Das Wichtigste in Kürze
Die Sparrate hat einen großen Einfluss auf den Vermögensaufbau. Das Einkommen zu steigern und Geld zu sparen, sind daher wichtige erste Schritte.
Der Zinseszinseffekt entfaltet sich umso mehr, je länger Geld angelegt bleibt – deshalb kann es sich lohnen, möglichst früh anzufangen.
Je näher das Rentenalter rückt, desto sinnvoller ist es tendenziell, auf Sicherheit statt auf großen Gewinn zu setzen.
1. Welche Grundlagen helfen beim Vermögensaufbau?
2. Schritt für Schritt: Wie baut man Vermögen auf?
Fünf Schritte können dich zum nachhaltigen Vermögensaufbau führen:
Gewinne einen Überblick über deine Finanzen.
Baue einen Notgroschen auf.
Lege deine Sparrate fest.
Wähle passende Anlageprodukte aus.
Überprüfe deine Strategie einmal jährlich.
Tipp: So behältst du den Überblick
Um einen Überblick zu gewinnen, kannst du ganz klassisch ein Haushaltsbuch führen und alle Daten per Hand eintragen. Vielleicht bevorzugst du digitale Tabellen, die sich leichter an deine Situation anpassen lassen. Es gibt auch Apps, die du sogar mit deinen Konten verbinden kannst.
3. Wie wählt man Aktien oder ETFs für den Vermögensaufbau aus?
Gut zu wissen
ETFs oder Fonds verteilen dein Geld auf Hunderte oder Tausende Unternehmen. Der beliebte MSCI World enthält zum Beispiel über 1.300 Unternehmen. Wenn der Kurs eines einzelnen Unternehmens um 40 Prozent einbricht, merkst du davon nicht ganz so viel wie bei Einzelaktien, denn das Risiko ist besser verteilt. Andererseits fällt deine Rendite meist etwas niedriger aus als bei Einzelaktien.
Einzelaktien: Geschäftsmodell des Unternehmens, wichtige wirtschaftliche Kennzahlen wie Umsatz, Gewinn und Cashflow, Dividendenzahlungen sowie die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens
ETFs: Anzahl der im Index enthaltenen Unternehmen, Gesamtkosten (Total Expenses Ratio), das Fondsvolumen und nicht zuletzt deine eigenen Werte (wenn du beispielsweise nachhaltig investieren möchtest)
4. Welche Strategie zum Vermögensaufbau ist in welcher Lebensphase sinnvoll?
Jugend und frühes Erwachsenenalter: Schon Jugendliche können beginnen, mit kleinen Beträgen Vermögen aufzubauen. Wer mit 20 Jahren anfängt, monatlich 25 Euro anzulegen, kann bei einer Rendite von 5 Prozent bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren über 40.000 Euro an Zinsen erwirtschaften. Die Empfehlung lautet also, so früh wie möglich zu starten. Ein höherer Anteil an risikoreichen Anlageprodukten ist üblich, da Kursschwankungen sich über die Jahrzehnte tendenziell ausgleichen können.
Mittleres Alter und Familiengründung: In diesem Alter steigt in der Regel das Einkommen, sodass eine höhere Sparrate möglich wird. Das hilft, schnell Vermögen aufzubauen. Der Fokus sollte darauf liegen, trotz des steigenden Einkommens die Kosten gering zu halten. Denke auch an die Absicherung deiner Angehörigen, zum Beispiel durch eine Risikolebensversicherung. Das gilt insbesondere, wenn ihr einen Immobilienkredit aufgenommen habt. Habt ihr Kinder? Auch kleine Beträge, die schon zur Geburt angelegt werden, können über viele Jahrzehnte arbeiten.
Ein bis zwei Jahrzehnte vor der Rente: Es bleibt jetzt weniger Zeit, Kapital aufzubauen und Kursschwankungen auszugleichen. Deshalb lautet der gängige Rat für die Altersvorsorge ab 50, das Risiko jetzt schrittweise zu senken und auf planbare Einnahmen (zum Beispiel aus Dividenden) zu setzen. Ab spätestens diesem Zeitpunkt geht es auch gezielt darum, eine etwaige Rentenlücke zu schließen. Idealerweise hast du das aber schon lange vorher berücksichtigt.
Renteneintritt: Bei guter Planung bist du jetzt in der Lage, dass du nicht länger Vermögen aufbauen musst, sondern aus deinem Vermögen monatlich einen bestimmten Betrag entnehmen kannst. Online-Rechner helfen dir zu ermitteln, mit welchem Vermögen du dein Rentenalter erreichen solltest, um auch im Alter deinen Lebensstandard zu halten.


