  • dein Geld nur kurzfristig investieren möchtest. In dem Fall könnte ein Tagesgeld oder ein Geldmarktfonds eine bessere Alternative sein. 

  • in eine möglichst sichere Anlage mit kleinem Verlustrisiko investieren willst und dafür auch eine geringere Rendite in Kauf nimmst. 

  • gezielt in die Aktien einzelner Unternehmen investieren möchtest. 

  • durch aktives Traden den Markt schlagen und eine Überrendite erzielen willst. 

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